Didis Bücherturm

Samstag, 28. Juni 2014

Leichte Urlaubslektüre

Urlaubszeit! Da überlegt man natürlich, was man sich für Lektüre einpackt - für schattige Tage unterm Sonnenschirm oder lauschige Abende am Kamin des Hotels, während draußen der Regen niederrauscht. Zum Glück muss man heute keine schwere Bibliothek mit sich herumschleppen - ein E-Book-Reader tut’s auch (oder eine kostenlose Lese-App auf dem Laptop). Da lassen sich bequem zweihundert Bücher oder mehr unterbringen, ohne dass es ins Gewicht fällt. Ehrwürdige Literatur, gewiss, aber wenn man Urlaub hat, darf man auch Unterhaltsames lesen. Ich empfehle hier mal drei Titel von Laura Petersen, die ich passend für die Ferien finde (Die Links führen auf eine Seite mit näheren Informationen und Leseproben):

„Verflixter Kerl“ - eine Geschichte, die im Sommer auf der Insel Föhr spielt. Ein Schriftsteller im Amt des „Inselschreibers“ begegnet einer sehr hübschen Heldin, die von Männern die Nase voll hat. Natürlich gibt das erstmal Krach, bis eine pfiffige achtjährige Tochter mit einem witzigen Trick und viel erfrischender Naivität nachhilft.






„Eva trifft Liebe“ - hier gerät eine Künstlerin, die sich auf dem Land in einer alten Mühle niederlässt, mitten in einen Kleinkrieg zwischen zwei verfeindeten Dörfern. Der Versuch, neutral zu bleiben, führt zu einer Art Hexenjagd gegen sie. Doch der Retter ist längst im Hintergrund am Werk. Kleine Nebengeschichten und amüsante Randfiguren machen in diesem Roman zusätzliches Lesevergnügen.
 
 
 
 
 
 
„Zwei Frauen auf Männerfang“ - ein etwas unbeholfener Titel, der zudem am Thema des Romans vorbei geht. Die Heldin macht mit ihrem Freund Schluss und zieht vom Ruhrgebiet auf eine kleine australische Insel, wo sie die einzige Frau unter grobschlächtigen Bergwerksarbeitern ist. Dort hat sie ausgerechnet die einzige Kneipe geerbt. Sie hat alle Mühe, sich die Burschen vom Leibe zu halten und gerät in Gefahr, als sie auf ungeklärte Todesfälle stößt. Und da ist ein Arzt, der ihr unheimlich ist… sie ruft ihre Freundin aus Deutschland zu Hilfe. Trotz des Titels lohnt sich die Lektüre!


Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Lesen und einen schönen Sommerurlaub!

Dienstag, 24. Juni 2014

Sind Korrektur und Lektorat unbedingt nötig?

Auf das Problem habe ich bereits mehrere Male hingewiesen - immer wieder veröffentlichen Selfpublisher ihre Texte, ohne sie von neutraler Seite gegenlesen zu lassen. Wenn ich einen Titel zur Besprechung bekomme, der völlig fehlerhaft ist und womöglich auch noch abstrus konstruiert, weise ich in meiner Besprechung darauf hin! Schließlich habe ich nicht nur gegenüber dem Autor, sondern vor allem gegenüber den Lesern eine Verantwortung. Also - keine Veröffentlichung ohne Korrektur und Lektorat! Das bekommt nicht nur dem Buch gut, sondern letztendlich auch dem Autor, denn wer Qualität liefert, setzt sich schließlich durch. "Gestandene" Autoren und Autorinnen wissen das. Schaut mal zu diesem Thema bei Petra Schier nach, die ich in diesem Blog schon mehrfach zitiert habe. Es lohnt sich, ihrem Blog zu folgen!



