Didis Bücherturm

Donnerstag, 29. Mai 2014

Wieder zurück!

Bin von der Reise zurück - voller Erlebnisse und neuer Erfahrungen. Anfang kommender Woche ist dieser Blog also wieder "aktiv". Hier ein Abschiedsfoto, vor wenigen Tagen in Malingay (Ilocos Norte) gemacht...

Montag, 14. April 2014

Groschenromane in China

Gerade wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es auf "Tagesschau.de" einen interessanten Beitrag über Groschenromane in China gibt. Eine gigantische Industrie. Gelesen wird online, meist per Handy, und die Autoren müssen ihren Fans ständig nachliefern, sonst sind sie in der Flut Tausender von Schreiberlingen schnell vergessen. Lest hier selbst (solange der Beitrag noch auf der Seite vorhanden ist).

Samstag, 5. April 2014

Wie wird man als Autor reich?

Das ist eine Frage, die ich immer wieder gestellt bekomme (oder man sagt zu mir: "Du musst ja ungeheuer reich sein bei deinem Erfolg"). Jetzt habe ich im Blog der Kinderbuch-Autorin Antje Herden (Namen bitte Anklicken) eine Schilderung der tatsächlichen Lage der meisten Autoren und Autorinnen gefunden. Liebe Kollegin, das kann ich nur unterstreichen. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht!
Weiterhin viel Erfolg!

Montag, 17. Februar 2014

Gedanken zu Stephan Waldscheidt: Bessere! Romane! Schreiben!


Themen wie Creative Writing, Schreibschulen, Schreiblernbücher und Ähnlichem bin ich immer mit großer Skepsis begegnet. Die Kursleiter und Autoren solcher Bücher scheinen alles genau zu wissen und ich habe mich oft gefragt, warum davon, soweit ich weiß, kaum einer als Romanautor erfolgreich war. Ich kenn sogar jemanden, dessen Kurse recht beliebt sind, der aber, nach zwanzig Jahren Lehrtätigkeit, zum ersten Mal einen Roman veröffentlicht hat, den ich grottenschlecht fand. Das Buch liest sich hölzern, wie ein Lehrbuch, mit dem er seine Regeln beweisen will. Das Buch verkauft er praktisch nur in seinen Kursen (was auch ein Erfolg ist, den ich ihm durchaus gönne).
Nun, ich bin gottseidank Autodidakt; ich habe das Schreiben durch Lesen gelernt, wobei ich mit Enyd Blyton und Karl May angefangen habe. Nachdem ich nun rund fünfzig Jahre geschrieben und veröffentlicht habe - erst Kurzgeschichten und Erzählungen, dann „intellektuelle“ Fragmente, seit fünfundzwanzig Jahren aber fast nur noch Romane unter verschiedenen Pseudonymen (je nach Genre), von denen einige recht erfolgreich waren. Und nun schreibt mir ein Lektor, ich sollte mich doch mal mit den Tipps von James N. Frey befassen. Ich! Dabei fand ich schon dessen Buchtitel „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ ziemlich flapsig und zugleich arrogant. Aber - die Tipps waren gut. Ich hatte Einiges gefunden, was ich an meinen Romanen, meinen Plots, meinen Figuren verbessern konnte. Mit Erfolg. Also suchte ich im Internet nach ähnlichen, vielleicht sogar besseren Tipps.
Ich stieß auf Stephan Waldscheidt mit seinem Blog „schriftzeit.de“ und dadurch wiederum auf seine Schreibratgeber (in der Tat fand ich durch diesen Blog den Weg zu einer ungeheuren Menge toller Tipps). Bei Amazon besorgte ich mir einen davon, „Bessere! Romane! Schreiben!“ (ja, einen von denen mit der Sekretärin auf dem Titelbild - ich hoffte insgeheim, zu lernen, wie ich schneller tippen könnte, um noch mehr unterhaltsame Romane zu produzieren), und fand dann eine unterhaltsame, lockere, aber nicht flapsige Schreibe vor, mit zahlreichen wohlbegründeten und mit Beispielen belegten Tipps, die mich nur am Anfang an diesen Frey erinnerten (wahrscheinlich habe ich da ein Vorurteil gehabt), sich dann aber selbstständiger zeigten und eine Ausweitung und Ergänzung des Blogs zu sein scheinen. Es lohnt sich, dieses Buch (und wahrscheinlich auch andere von ihm) zu lesen und die Ratschläge zu beherzigen, die er gibt. Ich habe es mit Genuss getan, zumal etliche der Beispiele recht köstlich sind und sich deshalb im Gedächtnis verankern.
Insgesamt - für Anfänger wichtig, für erfahrene Autoren interessant, für Profis, die wissen, dass es immer noch etwas zu lernen gibt, einfach unerlässlich.
Alles Weitere unter diesem Link.
Der Preis ist durch den Umfang, mehr aber noch durch die Brauchbarkeit der Hinweise gerechtfertigt.

