Didis Bücherturm

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Duft nach Weiß


Es kommt nicht oft vor, dass ich einen Roman zu lesen beginne und mir die Zeit nehme (d.h. andere Aufgaben einfach liegen lasse), um es auf einen Rutsch zu verschlingen. Ich meine jetzt nicht die Unterhaltungsromane, mit denen ich mir Wartezeiten beim Arzt oder lange Fahrzeiten in der Straßenbahn erträglich mache, sondern ich meine Bücher, die mir plötzlich wichtiger werden als alles andere und für die ich bereit bin, Lebenszeit zu opfern, weil ich merke, das ich mehr zurückbekomme als das bisschen Zeit, das ich dafür gebe. Zuletzt ist mir das passiert mit "Duft nach Weiß" von Stefanie Gregg (Pendragon Verlag).
Zunächst hat es mich irritiert, dass es hier mehrere separate Handlungsstränge gibt, die auch noch zu unterschiedlichen Zeiten spielen, und anfangs weiß der Leser nicht, was diese Personen und Handlungen miteinander zu tun haben. Das Lesen wäre mir zumindest am Anfang schwer gefallen, wenn nicht die Kapitel zur Verdeutlichung jeweils mit einer Jahreszahl und einer Ortsangabe überschrieben wären. Doch nun kristallisiert sich schnell eine Geschichte heraus, die Geschichte der jungen Bulgarin Anelija, die mit ihrem Freund unterwegs ist in ihre alte Heimat, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen, die ihr in Deutschland nicht oder nur unter Schwierigkeiten gewährt würde. Während der Fahrt kommen die Erinnerungen - die Motive, Sehnsüchte, realen Erfahrungen, Enttäuschungen, und die Geschichte entwickelt sich zu einem spannenden Geflecht.
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Anelija hat als junge Frau, noch nicht ganz erwachsen, ihre Heimat unter Lebensgefahr verlassen, um bei ihrer Mutter in Deutschland zu sein, die immer wieder in Briefen versprochen hat, zu ihr nach Bulgarien zu kommen, wo Anelija bei der Großmutter und der Urgroßmutter in einem totalitären System lebte. Die beiden alten Frauen und das Kind haben sich jeweils auf ihre Weise arrangiert, weil es für sie keine andere Möglichkeit gab: Die "Baba" kannte in ihrem Leben nichts anderes als das Dasein einer Bauersfrau, die kleine Anelija kannte nichts anderes als das Leben eines Kindes, irgendwo. Kinder bauen sich ihre Welt zusammen aus den Bruchstücken ihrer Erlebnisse, aus dem, was um sie herum vorhanden ist, denn sie kennen keinen Vergleich zu etwas Anderem. Sie machen das beste aus dem, was die Welt ihnen bietet: "In der Schule war ich glücklich", heißt es zu Beginn eines der Anelija-als-Kind-Kapitel, und nur wir Erwachsenen sind, als beobachtende Leser, in der Lage, die Tücken des totalitären Regimes dahinter zu erkennen, die Indoktrination, das Wirken bis tief in das Alltagsleben hinein. Und dieses Glücklichsein ist nur die Oberfläche - Anelija leidet in Wirklichkeit unter den Einschränkungen, denen sie allseits begegnet, und oft machen ihr diese Einschränkungen Angst, besonders, wenn von ihrer Mutter als "Staatsfeind" gesprochen wird. Dass sie ohne Vater lebt, fällt für sie zunächst nur durch die Hänseleien der Schulkameraden ins Gewicht.
In ihrer Kinderzeit bekommt Anelija immer wieder Briefe von ihrer Mutter aus Deutschland, das bald zum Land ihrer Sehnsucht wird. Wenn die Mutter aber nicht zu ihr kommt, will sie bei ihrer Mutter sein. Sie träumt von dem Land, wo diese ist - Deutschland ist so weiß wie das Papier, auf dem die Briefe geschrieben sind. Ein unschuldiges Weiß, auf dem doch Lügen und Ausflüchte stehen, wie sie später erfahren muss.
Anelija lernt Deutsch, richtet ihr ganzes Leben nach ihrer Sehnsucht aus, wagt die Flucht in einem Kühllaster, die sie fast das Leben kostet (damit beginnt der Roman übrigens, und diese gefährliche Flucht erinnert an ein reales Ereignis in jüngster Zeit, was den Leser natürlich zusäzlich um die Heldin bangen lässt).
Flucht ist eigentlich hier das falsche Wort - es geht nicht darum, irgendwo weg zu kommen, sondern irgendwo hin, zur Mutter, der das plötzliche Auftauchen des fast erwachsenen Kindes peinlich und sogar eine Katastrophe ist. Entsprechend ist Anelija dann erst einmal orientierungslos. Ihr großer Traum hat sich nicht erfüllt. Ihre Mutter war damals mit einem Kind überfordert, hatte ganz andere Wünsche und Sehnsüchte und hat sich diese Wünsche nach einem besseren Leben größtenteils erfüllt - im Grunde geschah das auf Kosten der Kleinen und war, meiner Ansicht nach, auch nichts anderes als die Abtreibung, zu der Anelija heute unterwegs ist.
Es gibt über diese Geschichte, die mit so ruhigen Worten erzählt wird und doch hochdramatisch ist, noch so viel zu sagen. Ich habe hier einen Handlungsstrang völlig unbeachtet gelassen, nämlich den des Schriftstellers Markow, der anfangs mit dem Diktator persönlich vertraut ist, dann aber in Ungnade fällt und das Land verlässt, um zu einem der wichtigsten propagandistischen Gegner des Regimes zu werden. Er arbeitet für diverse Radiosender und Zeitschriften und ist dem Regime in Bulgarien ein Dorn im Auge. Der Geheimdienst wird beauftragt, ihn zu beseitigen, und es kommt zu dem bekannten "Regenschirmmord" der weltweit durch die Presse ging. Wie diese Geschichte mit den Ereignissen um Anelija und ihre Familie verknüpft ist, wird erst ganz allmählich klar, und die dadurch entstehende Spannung will ich hier dem Leser nicht rauben.
Ich habe diesen Roman gern gelesen und werde es bestimmt noch ein zweites Mal tun, denn er ist vielschichtig, stellt eine Vielzahl von Fragen und gibt auf manche eine Antwort. Am Ende steht man zum Beispiel der Erkenntnis gegenüber, dass die Motivation, ein totalitäres Land zu verlassen, nicht nur rein politisch oder wirtschaftlich begründet sein muss, sondern eine vielschichtige Sehnsucht nach Freiheit und einem Neuanfang beschreibt - ein guter Anlass, darüber nachzudenken, besonders in unseren Zeiten.

Stefanie Gregg: Duft nach Weiß

Pendragon, 15,00 €, SBN: 978-3-86532-552-5

Hier der LINK zur Verlagsseite


Mittwoch, 30. November 2016

Neuer Kursus in Augsburg: "Das ist mein Leben"


Ein Kursus zum Thema "autobiografisches Erzählen und Schreiben"
- schriftstellerische Vorkenntnisse nicht erforderlich -
In diesem kleinen Kurs befassen wir uns mündlich und schriftlich mit erzählerischer Erinnerungsarbeit rund um die eigene Biografie:
Wer bin ich? Was hat mich geprägt? Welche Rolle spielen bestimmte Personen und Ereignisse in meinem Leben? Was ist mein Lebensthema? Kann ich mich auf meine Erinnerungen verlassen? Wie wecke ich Erinnerungen an Ereignisse, die ich offenbar vergessen habe? Was verraten mir meine Träume? Welche Rolle kann ein Tagebuch spielen? Was ist in meinem Leben wirklich wichtig für mich?



