Gestern und heute habe ich mich damit befasst, wie E-Books (oder, wie Frieling sagt, "Elektrobücher" im Gegensatz zu "Holzbücher" – ich mag diese beiden Begriffe übrigens sehr) erstellt werden – viel technischer Kleinkram, aber wenn man sich zunächst einmal auf eine Sorte konzentriert, wie ich es mit "Kindle"-Books machen will, kann man damit erst einmal damit Erfahrungen sammeln und sein Wissen später auf andere Systeme ausdehnen. Das raten auch die Bücher, die ich zur Zeit parallel lese, einmal das erwähnte "Wie veröffentliche ich ein E-Book auf Amazon.de?" von W.R. Frieling sowie "99 Tipps zur eBook-Erstellung" (Kindle-Version) von Wilfred Lindo – beide kann man natürlich als E-Book bei Amazon günstig kaufen, und wer noch kein Lesegerät hat, kann sich, wie gesagt, dort eine Simulation für den PC herunterladen. Praktisch und sehr einfach zu bedienen. Sollte man wenigstens mal probiert haben, wenn man da mitreden will.
Was ich heute als mein Tagesresümee mit in den Schlaf nehme, ist die Wichtigkeit des Marketings. Das läuft anders als das Marketing für "Holzbücher", man muss nicht nur seine Freunde einspannen, sondern sich auch virtuelle Freunde, Fans und Anhänger im Internet suchen. Facebook, das für mich privat als etwas absolut Gefährliches ist, stellt beruflich einen großen Gewinn dar – es kommt immer darauf an, wie man es benutzt und was man dort der Öffentlichkeit bietet. Ebenso Twitter – davon hatte ich nun überhaupt noch keine Ahnung. Immerhin bin ich in der "Steinzeit" des Rechenschiebers aufgewachsen – meinen ersten Taschenrechner, ein primitives Gerät, das es heute als Werbegeschenk gibt, habe ich für viel Geld im Alter von 25 erworben. Insofern möge man mir verzeihen, wenn ich hier manche heutige Selbstverständlichkeit als kleines Weltwunder beschreibe.
Heute war also noch Twitter dran. Was soll ich damit? Aber das ist etwas ganz Praktisches, und ich werde mich wohl daran gewöhnen. Was man mit Twitter anfangen kann, findet man im "Gründerlexikon" erklärt, und wie es funktioniert, erklären diverse Filmchen auf "Youtube" (bei Bedarf einfach rechts neben dem zuerst erscheinenden Film weitere Beispiele anklicken).
Ach, und morgen ist Valentins-Tag!
Beiträge über Alltag und Arbeit, über meine Bücher und mein Leben. Wenn die Kommentare nicht klappen, bitte über das Kontaktformular senden. Wenn im Betreff "Kommentar" steht, füge ich ihn ein.
Montag, 13. Februar 2012
Sonntag, 12. Februar 2012
Kindle E-Book: Ein Versuch (1)
(Wer den Artikel über Bethel sucht, findet ihn weiter unten)
Schon seit einiger Zeit denke ich darüber nach, einmal die Veröffentlichung eines meiner Bücher als E-Book zu versuchen. Nun kann das keine x-beliebige alte Erzählung sein, die ich vielleicht überarbeite, sondern eher ein Sachthema, für das meine Agentur nicht zuständig ist. Es geht mir ja in erster Linie darum, einfach auszuprobieren, wie das elektronische Publizieren funktioniert und ob man dabei etwas verdienen kann. Ein erstes Umsehen bei Amazon hat in den letzten Tagen und Wochen ergeben, dass es nicht genügt, einfach eine Textdatei hochzuladen und dann abzuwarten, ob Gelder aufs Konto fließen. Themen habe ich, und ich glaube, ich probiere es mal mit einem Text, der schon weitgehend fertig ist – ich denke mal an meine Reise nach Manila und Ilocos Norte im Jahr 2009. Ich habe ja die Reiseblog-Einträge, die ich ohnehin mal um einige Fakten und Details ergänzen wollte, um sie interessanter zu machen. Ich habe Freunde, die sich dafür interessieren, aber ich verspreche mir keine Riesen-Auflage davon.