Freitag, 14. Februar 2014

Autobiografie: Der Anfang. Einstiegserlebnisse


Liebe Leserinnen und Leser,
manchmal dauert’s ein wenig mit den Beiträgen zum Thema „Autobiografie“. Die geplanten wöchentlichen Beiträge verzögern sich oft ganz schön, weil der Alltag mich zur Zeit auffrisst, meine Arbeitsstunden bis tief in die Nacht gehen und ich erst dann Zeit habe für Zusätzliches, obwohl ich dann eigentlich zu müde bin…

„Ich erblickte am 13.10. 1953 um 17.22 Uhr im Sankt Pankraz-Hospital in Oberwürmlingen das Licht der Welt und begrüßte sie mit einem Schrei. Die dicke Hebamme rief nach einer Schüssel mit warmem Wasser…“

Interessant, oder? Ich hätte an dieser Stelle bereits die Nase voll und würde das Buch beiseite legen. Auch ein Anfang wie dieser würde mich nicht reizen: „Meine erste Erinnerung gilt meinem Großvater. Er war ein alter Mann mit vielen Runzeln und Falten, die das Leben inklusive zweier Weltkriege in sein Gesicht geschrieben hatte…“

Wer kann sich schon an seine Geburt erinnern? Und wer konnte schon als Kleinkind wissen, dass sein Großvater im ersten Moment, an den man selbst sich an ihn erinnerte, bereits zwei Weltkriege hinter sich hatte?

Solche Anfänge gehen nur dann, wenn es sich eindeutig um Satire handelt, sonst versprechen sie nichts weiter als eine langweilige, klischeehafte Lektüre.

Genau wie bei einem Roman muss der Anfang einer Autobiografie (die ja auch meist wie ein Roman gelesen wird), spannend sein und den Leser in die Geschichte hineinziehen. Nimm also ein Ereignis, das irgendwann in deiner Kindheit passiert ist und einen markanten Moment schildert. Er muss nicht ganz am Anfang passiert sein, denn die Erinnerungen, die wir an unser Leben als Zwei- oder Dreijähriger haben, sind oft völlig überlagert von Dingen, die man uns erzählt hat oder die wir geträumt haben. Manche Träume sind nämlich so intensiv, dass wir uns in späteren Jahren als „erlebt“ an sie erinnern. Über die Qualität von echten oder scheinbaren Erinnerungen werde ich noch an späterer Stelle berichten. Selbst wenn wir zum Einstieg eine Szene aus dem Erwachsenenleben schildern, einen Bühnenauftritt, den wir als Musiker haben, eine schicksalhafte Begegnung, eine geliebte Person, der ich mein Leben schildere - man kann sogar eine richtige Rahmenhandlung daraus machen.

Manchmal bleiben uns aber Sachen ganz plastisch im Gedächtnis, und wir können sie erzählen, als wären sie gerade erst passiert. Ein solches Erlebnis taugt also eher für den Anfang. Man berichtet darüber und kann dann von dieser Stelle aus eine Rückblende auf die Zeit davor machen, auch wenn das ganze Buch ja eigentlich eine Rückblende ist. Beispiele: Man wird bei einem Streich erwischt, man erleidet einen Unfall, man zieht mit den Eltern in eine neue Wohnung usw.

Am besten wäre es, wenn man bereits an dieser Stelle einen Bezug zu seinem „Lebensthema“ fände, über das ich im nächsten Artikel etwas sagen möchte. Nur ein paar Beispiele - ein Krimineller, der über seine Karriere vom Autodieb zum Einbrecher berichtet, wird vielleicht von seinem ersten Diebstahl beim Kaufmann um die Ecke schreiben, ein Reiseschriftsteller vielleicht über seine erste abenteuerliche Fahrt mit der Deutschen Bahn, ein Fußballprofi könnte seine „Angst vor dem Ball“ als kleiner Junge schildern. Solche „Einstiegserlebnisse“ stimmen den Leser darauf ein, was noch kommt, und erzeugt auf diese Weise Spannung. Vielleicht überlegt sich der/die Eine oder Andere mal, was sein/ ihr Lebensthema ist. Arbeit? Liebe? Aufopferung? Parteimitgliedschaft? Die eigene Firma? Schreibt doch mal über das Kontaktformular oben rechts…

Hier der Link zum vorigen Beitrag dieser Reihe!