Zu diesem Thema verfassen wir kleine Texte und stellen sie einander vor - die Diskussion darüber wird allen Beteiligten neue Erkenntnisse bringen. Es muss nicht jeder Texte oder Gedichte über sich und sein Leben verfassen, es bringt uns auch weiter, wenn wir in der Gruppe über uns erzählen und darüber diskutieren.
Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer wird mit diesem Kurs unterschiedliche Ziele verbinden - die Bandbreite reicht vom Gewinnen interessanter Selbsterkenntnisse bis hin zum Aufschreiben der eigenen Lebenserinnerungen, um daraus ein Buch für Kinder, Enkel oder z.B. die Angestellten eines Kleinbetriebs, den man in neue Hände übergibt, zu machen.
Wer plant, seine ganze Lebensgeschichte aufzuschreiben, kann nach diesem Grundlagenkurs oder parallel dazu an einem gesonderten Arbeitskreis teilnehmen, der im Rahmen einer begrenzten Kleingruppe oder im Einzel-Coaching konkrete Hilfe bis zur Veröffentlichung der eigenen "Memoiren" als Buch anbietet.
Kosten: Für die Raummiete, schriftliche Handreichungen und sonstigen Ausgaben muss ein kleiner Beitrag erhoben werden.
Der Veranstaltungsort steht noch nicht ganz fest, aber es wird zumindest eine gut erreichbare Räumlichkeit in Augsburg sein. 
Teilnehmerzahl begrenzt. Reservierungen ohne Verpflichtung bei: viktorglass@gmx.de


Montag, 14. November 2016

eBook-Ratgeber



Dieses Jahr bekommen wahrscheinlich wieder Einige von Euch einen eBook-Reader zu Weihnachten geschenkt oder entschliesst sich, wegen der günstigen Sonderpreise, sich selbst einen zuzulegen, und vielleicht weiß der Eine oder Andere noch gar nicht, wie so etwas zu bedienen ist und wie man die richtigen eBooks findet, die zum Gerät passen. Es gibt noch eine Menge weitere Fragen: Kann man eBooks verschenken oder umtauschen? Wie kann man eBooks bei der Stadtbücherei ausleihen? Welches Gerät ist das Richtige für mich? Was ist ein "geschlossenes System"?
Diese und ähnliche Fragen bekommt man jetzt detailliert und gut verständlich beantwortet in dem Buch "E-Books Ratgeber für Einsteiger", das man bei venusbooks herunterladen kann (Link: www.venusbooks.de). Das ist ein Verlag für seriöse und gute erotische Literatur. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, sollte mal auf die Seite schauen. Ganz unten auf der Startseite findet ihr den Buchtitel, den man kostenlos herunterladen darf - als eBook. Für Leute, die noch keinen eBook-Reader haben, gibt es auch eine pdf-Datei, die man mit dem kostenlosen Acrobat-Reader® öffnen kann.

Freitag, 11. November 2016

Ein Schriftstellermorgen
















 Am Wochenende
Die Samstage und Sonntage unterscheiden sich sehr von den Wochentagen - sie beginnen meist ruhig. Da meine Tochter nicht zum Kindergarten muss, lasse ich sie schlafen, so lange sie möchte. Ich sitze dann selbst um fünf oder halb sechs am Schreibtisch und schreibe, was ich schreiben muss oder will. Ich schaffe viel. Irgendwann gegen neun kommt Teresa in mein Arbeitszimmer, verschlafen, den Teddy an sich gepresst, die Augen fast geschlossen, das Haar wild wie ein Engel. Sie klettert auf meinen Schoß, schlummert noch einen seligen Moment an meiner Schulter, bis sie zu schwer wird und ins Rutschen gerät. Dann steigt sie ab, sagt "Kakao!" und läuft, den Teddy jetzt an der Hand baumelnd, ins Wohnzimmer und kriecht auf dem Sofa unter meine noch ausgebreitete Schlafdecke. Sobald ich den Kakao fertig habe, beginnt ihr Tag, und meine Arbeit geht weiter, bis meine Frau aufwacht.

Wochentags
Da kommt es auf den Schichtdienst meiner Frau an. Hat sie Frühschicht, muss sie um sechs los. Ich stehe um vier Uhr zwanzig auf, mache ihr Frühstück, mir einen Kaffee, beantworte Mails von gestern, wecke Analyn um fünf, arbeite noch ein bisschen, lege mich noch einmal hin, wenn sie geht. Um viertel vor sieben wecke ich Teresa, dann in kürzeren Abständen immer wieder - sie kommt schwer hoch. Ich bereite ihr Frühstück zum Mitnehmen, mache ihren Kakao, dann kommt sie - zuerst auf das Sofa, kuschelt sich unter meine Decke, trinkt ihren Kakao. Dann das Übliche - Anziehen, Weg zum Kindergarten. Wenn ich zurückkomme, schwanke ich vor Müdigkeit, mache mir einen Kaffee zum Kaltwerden, lege mich noch einmal hin - mit einem Buch, schlafe dabei aber oft noch einmal für ein paar Minuten ein. Aber das Buch brauche ich - im Moment habe ich sonst wenig geistige Anregung. Nach einer Stunde guter Lektüre geht die Arbeit wie von selbst.

Lesen
Leseliste und Lesestapel umfassen Neueres und Älteres - im Moment eher Zwanzigstes Jahrhundert. Eigentlich komme ich nur in dieser Morgenstunde zum Lesen, ansonsten muss ich mich aufs Klo zurückziehen. Auf baldige Lektüre warten: "Das Kind von Morgen" von Ray Bradbury, "Die grüne Stute" vom Marcel Aymé, "Hinter jenen Bergen" von Thomas Wolfe, "Die Haut" von Curzio Malaparte.
Kürzlich gelesen: "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux (siehe Reiseblog), "Kolbe" von Andreas Kollender und "Duft nach Weiss" von Stefanie Gregg.
Zur Zeit lese ich Henry Miller, "Der Koloss von Maroussi" (und höre dabei Musik von Alexandros Karozas: "Hommage à Konstantinos Kavafis"). Eine beeindruckende Reise und eine großartige Schilderung - wahrscheinlich das beste, was Miller je geschrieben hat.
Wie immer, verlängert sich beim Lesen meine Leseliste, statt kürzer zu werden. In diesem Fall kommen hinzu: Lawrence Durrell natürlich (werde mir als Zypernfan zuerst "Bittere Limonen" besorgen), dann unbedingt, nach Millers unglaublichen Schilderungen: Giorgos Katsimbalis. Am Ende von Millers Buch, in dem Katsimbalis eine große Rolle spielt, gibt es einen Brief von Lawrence Durrell, der wohl die humorvollste Personenbeschreibung eines griechischen Dichters überhaupt enthält. Sie hat auch das Titelbild meiner Ausgabe (rororo 758, August 1965 bis März 1976) angeregt, nehme ich an.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Ein Reiseroman

Kürzlich, am 12. Oktober, versprach ich hier in diesem Blog, ein Buch zu besprechen, das ich gerade las, nämlich "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux, das nicht mehr im Handel ist, jedenfalls nicht als Neuerscheinung. Ist inzwischen gelesen und vorgestellt - siehe unten!