Ich will versuchen, hier nach und nach zu berichten, wie ich vorankomme. Ich habe in der letzten Zeit schon einige Schritte unternommen – ich habe mir zuerst den "Kindle für PC" bei Amazon kostenlos heruntergeladen, um mich damit vertraut zu machen – man findet das Kindle auf der entsprechenden Amazon-Seite zum Selbstinstallieren: Hier.
Dann muss man sich natürlich daran gewöhnen, am Bildschirm zu lesen (oder später mal auf einem tragbaren Lesegerät) – das kann man gut mit einem der zahlreichen preiswerten Titel, die es bereits als E-Book gibt, oder mit einem Gratis-Download. Amazon bietet zahlreiche Klassiker und gemeinfreie Bücher an, und es lohnt sich, in den Verzeichnissen zu stöbern. Ich habe mir im Laufe der Zeit eine kleine elektronische Bibliothek zugelegt (nicht nur von Amazon, sondern auch von "Gutenberg" (mit nur einem t) (http://www.gutenberg.org/) und getestet, wie gut ich damit zurechtkomme. Ich muss mich noch damit abfinden, keine Seitenzahlen zu haben, und bevor ich die Fußzeile in der Großansicht noch nicht entdeckt hatte, wusste ich auch nicht, wie weit ich im jeweiligen Text war. Mir fehlt auch das Haptische, das Anfassen und Fühlen von Papier, von guter Verarbeitung. Aber nach allem, was man liest, werden die E-Book-Leser immer mehr, und dieses Publikum sollte man als Autor nicht außer acht lassen. Ich werde weiterhin Beides tun: E-Books und herkömmliche Bücher lesen.
Wie gehe ich nun weiter vor? Ich habe mich erst einmal kundig gemacht, wie das Publizieren von E-Books praktisch vonstatten geht, und konzentriere mich erst einmal auf Kindle, auch wenn niemand sagen kann, welches System sich letztendlich durchsetzen wird. Ich habe mir zu diesem Thema drei E-Books gekauft (ich lade mir ja nicht nur Kostenloses runter): "Wie veröffentliche ich ein E-Book auf Amazon.de?" von W.R. Frieling, welches mir im Moment das Wichtigste ist, da es die genaue Anleitung bietet, wie ich praktisch vorgehen kann, und das auf wichtige Dinge hinweist, die es zu berücksichtigen gilt, von der ISBN bis hin zum Marketing, alles gut verständlich geschildert.
Jetzt mache ich mir Gedanken über Titel und Titelbild. Ich habe etwa tausend Fotos auf der damaligen Reise gemacht, da wird sich schon etwas geeignetes finden, das plakativ genug für ein Titelbild ist, Interesse weckt und auch in der briefmarkengroßen Verkleinerung noch wirkt.
Wie's weitergeht – demnächst an dieser Stelle.
Schon seit einiger Zeit denke ich darüber nach, einmal die Veröffentlichung eines meiner Bücher als E-Book zu versuchen. Nun kann das keine x-beliebige alte Erzählung sein, die ich vielleicht überarbeite, sondern eher ein Sachthema, für das meine Agentur nicht zuständig ist. Es geht mir ja in erster Linie darum, einfach auszuprobieren, wie das elektronische Publizieren funktioniert und ob man dabei etwas verdienen kann. Ein erstes Umsehen bei Amazon hat in den letzten Tagen und Wochen ergeben, dass es nicht genügt, einfach eine Textdatei hochzuladen und dann abzuwarten, ob Gelder aufs Konto fließen. Themen habe ich, und ich glaube, ich probiere es mal mit einem Text, der schon weitgehend fertig ist – ich denke mal an meine Reise nach Manila und Ilocos Norte im Jahr 2009. Ich habe ja die Reiseblog-Einträge, die ich ohnehin mal um einige Fakten und Details ergänzen wollte, um sie interessanter zu machen. Ich habe Freunde, die sich dafür interessieren, aber ich verspreche mir keine Riesen-Auflage davon.
Ich will versuchen, hier nach und nach zu berichten, wie ich vorankomme. Ich habe in der letzten Zeit schon einige Schritte unternommen – ich habe mir zuerst den "Kindle für PC" bei Amazon kostenlos heruntergeladen, um mich damit vertraut zu machen – man findet das Kindle auf der entsprechenden Amazon-Seite zum Selbstinstallieren: Hier.
