Batang Kyusi: La Loma Lechon
- diesen Link wollte ich eigentlich auf meinen Reiseblog setzen, und nun steht er hier, und ich kriege ihn nicht wieder weg. Nun, so soll es denn sein! In meinen Arbeitspausen gehe ich immer ein wenig auf Weltreise, um mich zu entspannen - es gibt eine große internationale Blogger-Gemeinschaft von Leuten, die jeden Tag ein Foto aus ihrer Stadt ins Internet stellen. So habe ich diese gebratenen Schweine gefunden, die dastehen, wie man früher knusprige Missionare serviert hat (in der örtlichen Umgangssprache "Langschweine" genannt). Zwischen Menschen- und Schweinefleisch besteht ja große Ähnlichkeit. Wenn Chirurgen einem Patienten ein Schweineherz oder eine Schweineleber einpflanzen kann und der Körper akzeptiert das, dann grenzt der Verzehr von Schweinefleisch umgekehrt doch auch an Kannibalismus, oder?
Beiträge über Alltag und Arbeit, über meine Bücher und mein Leben. Wenn die Kommentare nicht klappen, bitte über das Kontaktformular senden. Wenn im Betreff "Kommentar" steht, füge ich ihn ein.
Sonntag, 19. Dezember 2010
Dienstag, 14. Dezember 2010
Gastbeitrag: Rezension von Angeline Bauer
Wie versprochen, eine Buchbesprechung von Angeline Bauer. Sie ist selbst Autorin, unter Anderem für ihre historischen Romane bekannt, macht aber noch viel mehr. Am besten schaut Ihr mal auf ihre Homepage: http://www.angeline-bauer.de/ (unter "Presse/Rezensionen" wird sogar eine Buchbesprechung von mir zitiert ...). Sie empfiehlt natürlich einen historischen Roman:
Mord im Garten des Sokrates
(Falls der folgende Text nicht lesbar ist, einfach irgendwo darauf klicken)


Mord im Garten des Sokrates
(Falls der folgende Text nicht lesbar ist, einfach irgendwo darauf klicken)


Sascha Berst: Mord im Garten des Sokrates. Historischer Roman. Verlag Josef Knecht, ISBN 978-3782009089, Preis 19,80 (gebundene Ausgabe). 363 Seiten
Montag, 13. Dezember 2010
Es gibt mich noch!
Ich bin etwas abgetaucht, weil im Dezember die Zeit immer so rast. Ich habe mich ein wenig übernommen und verschiedene Dinge gleichzeitig begonnen, und dann platzt auch noch die KSK herein, will Belege aus den letzten 5 Jahren, um die Berechtigung meiner Mitgliedschaft zu überprüfen, und das Sozialamt in Soest, das nachgewiesen haben will, dass ich weiterhin nicht in der Lage bin, für meine frühere Ehefrau Unterhalt zu zahlen. Papierkram, wohin das Auge schaut.
Auch dieser Blog wurde nicht bedient, dabei ist er mir wichtig. Ich habe noch über etliche Lesungen zu berichten, und es gibt einen Stapel Bücher, die ich hier vorstellen will. Nun kam heute das Angebot eines Gastbeitrags von Angeline Bauer, die ein Buch bespricht, das ihr sehr am Herzen liegt. Morgen hier zu lesen!
Ich kann übrigens empfehlen, mal auf Angelines neue und sehr gut gestaltete Homepage zu schauen (www.angeline-bauer.de) und dann eins ihrer Bücher zu lesen – Weitere werden dann gewiss folgen!
Auch dieser Blog wurde nicht bedient, dabei ist er mir wichtig. Ich habe noch über etliche Lesungen zu berichten, und es gibt einen Stapel Bücher, die ich hier vorstellen will. Nun kam heute das Angebot eines Gastbeitrags von Angeline Bauer, die ein Buch bespricht, das ihr sehr am Herzen liegt. Morgen hier zu lesen!
Ich kann übrigens empfehlen, mal auf Angelines neue und sehr gut gestaltete Homepage zu schauen (www.angeline-bauer.de) und dann eins ihrer Bücher zu lesen – Weitere werden dann gewiss folgen!