Ich habe diese Besprechung allerdings in meinem kürzlich erst angelegten Reiseblog untergebracht (wo er besser hinpasst), so dass ich Euch bitten möchte, doch einmal dort vorbeizuschauen, bei "Didi unterwegs".  Der Blog (heute sagt man "das Blog", aber ich weiß nicht, ob ich mich umgewöhnen möchte) ist erst im Aufbau und soll nicht nur Reiseerlebnisse schildern, und über Land und Leute, Geschichte, Geografie und andere wissenswerte Einzelheiten informieren, sondern auch auf interessante Bücher zum Thema Reisen hinweisen - diesmal eben auf "Der alte Patagonien-Express", eine Reiseerzählung, die mir sehr viel gegeben hat. Es steht noch nicht viel in diesem Reiseblog, aber scrollt doch einfach mal nach unten und klickt auch  "Ältere Posts" an. Dieses kleine Reise-Lesebuch, das noch ganz am Anfang steht, sollte Euch gefallen.

Montag, 17. Oktober 2016

Bullet-Journal oder: Die Organisation des Alltags

 Ich habe einen großen Schreibtisch, aber zum Arbeiten wird er mir manches Mal zu eng. Überall liegen Erledigungslisten, Papierstapel, Notizzettel und allerhand Unfertiges. Es gibt Karteikästen und eine Box mit unerledigter Post. Einen Emaille-Pinkelpott voller Kugelschreiber und Schreibstifte. Bildschirmspray, Asthmaspray, Kameraspray. Und Vieles mehr! Dabei klappt meine Arbeit am besten, wenn mein Schreibtisch frei ist und ich mein Recherche-Material für mein aktuelles Buch ausbreiten oder meine Steuererklärung machen kann. Deshalb versuche ich immer wieder, meinen Zettelkram zu verdichten und in ein Buch oder einen Kalender einzutragen. Herausgestellt hat sich daraus:

 Mein persönliches Ordnungssystem
Termine und andere merk-würdige Dinge trage ich in Kalender und Notizbücher ein. Ja, die Mehrzahl ist richtig. Ich habe einen Jahreskalender aus dicker Pappe mit rotem Rand, darauf kommen die Fern- und regelmäßigen Termine (z.B. Geburtstage). In einen Buchkalender kommen die täglichen Verabredungen und aktuellen Verpflichtungen wie geplante Anrufe und Treffen. Dann gibt es noch ein kleines Buch in Form eines Taschenkalenders für To-Do-Listen und für alles, was ich mir als Autor merken muss - kleine Erlebnisse, Beobachtungen und Ideen. "Zibaldone" nannte man das früher im Italienischen.
Dann habe ich, für umfangreichere Einträge wie Exposé-Entwürfe, Szenenpläne oder allgemeine Notizen für Arbeit und Alltag meine Ideenbücher - als Paperback gebundene dunkelblaue Leerbücher aus dem Wißner-Verlag. Die quadratische Form (etwa zwei Drittel DIN A 4) und die Taschenbuchdicke sind gerade mal ideal für mich, und ich bin dem Verlag ewig dankbar dafür, dass ich bei einer Lesung im Augsburger Hoffmannkeller einen ganzen Stapel davon geschenkt bekommen habe. Ich nutze sie intensiv!


Das Bullet-Journal
Manchmal passiert es, dass man mit einem Wort, das man früher noch nie gehört hat, gleich an einem Tag mehrfach konfrontiert wird. So passierte es, dass ich heute den Begriff "Bullet-Journal" zum ersten Mal und gleich mehrfach las - bei facebook, Pinterest und twitter. Neugierig geworden, gugelte ich den Begriff und erwartete etwas Texanisches, etwa ein Tagebuch, das von einem Geschoss, einem "bullet", durchbohrt war, damit man es an einem elastischen Kabel über dem Schreibtisch aufgehängt immer wieder zu sich herunterziehen konnte, sobald man es brauchte. Na ja, wo man es aufhebt, bleibt einem natürlich selbst überlassen, aber im Grunde entspricht es einem Notiz- und Ordnungssystem, das meinem eigenen sehr ähnlich ist, allerdings auf ein einziges Büchlein beschränkt. Man kann es sich ganz leicht selbst anlegen, aber ich fürchte, spätestens in einem oder zwei Jahren wird es das auch vorgedruckt geben: ein fantastisches Merk- und Organisationssystem.
Ich hätte es gern hier ausführlich geschildert, aber damit würde ich jemand anderem einen großen Verdienst wegnehmen. Besser als "Bröselchen" (Namen bitte anklicken!) hätte ich es wirklich nicht machen können.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Unverschollen

Liebe Leserinnen und Leser!
Dieser Blog ist nicht untergegangen - ich bin noch da! Im Moment habe ich schrecklich viel zu tun - ein Unterhaltungsroman, der verspätet fertig wird, ein neues Exposé für einen historischen Kriminalroman, Verhandlungen mit meiner neuen alten Agentur, Mailprobleme mit einem Verlag, dessen Post bei mir nicht eintrifft und meine nicht bei ihm, neue Roman-Pläne - und ein Umzug. Mein künftiges Domizil ist der Laden einer ehemaligen Bäckerei im gleichen Hause, so dass sich an meiner Adresse nichts ändert.
Hintergrund ist eine private Trennung, bei der unser Kind möglichst wenig vom Stress mitbekommen soll. Das Ganze belastet mich sehr, und ich komme viel zu wenig zum Schreiben. Ich packe Bücher, die ich behalten will, und biete die übrigen zum Verkauf.
Dabei entdecke ich so manche Schätzchen wieder, die ich vermisst habe, so zu Beispiel "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux, das ich demnächst auf meinem wieder auferstandenen Reiseblog vorstellen werde (noch erhältlich über das ZVAB oder über booklooker). Ein tolles Buch von einem amerikanischen Reiseschriftsteller, der mit der Eisenbahn von Boston bis an die Südspitze Argentiniens reist, Städte, Landschaften und vor allem Menschen kennenlernt und unterwegs eine Menge amerikanische Literatur liest. Bis jetzt gefällt mir am besten eine Szene, in der er gerade Poe's Arthur Gordon Pym gelesen hat und dann in Panama ein Leichenhaus besichtigt und sich mit einem Einbalsamierer unterhält. Ich werd's empfehlen und hier melden, wenn die Besprechung im Reiseblog erscheint. Bleibt mir treu, auch wenn es lange Pausen gibt!























Ach ja, und noch etwas zum Titel dieses Beitrags. Man kann ja verschollen sein, aber nicht unverschollen. Dann ist man einfach "da". Aber wie nennt man das, wenn einer gerade verschwindet? Verschillt oder verschellt er dann? Wie lautet der Infinitiv von "verschollen"? Verschellen, oder wie? Wer mir den besten begründeten Vorschlag macht, bekommt im kommenden Frühjahr das erste signierte Exemplar meines nächsten Romans. Geschenkt und portofrei. 