Dann muss man sich natürlich daran gewöhnen, am Bildschirm zu lesen (oder später mal auf einem tragbaren Lesegerät) – das kann man gut mit einem der zahlreichen preiswerten Titel, die es bereits als E-Book gibt, oder mit einem Gratis-Download. Amazon bietet zahlreiche Klassiker und gemeinfreie Bücher an, und es lohnt sich, in den Verzeichnissen zu stöbern. Ich habe mir im Laufe der Zeit eine kleine elektronische Bibliothek zugelegt (nicht nur von Amazon, sondern auch von "Gutenberg" (mit nur einem t) (http://www.gutenberg.org/) und getestet, wie gut ich damit zurechtkomme. Ich muss mich noch damit abfinden, keine Seitenzahlen zu haben, und bevor ich die Fußzeile in der Großansicht noch nicht entdeckt hatte, wusste ich auch nicht, wie weit ich im jeweiligen Text war. Mir fehlt auch das Haptische, das Anfassen und Fühlen von Papier, von guter Verarbeitung. Aber nach allem, was man liest, werden die E-Book-Leser immer mehr, und dieses Publikum sollte man als Autor nicht außer acht lassen. Ich werde weiterhin Beides tun: E-Books und herkömmliche Bücher lesen.
Wie gehe ich nun weiter vor? Ich habe mich erst einmal kundig gemacht, wie das Publizieren von E-Books praktisch vonstatten geht, und konzentriere mich erst einmal auf Kindle, auch wenn niemand sagen kann, welches System sich letztendlich durchsetzen wird. Ich habe mir zu diesem Thema drei E-Books gekauft (ich lade mir ja nicht nur Kostenloses runter): "Wie veröffentliche ich ein E-Book auf Amazon.de?" von W.R. Frieling, welches mir im Moment das Wichtigste ist, da es die genaue Anleitung bietet, wie ich praktisch vorgehen kann, und das auf wichtige Dinge hinweist, die es zu berücksichtigen gilt, von der ISBN bis hin zum Marketing, alles gut verständlich geschildert.
Jetzt mache ich mir Gedanken über Titel und Titelbild. Ich habe etwa tausend Fotos auf der damaligen Reise gemacht, da wird sich schon etwas geeignetes finden, das plakativ genug für ein Titelbild ist, Interesse weckt und auch in der briefmarkengroßen Verkleinerung noch wirkt.
Wie's weitergeht – demnächst an dieser Stelle.
Samstag, 11. Februar 2012
Briefmarken für Bethel
Als ich 13 oder 14 war, hörte ich zum ersten Mal etwas von "Bethel", kann sein, dass es im Konfirmandenunterricht war. Damals war ich noch Mitglied der Kirche, weil meine Eltern meinten, das gehöre sich so. Eine große Behinderten-Einrichtung, dachte ich damals - eine von vielen. Ich stellte mit unter "Behinderten" eigentlich nur Kriegsversehrte vor, denn die gab es in meiner Jugend ja zuhauf - Leute, die ein Bein oder beide verloren hatten, oder einen Arm (wie mein Zeichenlehrer, der mit einer ledernen Hand äußerst geschickt an der Tafel Schraffuren und andere Zeichen-Tricks erklärte, und dessen prothetische hrfeigen besonders gefürchtet wurden), und es lief auch schon mal die eine oder andere Spendenaktion, bei der wir Jugendlichen sammeln halfen. Das Stanniol-"Papier" von Scholkoladentafeln wurde zu Kugeln geballt und in einem Nebenraum der Kirche in Kartons gesammelt und dann irgendwohin zum Einschmelzen geschickt, für einen Rollstuhl. In meiner damaligen Vorstellung entstand der Rollstuhl direkt durch Einschmelzen und Formen - der Umweg über den Erlös kam mir gar nicht in den Sinn.
Ganz besonders "scharf" war der damalige Pfarrer auf gebrauchte Briefmarken. Im Gemeinderaum stand eine Art Aquarium, eine Riesenspardose, in die man die ausgeschnittenen Briefmarken aus seiner Privatpost einwerfen konnte, und einmal oder zweimal im Jahr ging dann ein dickes Paket an Bethel. Ich konnte mir damals noch nicht vorstellen, wie die Behindertenarbeit wohl aussah.
Die Gewohnheit ist aber geblieben. Jedes Jahr packe ich im Winter ein Päckchen mit den übers Jahr gesammelten Marken. Da immer mehr elektronische Post kommt, werden die Päckchen leider immer kleiner, aber ich pflege auch noch richtige Korrspondenzen, und ich bitte meine Briefpartner oft, mir die ausgeschnittenen Marken ihrer Antwort wieder beizulegen. Oft werde ich gefragt, wozu, und ich kann da mittlerweile auf eine Internet-Seite verweisen.