Montag, 23. Juni 2014

Arbeiten im Urlaub

Wenn man vom Schreiben lebt, macht die Arbeit im Urlaub nicht Halt. Zum Glück gibt es heute leicht transportierbare Laptops und weltweit auch Internet-Anschlüsse. Es fällt allerdings schwer, im Schatten einer Hütte zu bleiben, wenn draußen das Meer rauscht und die Leute sich am Strand vergnügen. Ich habe früh morgens ein, zwei Stunden gearbeitet, dann den Urlaub genossen und mich wieder zu meinem Roman zurückgezogen, wenn draußen das Thermometer über 30 Grad stieg - also ab 11 bis zum späten Nachmittag... Ich gebe zu, das Arbeiten fällt schwer, wenn es viel zu erleben gibt, aber da ruft der Abliefertermin und die nächste Miete für die "Hütte" daheim. Ich habe zum Glück ein ausgewogenes Zeitverhältnis geschaffen und bin mit Urlaub und Arbeit gleichermaßen zufrieden heimgekommen - wenn auch sehr erschöpft. Dafür voller neuer Ideen und mit mehr Lebenskraft und Mut!
Wer weitere Bilder von unserer Reise sehen will, findet hin und wieder ein paar neue (sowie einige Erlebnisse und landeskundliche Informationen) unter http://projektmanila.blogspot.de. Hier nur noch zwei Aufnahmen, die man zum Vergrößern anklicken kann.
mein "Arbeitszimmer", keine hundert Meter vom Strand
- hier entstand ein spannender Alpenroman :-)

ein paar Stunden in freier Natur - in paradiesischer Umgebung


 

Freitag, 20. Juni 2014

Für Selfpublisher - Werbung ist wichtig!

Hin und wieder hat es in diesem Blog schon Hinweise für Selfpublisher gegeben, und es wird sie auch weiter geben, auch wenn es inzwischen interessantere und qualifiziertere Anlaufstellen gibt, zum Beispiel die "Selfpublisher-Bibel". dieser Link kam heute von Andrea Reichart aus Iserlohn. Danke für den wertvollen Hinweis!
In meiner eigenen Linkliste habe ich auch noch etwas. Wer als unabhängiger Selfpublisher sein Buch in einem Trailer (= Kurzvideo) vorstellen möchte, kann das kostenlos bei  http://www.indie-buchtrailer.de/ tun. Bei "Schnupperbuch" kann man seine Buchtitel vorstellen und Leseproben einstellen. Eine weitere Promotions-Möglichkeit ist "Kindlemojo". Es gibt so viele Möglichkeiten, das eigene E-Book zu verbreiten - schaut Euch um im Internet. Wichtig ist aber immer ein gutes Lektorat - ein Buch, das auf den ersten Seiten vierzig Rechtschreibfehler hat und  vor Kommafehlern nur so strotzt, wird nicht viele Leser bringen, und die ersten, die es sich gekauft haben, werden sich wahrscheinlich kein zweites Buch vom selben Autor zulegen. Lassen Sie Ihr Manuskript vor der Veröffentlichung sichten - selbst Profis tun das! Ein preiswertes und ehrliches Lektorat gibt es z.B. bei Viktor Glass.


  