Donnerstag, 29. September 2016

Mein Reiseblog

Darf ich Euch zu meinem persönlichen Reiseblog einladen? Kurz- und Fernreisen, Städte, Sprachen, Hintergründe und mehr. Schaut doch mal hier:
http://didiunterwegs.blogspot.de/



 

Sonntag, 4. September 2016

Viren, Hacker und ein neuer Blog


Gestern habe ich einen Brief vom Staatsanwalt bekommen - das Verfahren gegen den Hacker, der vor einiger Zeit meinen PC zerstört und viel von meiner Arbeit vernichtet hat, ist eingestellt worden, weil der Täter nicht auffindbar ist. Klar, diese Leute sind nie zu finden. Solange es da keine internationale Zusammenarbeit gibt, können diese Kriminellen weiter ihre Untaten genießen.
Und dies war nicht der einzige Angriff auf meinen PC (siehe entsprechende Einträge weiter unten in diesem Blog).
Lange Zeit habe ich mich gewundert, dass ich auf viele eMails, die ich versendet habe, gar keine Antwort bekam. Ich habe immer eine Weile gebraucht, um anzurufen, weil ich oft am Telefon Probleme mit dem Hören habe. Als jetzt nach diesem hinterhältigen Angriff auf meinen Computer uralte Mails auftauchten, die verschlüsselt in einem tiefen Cache verborgen lagerten, war ich völlig überrascht - über fünfhundert Mails, die ihren Empfänger nicht erreicht hatten. In einem Fall habe ich geglaubt, der Verlag hätte mich abserviert - in einem anderen Fall ist das tatsächlich geschehen.
Der Schaden, den solche Viren und bösartige Hacker-Angriffe offenbar trotz Firewall (!) und regelmäßigem Scannen verursachen können, ist immens. Ich bin in allen meinen Plänen um Wochen zurückgeworfen. Erst habe ich gedacht: "Warum gerade ich!" Inzwischen weiß ich, dass ich nicht der einzige bin, den es trifft. Manche Zeitungen sprechen von einem "Hacker-Sturm" oder sogar von einem "Hacker"-Krieg, der gerade über Europa hereingebrochen ist.
Doch ich lasse mich nicht unterkriegen. immerhin habe ich es geschafft, nach meinen beiden kleinen Sommerreisen auf Pinterest eine Menge Material für meinen geplanten Reiseblog zu sammeln und sogar den Blog bereits zu starten: Schaut mal HIER!

Montag, 22. August 2016

Korrekturaufträge



Heute wollte ich hier einen kleinen Beitrag über fehlerhafte Rechtschreibung in Blogs einstellen, sozusagen als Dankeschön für die vielen Aufrufe und die Korrekturaufträge, die mir mein Beitrag "Wie teuer ist ein Korrektorat" gebracht hat, da stelle ich bei einer kleinen Zusatzrecherche fest, dass "Leseratz" das Thema schon auf den Punkt gebracht hat. Schaut mal HIER. Da geht es zwar in erster Linie um Bücherblogs, ist aber auch auf andere übertragbar. Es lohnt sich, den Beitrag zu lesen!

Freitag, 12. August 2016

Zehn Schritte zum eigenen Buch!



Als  Schreibanfänger und Fortgeschrittener finden man im Internet Hunderte, ja Tausende von Anleitungen, wie man schreiben kann oder sollte, und oft sind solche Anleitungen von Leuten geschrieben, die noch nicht einmal ein erstes eigenes Buch begonnen haben. Es ist nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Am besten, man hält sich an die, die nicht zu viel versprechen. Ich habe zum Beispiel auf "Wtite to Done" einen Blogbeitrag gefunden, der nicht verspricht, das ich in zehn Tagen zum Bestsellerautor werde, sondern einen Aspekt des Schreibens herausgreift. Behandelt wird die Organisation eines Projekts, vornehmlich eines Sachbuches, von der Planung bis zum Zeitmanagement. In "The Ultimate 10 Step Guide to write a book" findet Ihr in präzisen Schritten, was Ihr dazu braucht. 
Ich fand diesen Artikel brauchbar und empfehle ihn euch HIER weiter. 
Der Weg zum (Sach-)buch wird hier in zehn überschaubare Schritte eingeteilt, die dann jeweils einzeln und nachvollziehbar beschrieben werden. Es lohnt sich, in diesem Blog auch zu stöbern - ich habe eine Menge Interessantes und Bedenkenswertes gefunden. Deswegen schaue ich gern immer wieder einmal hinein und lasse mich inspirieren.



 

Dienstag, 5. Juli 2016

Kennst du den Bestseller-Algorythmus?

Wie kommt es, dass das eine Buch ein Bestseller wird, das andere, das nicht einmal schlechter ist, aber nicht?
Die britische Zeitung The Independent glaubt, das herausgefunden zu haben und nennt bestimmte Reizwörter, die auf den Leser einwirken. Eine interessante Theorie - nachzulesen HIER!




Sonntag, 3. Juli 2016

Wie teuer ist ein Korrektorat?



Neulich hatte ich ein Buch zu rezensieren, einen Reiseführer, der aus dem Englischen übersetzt war und der verquere oder gar völlig unverständliche Sätze enthielt. Was soll man von solchen Formulierungen halten:
"Windmühlen stellten eine wertvolle Quelle für die Stadt Amsterdam dar, um Wind zur Industriemacht umzuwandeln, um Wasser vom Land zu dränieren, um Körner zu mahöen, und auch als eine Sägemühle zu verwenden" oder: "Das Museum Het Rembrandt auch bekannt als Museum Rembrandt Haus erlaubt einem, in die Umgebung des ehemaligen Hauses dieses berühmten Künstlers zugelangen." Ich muss und darf das Werk hier als Quelle nennen, da es bereits für 3,09 Euro zum Verkauf angeboten wird (keine Angst, ich stelle sonst niemanden an den Pranger): Es ist der "Amsterdam Reiseführer" von eTips LTD und verspricht fehlerfroh bereits im Beschreibungstext: "Der Reiseführer basiert auf die Empfehlungen von unseren Kunden. Anderes als andere Reiseführer können wir versichern, dass wir bereits alle Orte in den Städten besucht haben und wir unsere Kenntnisse an Sie weitergeben." Der LINK ist hier.
 Wie man unschwer erkennt, wurde der Text automatisch mit einem Übersetzungsprogramm übertragen und danach nicht mehr gelesen oder gar korrigiert. Die Leser fühlen sich verschaukelt und betrogen. Man ist enttäuscht, dafür über drei Euro ausgegeben zu haben, denn verwenden lässt sich dieser Städteführer nicht. Wer will sich schon auf Schritt und Tritt ärgern und sich den Urlaub vermiesen?