Heute habe ich wieder ein solches Päckchen mit gesammelten Briefmarken für Bethel fertig gemacht und abgeschickt. Als Schriftsteller bekommt man ja immer noch eine Menge Briefpost, und manchmal sind hübsche Sondermarken dabei, über die Sammler sich freuen. Man kann sie, wenn sie nicht geknickt oder angerissen sind, mit breitem Rand ausschneiden, aufheben und sie also, wenn sich der Versand lohnt, nach Bethel (http://www.bethel.de/) schicken. Aber auch normale Alltags-Briefmarken werden dankbar genommen, denn der Verkauf geht auch ins Ausland. Was die Bethel-Stiftung sonst noch alles macht, erfährt man ausführlich auf deren Homepage.
Der Erlös aus dem Verkauf dieser gestempelten Briefmarken fließt, wie gesagt, ein in die Behindertenarbeit – unter anderem wurden davon bereits mehrere Arbeitsplätze geschaffen.
Wer sich direkt über die Verwendung der Briefmarkenspenden informieren will, kann das hier tun.
Ganz besonders "scharf" war der damalige Pfarrer auf gebrauchte Briefmarken. Im Gemeinderaum stand eine Art Aquarium, eine Riesenspardose, in die man die ausgeschnittenen Briefmarken aus seiner Privatpost einwerfen konnte, und einmal oder zweimal im Jahr ging dann ein dickes Paket an Bethel. Ich konnte mir damals noch nicht vorstellen, wie die Behindertenarbeit wohl aussah.
Die Gewohnheit ist aber geblieben. Jedes Jahr packe ich im Winter ein Päckchen mit den übers Jahr gesammelten Marken. Da immer mehr elektronische Post kommt, werden die Päckchen leider immer kleiner, aber ich pflege auch noch richtige Korrspondenzen, und ich bitte meine Briefpartner oft, mir die ausgeschnittenen Marken ihrer Antwort wieder beizulegen. Oft werde ich gefragt, wozu, und ich kann da mittlerweile auf eine Internet-Seite verweisen.
Heute habe ich wieder ein solches Päckchen mit gesammelten Briefmarken für Bethel fertig gemacht und abgeschickt. Als Schriftsteller bekommt man ja immer noch eine Menge Briefpost, und manchmal sind hübsche Sondermarken dabei, über die Sammler sich freuen. Man kann sie, wenn sie nicht geknickt oder angerissen sind, mit breitem Rand ausschneiden, aufheben und sie also, wenn sich der Versand lohnt, nach Bethel (http://www.bethel.de/) schicken. Aber auch normale Alltags-Briefmarken werden dankbar genommen, denn der Verkauf geht auch ins Ausland. Was die Bethel-Stiftung sonst noch alles macht, erfährt man ausführlich auf deren Homepage.
Der Erlös aus dem Verkauf dieser gestempelten Briefmarken fließt, wie gesagt, ein in die Behindertenarbeit – unter anderem wurden davon bereits mehrere Arbeitsplätze geschaffen.
Wer sich direkt über die Verwendung der Briefmarkenspenden informieren will, kann das hier tun.
Mittwoch, 1. Februar 2012
Kulturblog der Buchhandlung Jastram in Ulm
Jeden Morgen, wenn ich den PC einschalte und erst einmal meine Mails abrufe, werde ich von der E-Mail aus dem Kulturblog der Ulmer Buchhandlung Jastram begrüßt. Zuerst gibt es Hinweise auf Geburtstage von bekannten oder (mir) unbekannten Literaten, dann einen Buchtipp oder mehrere, meist ganz persönlich gehalten. Manchmal fühle ich mich erinnert an Bücher, die ich vor langer Zeit mal gelesen habe und die wieder neu erschienen sind, mal werde ich auf hübsche Kinderbücher oder interessante Hörbücher aufmerksam gemacht. Es gibt gelegentlich auch Gedichte oder Fotos vom Wetter draußen, oder es gibt Links zu ausführlicheren Besprechungen, z.B. im Deutschlandradio.