Mittwoch, 17. November 2010
Läden und Leute
...das ist der Titel eines Bildbandes, den ich kürzlich geschenkt bekam und der dem Leser Augsburgs schönste Geschäfte und Werkstätten vorführt, überwiegend in der Altstadt gelegen, also abseits der bekannten "Prachtmeile". Es sind kleine Spezialitätenläden und -Werkstätten, die etwas Besonderes zu bieten haben, das man in der Welt des standardisierten Warenangebots großer Ladenketten, die nun mal europaweit in den Fußgängerzonen dominieren, nicht mehr findet. Vieles habe ich in diesem Buch wiederentdeckt, was ich auch schon meinen Logiergästen bei Stadtführungen präsentiert habe, zum Beispiel den kleinen Puppenladen am Milchberg, wo im Schaufenster verschiedene Puppenstuben eingerichtet sind, unter anderem gab es mal – das war eine Delikatesse für die Fotografen unter meinen Freunden – eine Miniatur-Frauenarztpraxis der Fünfziger. Die ist nun nicht mehr im Schaufenster, den es muss ja ständig etwas Neues geboten werden, aber der Puppenladen ist noch da und selbstverständlich in diesem Buch vertreten, genau wie der Brillenladen dem Traditionslokal "Bauerntanz" schräg gegenüber, der speziell für Kinder da ist und besonders im Sommer durch seine malerische Farbigkeit auffällt.
In diesem Buch wird noch eine Menge mehr vorgestellt – von der Papiermanufaktur bis zur Maßhemdenschneiderei, vom Regalladen bis zum Stuckbildhauer, von der japanischen Geigenbauerin bis zum geschmackvollen Teeladen. Dieses Buch ist nicht nur eine Entdeckungsreise durch Augsburg, die auch Einheimischen noch eine Menge Neues zu bieten hat, sondern eine Schatztruhe für alle Liebhaber des Gediegenen, Freunde des guten Geschmacks und Genießer des Optischen. Denn: Alles ist nicht nur in liebevollen Details vom Autor Wolfgang Köhler dokumentiert, sondern auch von Ruth Plössel in herrlichen Fotos eingefangen, so dass auch der Freund anspruchsvoller Fotografie auf seine Kosten kommt. Insgesamt ein Bild- und Textband von klassischer Tradition, das heißt, mit gleichwertiger Gewichtung beider Elemente, die sich hier perfekt ergänzen zu einem Buch, das man erstmal als Geschenk kauft, dann aber für sich selbst behält, weil es halt so schön ist. Und wenn man Gäste hat, zieht man es aus dem Regal und macht Pläne für den nächsten gemeinsamen freien Nachmittag.
Wolfgang Köhler und Ruth Plössel:
"Läden und Leute",
160 Seiten, 80 Abbildungen,
Hardcover mit Schutzumschlag, Format 24 x 20 cm, Preis 19,80 €,
ISBN 978-3-89639-720-1
In diesem Buch wird noch eine Menge mehr vorgestellt – von der Papiermanufaktur bis zur Maßhemdenschneiderei, vom Regalladen bis zum Stuckbildhauer, von der japanischen Geigenbauerin bis zum geschmackvollen Teeladen. Dieses Buch ist nicht nur eine Entdeckungsreise durch Augsburg, die auch Einheimischen noch eine Menge Neues zu bieten hat, sondern eine Schatztruhe für alle Liebhaber des Gediegenen, Freunde des guten Geschmacks und Genießer des Optischen. Denn: Alles ist nicht nur in liebevollen Details vom Autor Wolfgang Köhler dokumentiert, sondern auch von Ruth Plössel in herrlichen Fotos eingefangen, so dass auch der Freund anspruchsvoller Fotografie auf seine Kosten kommt. Insgesamt ein Bild- und Textband von klassischer Tradition, das heißt, mit gleichwertiger Gewichtung beider Elemente, die sich hier perfekt ergänzen zu einem Buch, das man erstmal als Geschenk kauft, dann aber für sich selbst behält, weil es halt so schön ist. Und wenn man Gäste hat, zieht man es aus dem Regal und macht Pläne für den nächsten gemeinsamen freien Nachmittag.