Unkorrigiert - geht gar nicht!
Zum Glück sind nicht alle Selbstpublikationen so schlimm. Manche sind sorgfältig bearbeitet und ediert, so dass es eine Freude ist, sie zu lesen.
In fast allen Anleitungen für Selfpublisher kann man nachlesen, dass ein richtiges Korrekturlesen unerlässlich ist. Ein unkorrigiertes Rohmanuskript ist ein schwerer Qualitätsmangel, eine Ohrfeige ins Gesicht des Kunden, der für das Buch bezahlt hat. Oft ist sogar ein weitergehendes Lektorat erforderlich. Für Romane würde ich Beides empfehlen. Die Leserinnen und Leser erwarten Qualität, zu Recht. Wer sich mit seinem Buch behaupten will, muss Gutes liefern. Es kann auch bei einem korrigierten Text noch der eine oder andere Fehler auftauchen - kein Mensch ist perfekt - aber wenn von dreißig- oder vierzigtausend Wörtern gerade mal zwei oder drei fehlerhaft sind oder ein einzelnes Komma an zweifelhafter Stelle steht, dann sieht das die Leserschaft als Flüchtigkeitsfehler an und schaut darüber hinweg.
Stellt Euch vor, Ihr kauft Euch einen Krimi mit einer spannenden Geschichte, und ihr könnt ihn von vorn bis hinten störungsfrei lesen. Oder ihr wollt ein Kinderbuch verschenken, und es ist gut und fehlerfrei geschrieben. Dann seid Ihr doch zufrieden und glücklich, oder? Gönnt also dieses Erlebnis auch Euren Lesern. Wenn sie das nächste Mal Euren Namen auf einem Buch lesen, erinnern sie sich daran und kommen wieder, denn der Name wird schnell zu einer Garantie für Qualität.
Für Bachelor-, Diplom- oder Doktorarbeiten ist eine saubere Korrektur ohnehin unerlässlich.

Aber ist ein Korrektorat nicht verdammt teuer?
Manch einer glaubt, er käme mit der automatischen Korrektur seines Schreibprogramms hinreichend klar. Das ist ein Irrtum - es gibt viele Dinge, die ein Korrekturprogramm nicht erfasst. Es lohnt sich wirklich, ein weiteres Augenpaar über den Text gehen zu lassen.
Es gibt Angebote ab einem Euro pro Normseite, aber da ist immer mit Zuschlägen zu rechnen: Fremdwörterzuschläge, Umformatierungs-Zuschläge, Express-Zuschläge und viele andere. Die Anbieter sind da kreativ. Man rechnet heute mit drei bis fünf Euro pro Normseite (1800 Anschläge inklusive Leerzeichen), bei wissenschaftlichen Texten oder solchen mit hohem Fremdsprachenanteil muss man Aufschläge zahlen. Das Gleiche gilt für Texte, die umgearbeitet werden müssen (z.B. wenn Deutsch nicht Deine Muttersprache ist oder Dein Stil so miserabel, dass Dir jeder von der Veröffentlichung abraten würde). Dann fallen schon mal Kosten von zehn Euro und mehr pro Seite an.

Zum Preisvergleich:
… und viele andere, die über google leicht zu finden sind.

Vorsicht, Falle!
Vereinbare auf jeden Fall vorher einen Festpreis, sonst kannst du dein blaues Wunder erleben. Für Selfpublisher und Studenten werden im Schnitt zwei Euro verlangt. Lass Dir einen Kostenvoranschlag machen, und wenn Du mit dem Preis einverstanden bist, unterschreibst Du die Vereinbarung. Dazu musst Du die Länge angeben (z.B. über "Wörter zählen" unter "Extras" in MS-Word, dann "Zeichen mit Leerzeichen"), auf fremdsprachige Passagen, Tabellen usw. hinweisen. In Korrekturaufträgen sind in der Regel die Textformatierungen, Umbruch, Einbindung von Grafiken usw. nicht enthalten. Ebenso fällt die Erfassung handschriftlicher Änderungen oder Korrekturen ins Gewicht.
Manche Anbieter, die überwiegend wissenschaftliche Texte bearbeiten (Diplomarbeiten, Doktorarbeiten) gehen von einer Normseite mit 1500 Anschlägen aus (wegen der vorschriftsmäßigen Randbreite).
Gib bei der Anforderung des Kostenvoranschlags an, bis wann Du den Text zurück haben musst (z.B. bei Diplomarbeiten mit Abliefertermin). Auch die Umformatierung in ein E-Book kostet extra, es sei denn, Du arbeitest mit einem Selfpublishing-Dienstleister zusammen, der die Umformatierung mit im Angebot hat (BoD, epubli usw.)

Mein Angebot:
Ich habe langjährige Erfahrung im Korrigieren von literarischen wie wissenschaftlichen Texten und habe als Korrektor bei Zeitungen und Buchverlagen gearbeitet. Rund dreißig Diplomarbeiten sind erfolgreich durch meine Hände gegangen.
Für Selfpublisher, Kleinverlage und Studenten biete ich die Korrektur einer Normseite (1800 Zeichen inkl. Leerzeichen) für 1,80 Euro an, ohne ein Lektorat. Ich kann nur Arbeiten nehmen, die mit MS WORD bewältigt werden können.
Wünscht Ihr zusätzlich ein Lektorat (also stilistische und inhaltliche Bearbeitung), kommt ein Aufschlag von 1,00 Euro dazu (d.h., korrigieren und lektorieren zusammen 2,80 Euro pro Normseite). Seiten mit mehr als 10% fremdsprachigem Text (Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch) kommen noch einmal 0,50 Euro teurer, andere Fremdsprachen bleiben unkorrigiert.
Eilzuschläge: Wenn ich Sonntags- oder Nachtarbeit bieten muss, kommt ein Zuschlag dazu, der gesondert vereinbart wird. Keine Sorge, ich bin kein Wucherer.
Mehrwertsteuer fällt bei mir nicht an.
Lasst euch von mir einen Kostenvoranschlag machen! Nennt mir dazu die voraussichtliche Textlänge und die Zeit, die ich für die Gesamtarbeit ansetzen darf. Sendet mir drei Normseiten zur Probe. Diese korrigiere ich kostenlos. Die Korrekturen und Anmerkungen werden im WORD über die Funktion "Änderungen verfolgen" angebracht, wenn nicht anders vereinbart. Schickt die Anfrage bitte an dwalter3000@t-online.de.

Übrigens: Dies ist der 250. Post in diesem Blog. Danke für Eure Treue!

Dienstag, 21. Juni 2016

Flugreise? Extra Freigepäck für Bücher!

 Diesen Sommer gibt es ein tolles Angebot für Flugreisende, die Bücher aus dem stationären Buchhandel mit in den Urlaub nehmen wollen. Die Buchhandelsaktion "Vorsicht Buch" und die Lufthansa-Tochter Condor bieten einen Aufkleber für den Koffer an, mit dem ein Kilo zusätzliches Freigepäck zulässig ist. Einfach nur zeigen, dass ein "Buch an Bord" ist! Wie ihr an den Aufkleber kommt, erfahrt ihr HIER aus dem "Börsenblatt".




Sonntag, 12. Juni 2016

Eine häufige Frage



Es gibt etliche Fragen, die auf Lesungen immer wieder zu hören sind.
Haben Sie das alles selbst erlebt?
Wie kommen Sie auf solche Ideen?
Wieviel verdienen Sie?
Wie lange haben Sie an diesem Buch geschrieben?
Schreiben ist mehr!
Dieser letzten Frage ist die Verlegerin und Autorenkollegin Martina Sevecke-Pohlen in ihrem Blog "Service rund um Ihr Buch" nachgegangen. Die Antwort war verblüffend - und einleuchtend: Diese Frage ist so nicht zu beantworten, denn zu einem Buch gehört viel mehr als nur das eigentliche Schreiben. Hier ist der LINK zu diesem nicht allzu langen, aber tollen Beitrag. Es lohnt sich übrigens, nach dem Lesen noch auf dem Blog zu verweilen und ein wenig herumzustöbern.