Heute gab es gleich mehrere Tipps, unter anderem den Hinweis auf "Wozu lesen" von Charles Dantzig, erschienen im Steidl-Verlag. Der Verlag wird zitiert: "Das leidenschaftliche Plädoyer eines Granden der französischen Kulturszene für die Lektüre in einer von Bildern dominierten Welt. Elegant und charmant wirbt er für die Literatur als Stimulanz unserer Intelligenz und als Schlüssel zur Welt."
Werde ich mir besorgen. Sicher auch ein schönes Geschenk!
Ich sag hier mal Danke für die netten Morgengrüße, die mich jeden Tag erreichen!
http://jastramkulturblog.wordpress.com/
- Da kann man den Newsletter abonnieren.
Heute gab es gleich mehrere Tipps, unter anderem den Hinweis auf "Wozu lesen" von Charles Dantzig, erschienen im Steidl-Verlag. Der Verlag wird zitiert: "Das leidenschaftliche Plädoyer eines Granden der französischen Kulturszene für die Lektüre in einer von Bildern dominierten Welt. Elegant und charmant wirbt er für die Literatur als Stimulanz unserer Intelligenz und als Schlüssel zur Welt."
Werde ich mir besorgen. Sicher auch ein schönes Geschenk!
Ich sag hier mal Danke für die netten Morgengrüße, die mich jeden Tag erreichen!
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Donnerstag, 19. Januar 2012
Digitalisierung und Plagiate
Wie das Magazin "buchreport" meldet, tauchen in der Selfpublishing-Plattform "kindle" verstärkt Plagiate auf – da werden Texte geklaut und mit anderem Titel versehen, ältere (gemeinfreie) Texte unter reißerischem neuen Titel auf den Markt gebracht oder einfach Wikipedia-Artikel zu einem bestimmten Thema zusammengestellt und als "neues" Sachbuch angeboten. Diese dreiste Erscheinung schwappt aus den USA und England mittlerweile bereits zu uns herüber. Welches Ausmaß das angenommen hat und wo man sich melden kann, wenn man auf diese Weise hereingelegt worden ist, erfahrt ihr im "buchreport" online.
Diese Art von unmittelbarem geistigem Diebstahl ist nicht die einzige Gefahr des "digitalen Wandels". Zur Zeit gibt es Kampagnen von den Grünen, der Piratenpartei und diversen Interessenverbänden, die zum Teil frontale Angriffe auf das Urheberrecht darstellen. Der Verband deutscher Schriftsteller und zahlreiche andere Organisationen von Kulturschaffenden kämpfen gemeinsam im Deutschen Kulturrat gegen die teils offenen, teils schleichenden Versuche, die Kulturschaffenden zu enteignen:
Zum Thema kostenlos zum Download das Buch des Deutschen Kulturrates "Digitalisierung: Kunst und Kultur 2.0" (pdf-Datei). Die gedruckte Version des Buches ist für 14,90 Euro über jede Buchhandlung (ISBN 978-3-934868-25-0) und über Amazon.de lieferbar.
Diese Art von unmittelbarem geistigem Diebstahl ist nicht die einzige Gefahr des "digitalen Wandels". Zur Zeit gibt es Kampagnen von den Grünen, der Piratenpartei und diversen Interessenverbänden, die zum Teil frontale Angriffe auf das Urheberrecht darstellen. Der Verband deutscher Schriftsteller und zahlreiche andere Organisationen von Kulturschaffenden kämpfen gemeinsam im Deutschen Kulturrat gegen die teils offenen, teils schleichenden Versuche, die Kulturschaffenden zu enteignen:
Zum Thema kostenlos zum Download das Buch des Deutschen Kulturrates "Digitalisierung: Kunst und Kultur 2.0" (pdf-Datei). Die gedruckte Version des Buches ist für 14,90 Euro über jede Buchhandlung (ISBN 978-3-934868-25-0) und über Amazon.de lieferbar.
(Quelledes markierten Abschnitts: Mail von Dr. Thomas Kraft, Landesvorsitzender des bayrischen VS)
Donnerstag, 12. Januar 2012
Viel geschafft!