Wolfgang Köhler und Ruth Plössel:
"Läden und Leute",
160 Seiten, 80 Abbildungen,
Hardcover mit Schutzumschlag, Format 24 x 20 cm, Preis 19,80 €,
ISBN 978-3-89639-720-1
Montag, 15. November 2010
Autorenlesungen
Lesungen abzuhalten ist immer ein kleines Abenteuer. Man weiß nie, wie viele Leute kommen, um einem zuzuhören, und wie die Leute auf das, was man vorliest, reagieren. Den Raum hat man meist noch nicht oder höchstens im Internet gesehen, und man weiß nicht, wie die Akustik und die Lichtverhältnisse sind. Das alles ist für das Ergebnis sehr wichtig. Mit Ergebnis meine ich jetzt nicht die Anzahl der Bücher, die anschließend verkauft werden, sondern die Zufriedenheit der Besucher – auch wenn sie nicht sofort ein Buch von mir kaufen, sollten sie sich an die positive Stimmung erinnern, vielleicht anderen davon erzählen, später bei den Weihnachtseinkäufen vielleicht daran denken, dass sie noch hier und da ein Reservegeschenk in petto haben sollten.
Drei ganz unterschiedliche Lesungen hatte ich in den letzten Tagen: In Bobingen, in Stadtbergen und in Augsburg-Oberhausen, und alle drei waren für sich ein stimmungsvolles Erlebnis, wofür ich jedem der Veranstalter dankbar bin.
Bobingen: Veranstalter war das Kulturamt. In der "Mittleren Mühle", einem liebevoll restaurierten Kulturdenkmal, gibt es unter dem Dach einen gut ausgestatteten Vortragsraum, den ich schon von verschiedenen Gelegenheiten her kenne. Vierzig bis fünfzig Leute passen da hinein. Ganz so viele sind zwar nicht gekommen, aber das war nicht schlimm. Es war eine nette, entspannte Atmosphäre. Florian Höck (Saxophon) und Natalya Frenzel (Klavier) spielten Musik von Astor Piazzolla, wovon mich besonders der "Libertango" am Ende begeisterte, und ein kleines Mädchen (vermutlich die Tochter der Pianistin) spielte mit ihrem Teddybär. Ein gutes Zeichen. Herr Dr. Köhler, mein Lektor im Wißner Verlag, war dabei (er hat Analyn und mich sicher hin und zurück gefahren, wofür ich ihm hier besonders danke). Im Publikum erkannte ich Birgit Fuchs, eine Schriftstellerkollegin, und Ingeborg Anderson, eine in der Region recht bekannte Künstlerin und Journalistin. Besondere Ehre: Frau Donderer aus Reinhartshofen, eine Nichte von Luise Rinser und eine der Wirtinnen des Gasthofs "Grüner Baum" (siehe meinen Reiseblog), war zugegen und zeigte sich begeistert über meinen Krimi.
So ein paar bekannte Gesichter heben die Stimmung, aber ich hätte besser mit der Auswahl der Texte keine Experimente gemacht – es gibt spannendere Stellen als die, die ich an diesem Abend vorgelesen habe. Trotzdem war ich froh, dass die Leute sich nicht gelangweilt haben, sondern sich eifrig an den Büchertisch von Frau Lohrke (die aus ihrer engen Buchhandlung in der Bahnhofstraße jetzt in größere Geschäftsräume gezogen ist) begaben.
Mein Publikum - Hintere Reihe rechts: Birgit Fuchs, vorn rechts mit Kamera: Ingeborg Anderson, vorn links, mit gestreiftem Pullover: Frau Donderer
Stadtbergen: Sechs Tage später war ich in der neuen Buchhandlung in Stadtbergens Bismarckstraße eingeladen (http://www.buchstaben-online.de/). Früher ein Second-Hand-Laden mit beengten Verhältnissen, zeigt der Laden heute, was man mit einem geschickten Händchen für Gestaltung alles anfangen kann. Der Laden ist in zwei Ebenen mit zwei oder drei Stufen Unterschied geteilt, hat sehr viel für Kinder und Fantasy-Freunde im Angebot, gute Beratung und muntere, sehr freundliche Besitzer, die sich die Mühe gemacht hatten, nach der Lektüre meines Romans den Wein, der darin erwähnt ist, eigens für diesen Abend zu besorgen. Besondere Attraktion im Laden ist übrigens ein kleiner, liebevoll aufgemachter Tisch gleich hinter der Ladentür, auf dem diverse Heftchen mit Leseproben aktueller Bücher zu finden sind. Zum Lesen saß ich in einem bequemen, altertümlich wirkenden Sessel mit gehobenem Einsink-Faktor einem interessierten Publikum gegenüber, und mir wurde zum ersten Mal richtig bewusst, dass das Wort LADEN der mittlere Teil von einLADENd ist.