Kurzgeschichten schreiben

Gerade habe auf Twitter diesen Link zum Thema "Kurzgeschichten schreiben lohnt sich" erhalten und weiter getweetet: 

 

 

Phantastische Geschichten gesucht

Der „Verlag Torsten Low“ sucht für eine Anthologie phantastischer Geschichten Einsendungen zum Thema „Unheimliches Ungeziefer“. Der Ausschreibungstext hat mich angeregt, eine Geschichte über unseren lieben Kakerlakenhäuptling „Sir Henry Cockeridge“ aus dem kleinen Küchenschrank in unserer Turmwohnung in Manila zu schreiben. Ich wollte sie zuerst einsenden, dann überlegte ich mir die Bedingungen.
Na ja, die Veröffentlichung kostet nichts. Wäre ja noch schöner. Die Geschichten, die sich für eine Anthologie qualifizieren, werden sogar honoriert. Für alle, deren Beiträge veröffentlicht werden, gibt es 5% vom Verkaufspreis, was eh nicht viel ist, und dieser Betrag wird noch nach einem Seitenschlüssel an die beteiligten Autoren aufgeteilt. Aber immerhin - ein Honorar bietet heute nicht jeder Kleinverlag, und größere Verlage sparen sich den Aufwand ohnehin.
Man sollte aber nicht zu viel erwarten - Anthologien aus so gut wie unbekannten Verlagen verkaufen sich ziemlich schlecht. Aber hier gibt es ein Genre-Publikum, und möglicherweise kaufen ja auch die Mitautoren einige Exemplare. Außerdem ist das Ehepaar Low wohl sehr findig und engagiert, was das Vermarkten (z.B. durch persönliche öffentliche Auftritte) betrifft. Wo wären wir, wenn es nicht die mutigen Kleinverlage gäbe, die aus der Masse der Autoren die besseren herausfiltern würden und ihnen eine erste Plattform böten?
Vielleicht hätte ich meine Geschichte eingesandt, wenn da nicht diese Buy-Out-Bedingung wäre. Man tritt die Rechte an seiner Geschichte komplett ab, offensichtlich für immer und alle Zeiten. Von Nebenrechten (Übersetzung, filmische Adaption, Rückgabe der Rechte nach Ablauf einer bestimmten Zeit oder wenn die Anthologie vergriffen ist und nicht wieder aufgelegt wird, das Recht zur Verwertung als Grundlage für Hörspiele oder Verfilmung, elektronische Verbreitung etc.) ist nirgends die Rede. Also, da bin ich persönlich vorsichtig, aber das sollte jeder für sich entscheiden. Es besteht ja auch die Möglichkeit, beim Verlag nach den genaueren Bedingungen anzufragen. Für noch nicht bekannte Autor(inn)en ist hier sicher eine Chance, die auch noch honoriert wird, und man sollte den Nebeneffekt in Betracht ziehen - immerhin kann man danach auf eine Veröffentlichung verweisen und erwirbt sich mit einem guten Beitrag auch einen guten Namen, sofern das Umfeld der anderen Autoren ebenfalls gut ist. Aber das liegt in der Hand des Lektors / der Lektorin, der / die die Geschichten auswählt.
Hier der Link zurAusschreibung.
Termin: 1.5.2014

Mittwoch, 5. Februar 2014

In Arbeit!

Der angekündigte neue Beitrag zum autobiografischen Schreiben ist noch in Arbeit - bin im Moment voll ausgelastet mit einer schwierigen Korrektur. In meinem Bericht wird es diesmal darum gehen, wie man am besten seine Lebensbeschreibung anfängt (und wie besser nicht) - werde mich am Wochenende darüber hermachen.
Wer Fragen hat und mit der Kommentarfunktion nicht zurecht kommt, bitte das Kontaktformular rechts benutzen und anmerken, ob die Frage im Blog veröffentlicht werden darf.

Sonntag, 26. Januar 2014

Social Media für Autoren

Habe einen interessanten Blog gefunden, in dem die Nutzung von social media wie facebook, twitter, google+ usw. speziell für Autoren dargestellt ist. Hier ein Beispiel, wie man „Pinterest“ für sich selbst und seine Arbeit nutzen kann: SM4Writers. Hinweis: Es lohnt sich, die darin angegebenen weiterführenden Links zu nutzen.
Quelle: twitter@IstanbulPuzzle

Ein weiterer Tipp ist die Infografik zum Online-Marketing auf „unbounce.comunbounce.com“ - Die Grafik lässt sich durch mehrmaliges Anklicken stufenweise vergrößern.
Quelle: „Savy Writers“-Newsletter vom 14.1.2014