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Viel Arbeit hebt offenbar die Stimmung. Ich arbeite fast den ganzen Tag, mal werde ich um 4 Uhr, mal um 6 in der Frühe wach, arbeite bis zum (späten) Frühstück, dann kommt noch einmal eine nicht mehr ganz so ergiebige Phase, nach dem Mittagessen lege ich mich hin, um dann ausgeschlafen noch einmal fleißig zu sein. Das Ziel: eine schönere und größere Wohnung - unter anderem. Habe heute wieder etliche Bücher aussortiert, die ich nicht nochmal lese und von denen ich mich deshalb trenne. Bei Booklooker habe ich zur Zeit über 400 Bücher im Angebot, darunter eine Menge Krimis und Thriller sowie rund 50 englischsprachige Titel. Wird Zeit, dass ich hier Platz kriege! Das Geld kommt ganz konservativ in die Spardose - für voraussichtliche Umzugskosten. Wenn wir denn etwas Preiswertes finden!
Dienstag, 10. Januar 2012
Arbeiten unter Zeitdruck
Manchmal geht mir die Arbeit wirklich schwer von der Hand. Ich quäle mich durch die Geschichte, die Dialoge werden zäh, die Beschreibungen hölzern, und ich schaffe nicht mehr als zwei oder drei Seiten am Tag. Irgendwann merke ich, dass der Abliefertermin näher rückt, oder es passiert etwas anderes, das mir die Zeit plötzlich knapp wird, zum Beispiel ein weiterer Auftrag oder ein gähnend leerer Kontostand – dann klappt es mit einem Male: Die Ideen und Formulierungen fließen plötzlich, ich schreibe erheblich schneller, überschreite mein Tagessoll – die Dialoge werden flüssiger, die Beschreibungen plastischer. Je mehr ich an einem Tag schaffe (und das kann mitunter sogar mehr sein, als ich sonst in zwei oder drei Wochen geschafft habe). Der Text hat dann vielleicht mehr Tippfehler, aber die lassen sich beim Korrigieren leicht ausmerzen – und der Korrekturdurchgang hat den Vorteil, dass mir zudem noch stilistische oder inhaltliche Verbesserungen einfallen. Manchmal denke ich am Morgen, wenn ich meine Arbeitsleistung ins Kontrollbüchlein eintrage: Mensch, wenn ich das jeden Tag schaffen könnte, was ich gestern geschafft habe, dann hätten wir keine Geldsorgen. Ich müsste eigentlich ständig unter Zeitdruck arbeiten. Zum Glück schreibe ich gerade an zwei verschiedenen Texten, habe einen Korrekturauftrag, zwei Exposé-Anforderungen und eine Menge Lektüre, die ich als Mitglied einer Jury zu lesen habe. Heute bin ich kurz nach vier am Morgen aufgestanden und habe jetzt schon, um halb zehn, deutlich mehr als die übliche Tagesleistung geschafft. Aber jetzt – weiter, weiter, weiter!
Sonntag, 8. Januar 2012
Neue Besprechung: Das Attentat des Herrn Hauber
Heute bekam ich eine Mail, in der ich auf eine Besprechung des Buches hingewiesen wurde, das ich letztes Jahr zusammen mit Heinz Keller geschrieben habe. im "Blogsburg" schreibt die Journalistin Heidi Jovanovic aus persönlicher Sicht über "Das Attentat des Herrn Hauber". Vielen Dank! Und dem "Blogsburg"-Blog wünsche ich viele interessierte Leser aus Augsburg und anderswo.
Montag, 2. Januar 2012
Verdammte Laubbläser!
Ich verfluche diese Lärmrohre mit Benzinmotor!
Im benachbarten Wohnblock hat der Hausmeister so ein Ding, und jeden zweiten oder dritten Vormittag pustet er damit die am Boden liegenden Blätter irgendwo zu einem Laubhaufen zusammen und lässt diesen dann liegen, ohne ihn zu entsorgen, so dass beim nächsten stärkeren Wind das Laub wieder verteilt wird. Der Lärm des Benzinmotors hallt zwischen den Häusern. Irgendwann nach zwei, drei Stunden ist er fertig. Dann steht er da und schaut sich stolz seinen Laubhaufen an. Kurze Zeit später ist das Motorgeräusch dann von der anderen Seite des Wohnblocks zu hören. Das wird wohl den ganzen Winter so gehen. Auf den Bäumen ist kein Laub mehr zu sehen, aber am Boden gibt es immer genug, um es erneut zusammenzutreiben. Tja, und bald kommt der Frühling – da bekommen Bäume und Büsche frische Blätter, und irgendwann wachsen dann auch die Zweige. Zeit, um mit einer Motorschere oder Säge die Kronen der Büsche und Bäume exakt kugelförmig zurecht zu schneiden. Das passiert dann den ganzen Sommer über mehrmals. Rund müssen sie sein, ohne dass irgendwelcher natürliche Wuchs das Bild stört. Was geht im Kopf von so einem Menschen vor? Befriedigt ihn etwa diese Laubblaserei und das Sträucherschneiden? Der Architekt hat vor vierzig oder mehr Jahren das Bild der Siedlung so gezeichnet, mit kugelrunden Baumkronen und Büschen, und so muss es immer aussehen. Wie auf dem Reißbrett.