Eine gemütliche Atmosphäre zum Lesen
Einen Tag später habe ich im Hirblinger Hof in Oberhausen gelesen, dem Originalschauplatz meines Romans - doch davon morgen oder übermorgen.
Drei ganz unterschiedliche Lesungen hatte ich in den letzten Tagen: In Bobingen, in Stadtbergen und in Augsburg-Oberhausen, und alle drei waren für sich ein stimmungsvolles Erlebnis, wofür ich jedem der Veranstalter dankbar bin.
Bobingen: Veranstalter war das Kulturamt. In der "Mittleren Mühle", einem liebevoll restaurierten Kulturdenkmal, gibt es unter dem Dach einen gut ausgestatteten Vortragsraum, den ich schon von verschiedenen Gelegenheiten her kenne. Vierzig bis fünfzig Leute passen da hinein. Ganz so viele sind zwar nicht gekommen, aber das war nicht schlimm. Es war eine nette, entspannte Atmosphäre. Florian Höck (Saxophon) und Natalya Frenzel (Klavier) spielten Musik von Astor Piazzolla, wovon mich besonders der "Libertango" am Ende begeisterte, und ein kleines Mädchen (vermutlich die Tochter der Pianistin) spielte mit ihrem Teddybär. Ein gutes Zeichen. Herr Dr. Köhler, mein Lektor im Wißner Verlag, war dabei (er hat Analyn und mich sicher hin und zurück gefahren, wofür ich ihm hier besonders danke). Im Publikum erkannte ich Birgit Fuchs, eine Schriftstellerkollegin, und Ingeborg Anderson, eine in der Region recht bekannte Künstlerin und Journalistin. Besondere Ehre: Frau Donderer aus Reinhartshofen, eine Nichte von Luise Rinser und eine der Wirtinnen des Gasthofs "Grüner Baum" (siehe meinen Reiseblog), war zugegen und zeigte sich begeistert über meinen Krimi.
So ein paar bekannte Gesichter heben die Stimmung, aber ich hätte besser mit der Auswahl der Texte keine Experimente gemacht – es gibt spannendere Stellen als die, die ich an diesem Abend vorgelesen habe. Trotzdem war ich froh, dass die Leute sich nicht gelangweilt haben, sondern sich eifrig an den Büchertisch von Frau Lohrke (die aus ihrer engen Buchhandlung in der Bahnhofstraße jetzt in größere Geschäftsräume gezogen ist) begaben.
Mein Publikum - Hintere Reihe rechts: Birgit Fuchs, vorn rechts mit Kamera: Ingeborg Anderson, vorn links, mit gestreiftem Pullover: Frau Donderer
Stadtbergen: Sechs Tage später war ich in der neuen Buchhandlung in Stadtbergens Bismarckstraße eingeladen (http://www.buchstaben-online.de/). Früher ein Second-Hand-Laden mit beengten Verhältnissen, zeigt der Laden heute, was man mit einem geschickten Händchen für Gestaltung alles anfangen kann. Der Laden ist in zwei Ebenen mit zwei oder drei Stufen Unterschied geteilt, hat sehr viel für Kinder und Fantasy-Freunde im Angebot, gute Beratung und muntere, sehr freundliche Besitzer, die sich die Mühe gemacht hatten, nach der Lektüre meines Romans den Wein, der darin erwähnt ist, eigens für diesen Abend zu besorgen. Besondere Attraktion im Laden ist übrigens ein kleiner, liebevoll aufgemachter Tisch gleich hinter der Ladentür, auf dem diverse Heftchen mit Leseproben aktueller Bücher zu finden sind. Zum Lesen saß ich in einem bequemen, altertümlich wirkenden Sessel mit gehobenem Einsink-Faktor einem interessierten Publikum gegenüber, und mir wurde zum ersten Mal richtig bewusst, dass das Wort LADEN der mittlere Teil von einLADENd ist.
Eine gemütliche Atmosphäre zum Lesen
Einen Tag später habe ich im Hirblinger Hof in Oberhausen gelesen, dem Originalschauplatz meines Romans - doch davon morgen oder übermorgen.