Samstag, 16. April 2016

Wenn die Recherche nicht ausreicht - Teil 2

(Bitte lies zuerst den übernächsten Beitrag weiter unten, "Was tun, wenn die Recherche nicht ausreicht, Teil 1)



Wie wird man Gaststudent an den besten Unis der Welt?
Ich habe erst einmal klein angefangen, um mich im Umgang mit Online-Kursen sicher zu fühlen. Für jemanden, der erst damit anfängt, ist es einfacher, erst mit einem nicht ganz so hochkarätigen Kurs zu beginnen , oder aber mit etwas, was einen ohnehin interessiert oder was man braucht. Ich stand zum Bespiel vor der Situation, plötzlich meine Buchführung selbst zu machen (was zunächst gründlich schief ging - zum Glück sprang da mein Bruder ein). Inzwischen habe ich die Gratis-Kurse beim WEB-KOLLEG gefunden. Da gibt es Sprachkurse, Programmierkurse und sogar Kurse für Gehörlose. Für mich interessant war in dieser Situation natürlich der BUCHFÜHRUNGSKURS.

Ähnlich aufgebaut ist auch die KARRIEREBIBEL mit Links zu einigen kostenlosen Kursen. Wie auch beim Webkolleg führen einige der dortigen Links zu kostenpflichtigen Kursen. Das ist nicht verwunderlich - immerhin kostet es eine Menge Zeit und Geld, einen solchen Kurs aufzubauen, zu gestalten und zu betreuen. Aber unter den Gratiskursen findet sich schon Einiges, was interessant ist.
Auf den genannten Plattformen findet sich ein interessanter Begriff, der mir bis vor Kurzem unbekannt war: MOOC - "Massive Open Online Courses" (Erklärung: WIKIPEDIA). Und hier stehen wir am Tor zur großen, weiten Universitäts-Welt. Fast alle Kurse sind kostenlos, aber ich empfehle, unbedingt die Anmelde-Bedingungen zu lesen. Die meisten Kurse sind auf Englisch, man kann aber auch mit der Suchfunktion welche in anderen Sprachen finden.

Ähnlich ist die Open Education Database OEDb aufgebaut - hier finden sich ungefähr zehntausend Kursangebote.

Fremdsprachen
Manchmal spielt ein Roman, den du schreiben willst, nicht in Deutschland, sondern irgendwo im Ausland. Was mich betrifft, wähle ich Schauplätze, an denen ich schon gewesen bin oder solche, die ich gern mal bereisen möchte. Ich habe mir auch umfangreiche Foto- und Linksammlungen auf Pinterest angelegt. Hier mein Beispiel für meine BARCELONA-Recherche. Jedes Bild dort kann man anklicken, dann wird es vergrößert, und darunter erscheint rechts unten der Button "besuchen" - das ist dann der Link zu vielfältigen weiteren Informationen, meist zu der Internet-Seite, von der das Bild stammt. So holt man sich eine Menge landeskundliche Informationen zusammen.

Was für mich noch ganz wichtig ist, ist ein Gefühl für die Sprache. Wie klingt sie? Wie ist sie aufgebaut? Was sind die wichtigsten Phrasen, die ich vielleicht in meinen Roman einbauen könnte, um ein bisschen Atmosphäre zu schaffen. Ich verwende dazu oft Sprachkurse, zum Beispiel die von der BBC (LINK HIER), die aber auf der Grundlage des Englischen unterrichten. In vierzig Sprachen gibt es die "Essential 40 phrases  der jeweiligen Sprache zu hören. Ich selbst bevorzuge Sprachenlernen24 (LINK HIER), da man dort Schnellkurse, Vollkurse und spezifische Kurse (Flirt-, Auswanderer- oder Business-Kurse) wählen kann. Diese Kurse kosten Geld, sind aber recht preiswert, und wenn man den Newsletter bestellt, bekommt man häufig stark ermäßigte Sonderangebote. Ein Probezugang zu den Kursen ist kostenlos, denn man soll die neuartige Lernmethode (mit ausgezeichnetem Gedächtnistraining) zuerst mal kennenlernen.

Weitere Links
Es gibt noch viele weitere Lernangebote, und wenn man erst mal danach sucht, ist man erstaunt, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, sich Wissen anzueignen und seine Recherche auf eine gute Grundlage zu stellen. Hier nur zwei weitere als Beispiele:
IVERSITY bietet berufsorientierte Kurse in verschiedenen Sprachen an,
ONLINE-VORLESUNGEN sind interessante Einzelvorlesungen aus diversen Fachbereichen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und viel Erfolg für Eure gut recherchierten Bücher!

Neu gestaltet

Bald: Mein eigenes Zimmer!
Wer sich jetzt auf Booklooker nach meinem Angebot an gebrauchten Büchern umschaut, findet die Seite neu gestaltet - man hat zwar immer noch oben links den Zugang zu meinen Titeln und den diversen Sparten, kann aber auch ohne die Seite zu wechseln ein Stück nach unten scrollen und ist dann gleich bei den ersten Titeln - immer noch viel Interessantes dabei, und ich habe vergangene Nacht noch weitere Titel eingestellt - Unterhaltung, Kriminalromane, Klassiker und Vieles mehr. Der 10%-Rabatt auf alle Bücher über 1 Euro gilt weiter, und ich verlängere den 3:2-Rabatt noch bis Ende Juli (Lesestoff für die Sommerferien - wer 3 Bücher bestellt, bekommt das preiswerteste kostenlos).
Im Moment gibt es viele Interessenten. Bald kann ich endlich meinen Arbeitsplatz verkleinern, und unsere Tochter Teresa bekommt  ihr eigenes Zimmer. 

Freitag, 1. April 2016

Was tun, wenn die Recherche nicht ausreicht? - Teil 1


Manchmal genügt es nicht, wenn du für einen Roman oder ein Sachbuch die Fakten nachforschst und ein wenig Literatur liest. Du hast dann zwar Detailkenntnisse, die oft beeindruckend sind, aber du hast trotzdem das Gefühl, das da etwas fehlt. Häufig ist es gerade der Gesamtüberblick, das Gefühl für den Gegenstand, die Seele des Ganzen, an dem es deinem Text mangelt. Der Leser empfindet diesen Text dann als hölzern, erkennt das Zusammengesuchte der Fakten. Dann hilft nur eins: Du musst zum Experten werden.

Ganz viel recherchiert. Und nun?
Wie werde ich zum Experten?  
 Das kann auf verschiedene Weise geschehen. Oft bist du ja schon Experte, z.B. in deinem erlernten Beruf oder in deinem Hobby. Oder es fasziniert dich ein Thema so sehr, dass du unbedingt darüber schreiben möchtest. Du hast vielleicht schon recherchiert oder dir eine Pinwand bei Pinterest angelegt. Aber wie kannst du deine Kenntnisse erweitern, vertiefen und festigen? Natürlich kannst du dir jede Menge Bücher ausleihen oder gar anschaffen, aber es gibt noch eine ganz besondere Möglichkeit, die ich hier vorstellen möchte:

 Werde Gaststudent!
 Fast alle Universitäten haben schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit im Angebot, sich als Gasthörer anzumelden. Davon wurde häufig Gebrauch gemacht - besonders ältere Leute, die nach Rentenbeginn im Leben noch Sinnvolles tun wollten, schrieben sich ein, saßen als Gäste in Vorlesungen oder, wenn sie Platz fanden, in Seminaren und entschlossen sich vielleicht sogar zu einem richtigen Vollzeitstudium mit Abschluss.
Heute sind die meisten Hochschulen aber überbelegt. Viele Hochschulen und Fachschulen machen aus der Not eine Tugend - und bieten Online-Kurse an. Das "Fernstudium" daheim am PC erfordert zwar Disziplin und es ist anstrengend, eröffnet aber immense Möglichkeiten! Wir haben plötzlich nicht mehr die Gasthörerkarte von der Uni Bochum, sondern wir sind Kursteilnehmer am Massachusetts Institute of Technology! Den Türkischkurs machen wir nicht auf zwanzig Semester verteilt an einer wichtigtuerischen Volkshochschule in Augsburg oder Düsseldorf, sondern lernen in einem Intensivkurs direkt in Ankara, Bursa oder Istanbul. Vom heimischen PC aus - und das auch noch kostenlos!
Wie das geht, verrate ich Euch in den nächsten Tagen - schaut doch mal wieder herein!
(Die Fortsetzung deses Artikels findest du zwei Beiträge weiter oben)

Montag, 29. Februar 2016

Ganz am Anfang: Gute Recherche ist die halbe Arbeit!