Dass der Lärm der Motorgeräte, vor allem des sinnlosen Laubbläsers, einem auf die Nerven geht, war wahrscheinlich nicht geplant, ist aber offenbar nicht abzuwenden. Ich kann in diesen Stunden nicht arbeiten, sondern ärgere mich, werde nervös, wütend, aggressiv. Kann die Stadt nicht durch eine Satzung die Laubbläser verbieten, wenigstens in Wohngebieten? Kann sie nicht, habe ich erfahren. Angeblich brächte man damit den Berufsstand der Hausmeister um seine Existenz, und außerdem ist der Geräuschpegel unter dem eines ICE-Zugs oder eines startenden Flugzeugs, also noch im Rahmen des Erlaubten. Na ja. Da ich schlechte Augen habe, lohnt sich für mich kein Kursus im Armbrustschießen, also gibt es für mich nur eine Möglichkeit, diesem Laubbläserkrach zu entgehen: Ich ziehe neben eine Gaststätte mit Biergarten. Da hört man die Laubbläser nicht.
Im benachbarten Wohnblock hat der Hausmeister so ein Ding, und jeden zweiten oder dritten Vormittag pustet er damit die am Boden liegenden Blätter irgendwo zu einem Laubhaufen zusammen und lässt diesen dann liegen, ohne ihn zu entsorgen, so dass beim nächsten stärkeren Wind das Laub wieder verteilt wird. Der Lärm des Benzinmotors hallt zwischen den Häusern. Irgendwann nach zwei, drei Stunden ist er fertig. Dann steht er da und schaut sich stolz seinen Laubhaufen an. Kurze Zeit später ist das Motorgeräusch dann von der anderen Seite des Wohnblocks zu hören. Das wird wohl den ganzen Winter so gehen. Auf den Bäumen ist kein Laub mehr zu sehen, aber am Boden gibt es immer genug, um es erneut zusammenzutreiben. Tja, und bald kommt der Frühling – da bekommen Bäume und Büsche frische Blätter, und irgendwann wachsen dann auch die Zweige. Zeit, um mit einer Motorschere oder Säge die Kronen der Büsche und Bäume exakt kugelförmig zurecht zu schneiden. Das passiert dann den ganzen Sommer über mehrmals. Rund müssen sie sein, ohne dass irgendwelcher natürliche Wuchs das Bild stört. Was geht im Kopf von so einem Menschen vor? Befriedigt ihn etwa diese Laubblaserei und das Sträucherschneiden? Der Architekt hat vor vierzig oder mehr Jahren das Bild der Siedlung so gezeichnet, mit kugelrunden Baumkronen und Büschen, und so muss es immer aussehen. Wie auf dem Reißbrett.
Dass der Lärm der Motorgeräte, vor allem des sinnlosen Laubbläsers, einem auf die Nerven geht, war wahrscheinlich nicht geplant, ist aber offenbar nicht abzuwenden. Ich kann in diesen Stunden nicht arbeiten, sondern ärgere mich, werde nervös, wütend, aggressiv. Kann die Stadt nicht durch eine Satzung die Laubbläser verbieten, wenigstens in Wohngebieten? Kann sie nicht, habe ich erfahren. Angeblich brächte man damit den Berufsstand der Hausmeister um seine Existenz, und außerdem ist der Geräuschpegel unter dem eines ICE-Zugs oder eines startenden Flugzeugs, also noch im Rahmen des Erlaubten. Na ja. Da ich schlechte Augen habe, lohnt sich für mich kein Kursus im Armbrustschießen, also gibt es für mich nur eine Möglichkeit, diesem Laubbläserkrach zu entgehen: Ich ziehe neben eine Gaststätte mit Biergarten. Da hört man die Laubbläser nicht.
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