Samstag, 13. November 2010
Amazon Sales Ranking
Ein toller Linktipp kam gerade von "darklady":
http://www.rampant-books.com/mgt_amazon_sales_rank.htm.
Endlich blicke ich mal durch, wie diese Verkaufszahlenstatstik funktioniert! danke!
http://www.rampant-books.com/mgt_amazon_sales_rank.htm.
Endlich blicke ich mal durch, wie diese Verkaufszahlenstatstik funktioniert! danke!
Buchbesprechung: "Das Glück fährt Taxi" von Rosita Hoppe
Ein unterhaltsamer Liebesroman kam mir vor einigen Tagen frisch auf den Schreibtisch – recht einfach aufgemacht, im handlichen A-5-Format, mit einem Titelbild wie von einem Werbegrafiker. Es verspricht eine humorvolle Geschichte von zwei Menschen, die von der großen Liebe träumen. Carly, Inhaberin einer Modeboutique, hat schlechte Erfahrungen mit Männern hinter sich und will sich auch auf Drängen ihrer Freundinnen nicht auf eine neue Beziehung einlassen. Zu Philipp, einem jungen Taxifahrer, auf den sie immer wieder trifft, hat sie ein äußerst zwiespältiges Verhältnis. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen – die beiden scheinen sich spinnefeind. Und dann taucht Carlys Exfreund auf und betreibt eine bösartige Intrige. Wie soll das nur enden? Der Leser taucht ein in eine Gefühlswelt, die so wechselhaft ist wie Aprilwetter. Mehr will ich nicht verraten.
Rosita Hoppe: "Das Glück fährt Taxi", Aaronis Collection, Aspach, ISBN 978-3-936524-14-7
Der Hintergrund kommt ein wenig blass daher, die Kleinstadt, in der die Geschichte spielt, könnte überall sein, denn es tauchen keine markanten Konturen auf – wahrscheinlich ist das so gewollt, damit die Leserin sich leichter in die Story hineinversetzen kann. Der Urlaubsort Iseo in Norditalien wird hingegen plastisch geschildert, ein echter Kontrast. Es werden ein paar Klischees bedient, aber Klischees sind in Liebesromanen ja notwendig: Die Leserin muss sich in einer bekannten Umgebung heimisch fühlen, um sich richtig wohlig in die Liebesgeschichte zu kuscheln und mit der Heldin zu bangen. Als Mann bangt man natürlich eher mit dem männlichen Part und möchte ihm am liebsten ein paar Tipps zurufen.
Diese Geschichte ist glatt und gekonnt geschrieben, und wir werden von der Autorin wahrscheinlich noch Einiges mehr zu lesen bekommen.Rosita Hoppe: "Das Glück fährt Taxi", Aaronis Collection, Aspach, ISBN 978-3-936524-14-7
Ich steh im Stau! Lesehonorare!
In den letzten Tagen hatte ich eine Menge Hektik. Ich hatte mehrere Lesungen, die ich zum Teil intensiv vorbereiten musste, und drei oder vier liegen noch vor mir. Mein Krimi verkauft sich überraschend gut, es ist ja bundesweit die richtige Zeit für Regionalkrimis, und man liest auch in Augsburg Krimis aus dem Ruhrgebiet oder der Eifel, und so hoffe ich, dass man umgekehrt dort auch welche von hier liest. Zum Thema Rezensionen sowie zu den Lesungen, hier speziell Lesehonorare, heute ein paar Anmerkungen.
Rezensionen:
Ich hatte zwischendurch keine Zeit, die Bücher, die mir zur Rezension vorgelegt wurden, zu lesen und zu besprechen. Daher ist ein kleiner Rückstau entstanden. Hier liegen:
"Zombies" von A. J. Weigoni
"Vignetten" von A. J. Weigoni
"Läden und Leute – Augsburgs schönste Geschäfte und Werkstätten" von Wolfgang Köhler und Ruth Plössel
"Vogelkirschen" von Kristiane Kondrat
"Das Glück fährt Taxi" von Rosita Hoppe
"Gleitflüge zwischen den Gezeiten" von Peter Ettl
"Die Blinden der Rue Moreau" von Peter Ettl
Sowie
"Traumtrabanten" von Peter Ettl
Habe ich jemanden vergessen? Ich werde Euch alle vorstellen, Freunde. Einen Teil der Bücher habe ich bereits gelesen, und die obige Reihenfolge werde ich dabei nicht unbedingt einhalten.