Wenn ich mit einem neuen Projekt beginne, z.B. einem historischen Roman, liegt am Anfang… nein, nicht Google, sondern erst einmal eine Liste. Ich schreibe auf, was mir zu einem Thema spontan einfällt, völlig unsortiert, nicht zu dicht zusammen, denn beim Durchlesen fallen mir zu den ersten Begriffen oft noch weitere ein. Man kann die Wörter, Sätze und Halbsätze einfach untereinander schreiben und einen kleinen Strich davor setzen, oder man schreibt sie wie beim Mindmapping über das ganze Blatt verteilt. nichts ist zu unwichtig, um hier nicht notiert zu werden, und es können ruhig mehrere Seiten werden. Es gibt im Schreibwarenhandel große Doppelbögen, die auf DIN A 4 zusammengefaltet sind. Die sind auch sehr praktisch. Anschließend unterstreiche ich die Ausdrücke, die mir wichtig erscheinen.

Erst jetzt kommt Google ins Spiel. Ich schlage die unterstrichenen Ausdrücke nach. Bei Google und in der Wikipedia finden sich geordnete Informationen, und vielleicht ergibt sich daraus schon mein erster Plan. Ich gebe nicht nur die Begriffe ein, sondern auch einfach mal nur die Jahreszahl, und auf diese Weise bekomme ich viel zeitgeschichtlichen Hintergrund.

Auf jeden Fall bekomme ich eine Menge Links und Literaturhinweise, denen ich nachgehen kann - auf Reisen durchs Internet und bei Besuchen in der Bibliothek. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich mir ein ausreichendes Bild von meinem Thema gemacht habe, stelle ich die vorläufige Gliederung zusammen, mache mir einen Zeitablaufplan der Geschichte, schreibe das Exposé. Wenn der Verlag nichts daran auszusetzen hat, ist das mein Gerüst beim Schreiben.
Fehlen noch die Namen. Bei historischen Romanen sind die Namen fest vorgegeben. Entstammt die Handlung dagegen meiner Fantasie, muss ich mir Namen überlegen, die zur Geschichte passen, aber auch zu der Zeit, in der sie spielt. Ich lege mir für jeden Roman einen Vorrat von weiblichen und männlichen Namen an für den Fall, dass ich Nebenfiguren auftauchen lassen muss. Es gibt eine Menge "Namens-Generatoren" - die Augsburger Hebammen des Josefinums (in meiner Nachbarschaft) haben einen eigenen: http://www.hebammen-josefinum.de/babynamensgenerator/index.php . Da habe ich z.B. "Uljana Schmitzke" gefunden. Könnte glatt mein neues Pseudonym für absurde Romane sein!

Mittwoch, 17. Februar 2016

Die Freuden des Aufbruchs


Es geht wohl jedem im Leben, ob privat, im Beruf oder überhaupt, mal so: Es muss irgendwie weitergehen, und man weiß nicht, wo man anfangen soll. Man gerät in Panik, und das "Weitergehen" ist erst einmal blockiert.
Das war mein Stand vor ein paar Tagen. Der "Datencrash" vor ein paar Wochen war ein größerer Einschnitt in meine Arbeit, als ich vorher gedacht habe. Er bedeutet einen Neuanfang und eine damit verbundene Aufbruchstimmung. Zuerst war ich versucht, alles, was jetzt zu tun ist, auf einmal zu erledigen und hatte dadurch bei jeder Aufgabe das Gefühl, nicht genug zu schaffen.

Feste Strukturen
Jetzt habe ich mir eine Liste angelegt, um der ganzen Sache Struktur zu verleihen. Die sieht bei mir so aus:
Ø      Roman 1
Ø      Steuererklärung
Ø      Roman 2
Ø      Roman 3
Ø      München-Tag (neuer Verlag und alte Freunde)
Ø      Exposés
Ø      neuer Roman
Ø      neuer Roman
Ø      usw.
Dazwischen: am Mittag und am Abend eine Stunde für Mails und Social Media, und täglich eine Stunde lesen.
Das mag bei jedem anders aussehen, aber wichtig ist, dass überhaupt ein fester Rahmen geschaffen wird. Die Struktur ist das Baugerüst, das dem Ganzen einen Halt gibt.

Pausen sind wichtig
Auch das habe ich gelernt: Man darf nicht ohne Pausen arbeiten, denn sonst geht einem die Puste aus, Ideen und ihre Ergebnisse werden blasser und wirken lustlos.
Also heute - ein Roman ist abgeliefert - ist ein Pausentag. Ich räume im Arbeitszimmer auf und habe mir meine "Elpmas"-CD von MOONDOG aufgelegt. Zur Musik räume ich auf, mache Schreibtisch und Gehirn frei, knabbere Süßes, stelle aussortierte Bücher, die noch brauchbar und lesenswert sind, in mein BOOKLOOKER-Verkaufsregal und stöbere bei Pinterest und in den Blogs anderer Leute. Gerade habe ich einen Beitrag auf "dariadaria" gefunden, der auch euch interessieren dürfte: "Ich bin jung und brauche das Geld" - darin geht es um angemessene Honorare für kreative Leistungen. Solltet Ihr unbedingt lesen und weiterempfehlen! Der direkte Link zum Artikel ist HIER.

Die Gedanken sind frei
- und bewegen sich frei, solange man sie nicht in eine bestimmte Richtung zwingt. Beispiel - in den letzten Tagen habe ich unterschwellig, während ich an einem anderen Text schrieb, schon überlegt, wie ich den neuen Roman am besten anfange. Heute, wo ich die Gedanken einigermaßen frei schweifen lassen kann, war die zündende Idee da. Ich scharre schon in den Startlöchern - morgen früh um 6 geht's los.

Sonntag, 14. Februar 2016

Der große Umbau



Nach der Viren-Katastrophe im letzten Monat (ich weiß noch immer nicht, ob es wirklich ein Virus war, sondern ein Fehler in meinem Kopierprogramm) arbeite ich wieder - unter ziemlichem Zeitdruck - an Manuskripten, die ihren Termin versäumt haben. Bis Mitte April will ich alle ausstehenden Ablieferungen erfüllt haben. Dafür habe ich mir einen kleinen Kalender aus dem Net herunter geladen, in den ich Tagesvorgaben eingetragen habe - bis jetzt auch eingehalten.