Lesehonorare
Vorab ein leidiges Thema: die Honorare für die Lesungen.
Ich habe mal an zwei Beispielen ausgerechnet, wie viel Honorar ich netto habe.
Beispiel 1: brutto 200 Euro auf die Hand
davon ziehe ich 19% Mehrwertsteuer ab (38 Euro), die ans Finanzamt gehen, bleiben 162,00 Euro
minus 15% für Kranken- Renten- und Pflegeversicherung (24,30) bleiben 137,70
davon noch mal 15% Büropauschale (Raummiete, Strom, Heizung, Telefon, Internet, Material, Arbeitsgeräte usw.) – (20,65), bleiben mir 117,05 Euro
davon bilde ich die vorgeschriebene Rücklage für Auftragsflauten (entspricht in etwa der Arbeitslosenversicherung), macht 5,27 – verbleiben mir 111,78
davon zahle ich Einkommensteuer, hier mal pauschal mit 10% angesetzt (11,18),bleiben mir netto 100,60 Euro.
In Beispiel 2 sieht das so aus:
Gebotenes Honorar 18 Euro für die ganze Lesung (im Ernst! Veranstalter ist das Berufsbildungszentrum der Lehmbaugruppe Augsburg)
davon ziehe ich 19% Mehrwertsteuer ab (3,42 Euro), die ans Finanzamt gehen, bleiben 14,48 Euro
minus 15% für Kranken- Renten- und Pflegeversicherung (2,17) bleiben 12,31
davon noch mal 15% Büropauschale (Raummiete, Strom, Heizung, Telefon, Internet, Material, Arbeitsgeräte usw.) – (1,85), bleiben mir 10,46 Euro
davon bilde ich die vorgeschriebene Rücklage für Auftragsflauten (entspricht in etwa der Arbeitslosenversicherung), macht 0,47 – verbleiben mir 9,99
davon zahle ich Einkommensteuer, hier mal pauschal mit 10% angesetzt (0,99),bleiben mir netto glatte 9,00 Euro.
Ein schöner Stundenlohn, denkt sich Mancher. Ja, wenn die Lesung eine Stunde dauern würde. Meist sind es schon mal 1,5 bis 2. Das rechne ich jetzt gar nicht mit. Lesung eine Stunde, Hin und Rückfahrt mit dem ÖPNV (keine Erstattung!) 2 Stunden zusammen, hinzu kommt die Vorbereitungszeit telefonisch und per Mail von 1 Stunde (dass mich mancher Veranstalter vorher noch extra antanzen lässt, ist hier mal außen vor gelassen), für die Textauswahl, die auf die veranschlagte Zeit passt, brauche ich mindestens eine halbe Stunde, zum Schluss kommt noch eine Viertelstunde Buchführung hinzu. Also: Das Ganze geteilt durch 4,75.
In Beispiel 1 (200-Euro-Pauschale) sind das 21,18 Euro pro Stunde, was ein akzeptables Honorar für einen Akademiker ist. Im zweiten Fall ist den Leuten die Veranstaltung nur 1,38 Euro wert. Allerdings soll ich in diesem Fallnoch Mehrleistungen erbringen: Die verlangen für diese eine Stunde Lesung einen Lebenslauf mit Lichtbild (!), eine unterschriebene Datenschutzerklärung (deswegen veröffentliche ich diese Berechnung hier, bevor ich das unterschreibe – wenn ich es denn tue) plus einen Ausbilder-Eignungsnachweis. Das bedeutet mindesten eine Stunde Mehrarbeit, und wenn ich die Kosten für das Lichtbild hinzurechne, komme ich deutlich ins Minus - habe aber die Arbeit.
Der Veranstalter richtet Kurse für Arbeitslose aus und kassiert dafür von der Behörde offenbar ziemlich saftig, den Blogs von Teilnehmern zufolge (aus denen auch hervorgeht, dass das Ganze nichts bringt). Was lernen wir daraus?