Pläne

Nebenbei mache ich aber auch neue Pläne, die ich zwar jetzt schon vorbereite, die ich aber erst nach Mitte April bei Verlagen anbieten kann. Als Vorbereitung werde ich den größten Teil meiner Blogs umbauen, wobei der kleinste wahrscheinlich gelöscht wird.

Zur Zeit betreute Blogs:

Dieser Blog ist überwiegend der Vorstellung von Unterhaltungsromanen gewidmet und hat nicht viele Kontakte gebracht, vor allem: keine neuen. Ich werde ihn in der kommenden Woche löschen, und niemand wird ihn vermissen.

Das ist ein privater Blog mit Fotos von unserer kleinen Tochter, hauptsächlich gedacht für Freunde, die in ganz Deutschland verteilt wohnen, und für die Familie meiner Frau - auf den Philippinen, in Hongkong und Singapur. Es gibt nicht viele Besucher, aber für den begrenzten Kreis werde ich ihn weiterführen.

Hier geht es um die Philippinen - Reisen, Brauchtum, Geschichte, Literatur, Politik. Ich bin noch nicht sehr weit damit gekommen, weil das Ganze noch ziemlich unstrukturiert ist. Dieser Blog wird ausgebaut. Hier werden Fotos, aktuelle Meldungen und besser recherchierte Hintergründe kommen.

Das ist dieser Blog, in dem ihr gerade lest - Erscheinungsweise viel zu unregelmäßig, das gebe ich zu. Meine Arbeit, private Hintergründe dazu, Einiges über meine Lektüre, meine Pläne, meine Pannen und Hoffnungen - es mag sporadisch aussehen, aber viele von Euch haben mir zu verstehen gegeben, dass diese Buntheit gut ankommt. Es wird wieder mehr über Bücher zu lesen geben, Schreibtipps und Links, aber auch Privates. Was bisher fehlte, ist die Regelmäßigkeit. Es wird also jeden Montag einen ausführlichen Hauptbeitrag geben (vielleicht auch schon am Sonntagabend), und zur Mitte der Woche einen kleineren Beitrag - eine Buchvorstellung oder einen Beitrag aus meiner Serie "Auf meinem Schreibtisch", die ich gerade vorbereite.

Wo war noch gleich mein Laptop? Ah, da!
(um Irrtümern vorzubeugen: Aufnahme ist von pixabay)
Auf meinem Schreibtisch

Da tummeln sich diverse Gegenstände - ein Leuchtturm, Steine und Muscheln, ein Nachttopf, in dem meine Stifte stehen, ein Richterhämmerchen, ein paar Bücher - die Zusammenstellung wechselt, aber viele Dinge haben ihre eigene Geschichte, und die werde ich in Wort und Bild vorstellen. Manchmal wird sogar eine Geschichte aus meinem Leben daraus. Es wird also pro Woche zwei Beiträge geben, auf die ihr Euch freuen könnt. Und als Bonus einen Link der Woche!





Mittwoch, 27. Januar 2016

Die Katastrophe




Alles weg!

Ich brauchte ein paar Sekunden, um zu begreifen, was da passierte. Während ich dabei war, Sicherungskopien meiner Arbeitsdateien auf eine externe Festplatte zu schieben, begannen plötzlich meine Icons auf dem Desktop einer nach dem anderen zu verschwinden - Programme, Links zu den aktuellen Arbeitsdateien usw. Sofort versuchte ich, den Kopiervorgang abzubrechen - ging nicht. PC herunterfahren - ging nicht. Ich war schon in Panik, als mir einfiel: Netzstecker! Ich schaltete sofort die ganze Steckerleiste ab. Puh!

Quelle: www.pixabay.com - Danke!
















Ich wartete einen Moment, bis ich wagte, den PC wieder einzuschalten. Drei Viertel aller Icons waren verschwunden. Die anderen reagierten nicht. Nun, dachte ich, das sind ja in erster Linie Links. Die Programme und Dateien müssten ja noch da sein.
Ich ließ zuerst einen Virenscanner laufen, bevor ich etwas anderes anfing. Ich habe zwar einen, der ständig mitläuft, wenn ich online bin - der kostet Geld und ist es normalerweise auch wert, reicht offensichtlich aber nicht. Nun musste erst einmal die Festplatte gereinigt werden. Es fanden sich gleich zwei der bösartigen Angreifer und wurden getilgt.

Noch zu retten?
Jetzt versuchte ich, über die Dateiverwaltung, meine Dateien aufzurufen. Weg! Ganze Verzeichnisse waren leer, andere in „Links“ verwandelt, die offenbar irgendwo hin in die Weiten des Webs gegangen waren. Anzuklicken waren sie nicht.
Langsam wurde mir klar, dass Vieles wirklich verschwunden war. Zuerst Programme, die ich zuletzt verwendet hatte. Word. Excel. Grafikprogramme. Ein kompletter, kürzlich erst begonnener Sprachkurs.
Dann die Dateien, an denen ich gearbeitet hatte. Alles, was mit Word oder Excel in den letzten Tagen bearbeitet worden war.
Waren die vielleicht nur in andere Verzeichnisse verschoben? Nach stundenlangem Suchen, die ganze Nacht, war mir klar - da brauch ich Hilfe.
Und die brachte mir Klarheit: Weg ist weg. Nichts mehr da. Futsch. Verloren.

Quelle: pixabay.com - Danke!



















Zum Glück waren da die Sicherungsdateien. Word und Excel sind wieder auf der Festplatte, und fast alle Arbeiten. Meine Linkliste, mühselig angelegt, ist gestorben. Meine Kontaktadressen! Zum Glück gibt es noch externe Listen bei t-online und gmx, damit lässt sich eine neue aufbauen. Doch mehrere aktuelle Arbeitsdateien sind nicht mehr ganz aktuell - lediglich auf einem älteren Stand. Offenbar hat der Schädling auch auf die Festplatte zugegriffen, auf die ich gerade speicherte. Mehrere Word-Dateien sind dort verschwunden, Excel-Dateien komplett. Korrespondenz! Buchführung! Wahrscheinlch hat die Schadsoftware „gewartet“, bis ich die Datensicherung machte, um erst in diesem Moment zuzuschlagen.
Tagelang war ich wie gelähmt. Was sollte ich denn jetzt machen? Da sind Terminarbeiten, die zum Teil schon überfällig sind! Romanablieferungen. Steuererklärung. Und jetzt blockierte ich erstmal total. Der Berg Arbeit, der vor mir lag, schien unüberwindlich.

Neuanfang
Aber es muss weitergehen. Ich erfasse die Buchführungsbelege neu. Ich schreibe an den Geschichten da weiter, wo sie vor einiger Zeit unfertig gesichert worden waren. Wenigstens etwas. Ein enormer Zeitverlust, aber immerhin ist nicht alles verloren. Und Datensicherung wird jetzt doppelt gemacht - auf der externen Platte und auf DVD. Hinter allem noch die große Frage: Wie konnte das passieren? Ein Virus kommt nicht von allein. Der ist von irgendwem hergestellt und auf die Reise geschickt worden, um möglichst großen Schaden anzurichten. Wer macht so was? Schüler, die sich einen Spaß erlauben? Der russische oder rumänische Geheimdienst? Da geraten wir jetzt in den Bereich der Verschwörungstheorien.

Stau in Manila - aber es geht weiter... (eigene Aufnahme)