Rezensionen:
Ich hatte zwischendurch keine Zeit, die Bücher, die mir zur Rezension vorgelegt wurden, zu lesen und zu besprechen. Daher ist ein kleiner Rückstau entstanden. Hier liegen:
"Zombies" von A. J. Weigoni
"Vignetten" von A. J. Weigoni
"Läden und Leute – Augsburgs schönste Geschäfte und Werkstätten" von Wolfgang Köhler und Ruth Plössel
"Vogelkirschen" von Kristiane Kondrat
"Das Glück fährt Taxi" von Rosita Hoppe
"Gleitflüge zwischen den Gezeiten" von Peter Ettl
"Die Blinden der Rue Moreau" von Peter Ettl
Sowie
"Traumtrabanten" von Peter Ettl
Habe ich jemanden vergessen? Ich werde Euch alle vorstellen, Freunde. Einen Teil der Bücher habe ich bereits gelesen, und die obige Reihenfolge werde ich dabei nicht unbedingt einhalten.
Lesehonorare
Vorab ein leidiges Thema: die Honorare für die Lesungen.
Ich habe mal an zwei Beispielen ausgerechnet, wie viel Honorar ich netto habe.
Beispiel 1: brutto 200 Euro auf die Hand
davon ziehe ich 19% Mehrwertsteuer ab (38 Euro), die ans Finanzamt gehen, bleiben 162,00 Euro
minus 15% für Kranken- Renten- und Pflegeversicherung (24,30) bleiben 137,70
davon noch mal 15% Büropauschale (Raummiete, Strom, Heizung, Telefon, Internet, Material, Arbeitsgeräte usw.) – (20,65), bleiben mir 117,05 Euro
davon bilde ich die vorgeschriebene Rücklage für Auftragsflauten (entspricht in etwa der Arbeitslosenversicherung), macht 5,27 – verbleiben mir 111,78
davon zahle ich Einkommensteuer, hier mal pauschal mit 10% angesetzt (11,18),bleiben mir netto 100,60 Euro.
In Beispiel 2 sieht das so aus:
Gebotenes Honorar 18 Euro für die ganze Lesung (im Ernst! Veranstalter ist das Berufsbildungszentrum der Lehmbaugruppe Augsburg)
davon ziehe ich 19% Mehrwertsteuer ab (3,42 Euro), die ans Finanzamt gehen, bleiben 14,48 Euro
minus 15% für Kranken- Renten- und Pflegeversicherung (2,17) bleiben 12,31
davon noch mal 15% Büropauschale (Raummiete, Strom, Heizung, Telefon, Internet, Material, Arbeitsgeräte usw.) – (1,85), bleiben mir 10,46 Euro
davon bilde ich die vorgeschriebene Rücklage für Auftragsflauten (entspricht in etwa der Arbeitslosenversicherung), macht 0,47 – verbleiben mir 9,99
davon zahle ich Einkommensteuer, hier mal pauschal mit 10% angesetzt (0,99),bleiben mir netto glatte 9,00 Euro.
Ein schöner Stundenlohn, denkt sich Mancher. Ja, wenn die Lesung eine Stunde dauern würde. Meist sind es schon mal 1,5 bis 2. Das rechne ich jetzt gar nicht mit. Lesung eine Stunde, Hin und Rückfahrt mit dem ÖPNV (keine Erstattung!) 2 Stunden zusammen, hinzu kommt die Vorbereitungszeit telefonisch und per Mail von 1 Stunde (dass mich mancher Veranstalter vorher noch extra antanzen lässt, ist hier mal außen vor gelassen), für die Textauswahl, die auf die veranschlagte Zeit passt, brauche ich mindestens eine halbe Stunde, zum Schluss kommt noch eine Viertelstunde Buchführung hinzu. Also: Das Ganze geteilt durch 4,75.
In Beispiel 1 (200-Euro-Pauschale) sind das 21,18 Euro pro Stunde, was ein akzeptables Honorar für einen Akademiker ist. Im zweiten Fall ist den Leuten die Veranstaltung nur 1,38 Euro wert. Allerdings soll ich in diesem Fallnoch Mehrleistungen erbringen: Die verlangen für diese eine Stunde Lesung einen Lebenslauf mit Lichtbild (!), eine unterschriebene Datenschutzerklärung (deswegen veröffentliche ich diese Berechnung hier, bevor ich das unterschreibe – wenn ich es denn tue) plus einen Ausbilder-Eignungsnachweis. Das bedeutet mindesten eine Stunde Mehrarbeit, und wenn ich die Kosten für das Lichtbild hinzurechne, komme ich deutlich ins Minus - habe aber die Arbeit.
Der Veranstalter richtet Kurse für Arbeitslose aus und kassiert dafür von der Behörde offenbar ziemlich saftig, den Blogs von Teilnehmern zufolge (aus denen auch hervorgeht, dass das Ganze nichts bringt). Was lernen wir daraus?
Montag, 1. November 2010
Ein Abend in Gersthofen
Es gab einmal eine Zeit, da wusste ich nicht einmal, wo Gersthofen liegt, aber dann, Anfang der Siebzigerjahre, wurde meine erste Erzählung außerhalb des Schülerzeitungs-Milieus in der Zeitschrift "und" des damals Gersthofener Maro-Verlags veröffentlicht: Und jetzt habe ich zum ersten Mal in Gersthofen aus einem meiner Bücher gelesen. Längst kenne ich die Stadt, ich wandere gelegentlich in ihrer Umgebung, kaufe in dortigen Geschäften ein. Die Buchhandlung am Ballonmuseum (einem ehemaligen Wasserturm gegenüber eines Einkaufszentrums) hatte ich bereits gesehen und die Auslagen betrachtet – und nun war ich ein willkommener Gast dort. Für meine Lesung am 27.10. (Oha! Ist das schon wieder so lange her?) hatten die Mitarbeiterinnen einen Teil der Regale zur Seite geräumt und etliche Stühle aufgestellt. Dr. Köhler vom Wißner-Verlag, der so nett war, uns im Wagen mitzunehmen, sowie Analyn und ich wurden von den drei Inhaberinnen gut gelaunt begrüßt und mit dem Musiker bekannt gemacht. Der Laden füllte sich rasch, und es war beileibe nicht nur weibliches Publikum, wie man es sonst gelegentlich erlebt.
Ich hatte ein wenig Sorgen, nicht die richtigen Stellen aus meinem Krimi ausgewählt zu haben, denn das ist ja nicht ganz einfach – ich wollte möglichst wenig von der Lösung des Kriminalfalles verraten, gleichzeitig aber die Vielseitigkeit des Romans und den lokalen Bezug zeigen. Das ist mir wohl gelungen – etliche Bücher gingen anschließend über den Ladentisch, und einige Kundinnen ließen sich gleich zwei Exemplare signieren ("Ist ja bald Weihnachten!"). Diskutiert wurde nur wenig, es gab ein paar Fragen, am Ende stürzte sich alles auf den kleinen Imbiss (Quiche und gefüllte Teigtaschen) und den köstlichen Wein. Ein wohlgerundeter Abend!
Zur Lesung spielte übrigens der Gitarrist Wassily Frank (lnks im Bild), und zwar mit drei "Lettres" von Roland Dyens (http://www.rolanddyens.com/): "Lettre latine", "Lettre au calme" (sehr schön!) und "Lettre encore".
Tipp: http://www.buchladen-gersthofen.de//
Und noch ein Hinweis: Von "Darklady" bekam ich folgenden Link geschickt (lohnt, komplett anzuhören!):
http://www.youtube.com/watch?v=Weq_sHxghcg
Ich hatte ein wenig Sorgen, nicht die richtigen Stellen aus meinem Krimi ausgewählt zu haben, denn das ist ja nicht ganz einfach – ich wollte möglichst wenig von der Lösung des Kriminalfalles verraten, gleichzeitig aber die Vielseitigkeit des Romans und den lokalen Bezug zeigen. Das ist mir wohl gelungen – etliche Bücher gingen anschließend über den Ladentisch, und einige Kundinnen ließen sich gleich zwei Exemplare signieren ("Ist ja bald Weihnachten!"). Diskutiert wurde nur wenig, es gab ein paar Fragen, am Ende stürzte sich alles auf den kleinen Imbiss (Quiche und gefüllte Teigtaschen) und den köstlichen Wein. Ein wohlgerundeter Abend!
Zur Lesung spielte übrigens der Gitarrist Wassily Frank (lnks im Bild), und zwar mit drei "Lettres" von Roland Dyens (http://www.rolanddyens.com/): "Lettre latine", "Lettre au calme" (sehr schön!) und "Lettre encore".
Tipp: http://www.buchladen-gersthofen.de//
Und noch ein Hinweis: Von "Darklady" bekam ich folgenden Link geschickt (lohnt, komplett anzuhören!):
http://www.youtube.com/watch?v=Weq_sHxghcg
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