Recherchieren

Ich habe einen neuen Roman begonnen, aber noch kaum eine Zeile geschrieben - zuvor kommt die Recherche. Es wird ein biografischer Roman über einen bekannten Industriellen und Pionier sein, jemand, der z.B. lange vor Bismarck die erste Sozialversicherung eingeführt und der die Managergehälter in seiner Firma an den Durchschnittslohn der Arbeiter gekoppelt (und begrenzt) hat. Das ist aber nicht seine Hauptleistung, doch ich kann jetzt nicht mehr verraten.
Recherchieren ist eine spannende Sache - man muss wie ein Detektiv das herausfinden, was man wissen will, und man muss mehr finden als andere Leute, denn man möchte ja etwas Neues erzählen, was nicht jeder weiß. Also googelt man zuerst, liest den Wikipedia-Artikel genau, findet dort (und anderswo) Literaturangaben, denen man nachgeht, und irgendwann landet man dann bei der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt oder Leipzig. So weit bin ich jetzt (nachdem ich ein paar Quellentexte antiquarisch gekauft habe) - nun durchforste ich die Texte, die online erreichbar sind, und später werde ich zu einem der beiden Standorte fahren müssen, um dort im Lesesaal weitere Quellen zu betrachten, Kopien zu machen usw. - eine Recherche ist wie das Studium eines eng begrenzten Gebiets. Es gehört zudem viel Zeitgeschichte hinzu. Wie wirkte sich die 48er Revolution aus, und die spätere Reichsgründung? Der Deutsch-Französische Krieg? Welche Maße und Gewichte gab es dort, wo mein „Held“ gelebt und gearbeitet hat, und welche Währung hatte welchen Wert? Dazu müssen noch Freunde und Mitarbeiter erforscht werden, die Familie natürlich auch. Der Mann hat nicht auf einer Insel gelebt. War er besessen von seiner Idee, oder „nur“ fleißig? Welchen Einflüssen war er ausgesetzt, welche Einflüsse hat er ausgeübt?
Beim Suchen werden sicher noch mehr Fragen auftauchen. Recherchieren ist gewiss der spannendste Teil des Schreibens.

Samstag, 14. Juni 2014

Bücher entsorgen?

Stadtbücherei von Cincinnati. Quelle: tumblr.com
Mein Arbeitszimmer ist bis unter die Decke vollgestopft mit Büchern. Da bleibt kein Platz, um Recherche-Material auszubreiten oder gar die Steuererklärung zu machen. Irgendwann muss ich dann auch noch diesen Raum gegen einen kleineren tauschen, damit unser Kind ein eigenes Kinderzimmer bekommt. Das heißt, ich muss Bücher "entsorgen". Das betrifft alles, was ich gelesen habe und nicht noch einmal lese. Wegwerfen ist keine Option für mich. Antiquariate zahlen peinlich wenig oder gar nichts. Dann lieber der Bücherturm im Park, da finden die meisten Titel noch einen Abnehmer. Das Problem ist, ich bringe manchmal ebenso viele Bücher wieder mit, wie ich weggebe. Nun hat sich bei mir eine Kombination von Bücherturm und Booklooker (oft mit Sonderrabatten) herausgebildet. Es geht zwar langsam, aber es macht Spaß, mit dem einen oder anderen Kunden kurz zu korrespondieren, und ich hab' sogar schon alte Bekannte dadurch wiedergefunden.
Nun hat sich vor einiger Zeit der Autorenkollege Jan Holmes Gedanken darüber gemacht und in seinem (übrigens auch darüber hinaus lesenswerten) Blog etwas darüber geschrieben. Hier der Link zu Jan Holmes.
Damit man sich ein Bild von dem machen kann, was ich so aussortiere(n muss), hier auch der Link auf meine Booklooker-Seite. Dort dann oben links den roten Schriftzug "buecherdidi" oder "Alle Sparten anzeigen" anklicken. Ist jetzt keine Werbung, aber wenn's trotzdem was bewirkt, um so besser :-)





Donnerstag, 29. Mai 2014

Wieder zurück!

Bin von der Reise zurück - voller Erlebnisse und neuer Erfahrungen. Anfang kommender Woche ist dieser Blog also wieder "aktiv". Hier ein Abschiedsfoto, vor wenigen Tagen in Malingay (Ilocos Norte) gemacht...

Montag, 14. April 2014

Groschenromane in China

Gerade wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es auf "Tagesschau.de" einen interessanten Beitrag über Groschenromane in China gibt. Eine gigantische Industrie. Gelesen wird online, meist per Handy, und die Autoren müssen ihren Fans ständig nachliefern, sonst sind sie in der Flut Tausender von Schreiberlingen schnell vergessen. Lest hier selbst (solange der Beitrag noch auf der Seite vorhanden ist).

Samstag, 5. April 2014

Wie wird man als Autor reich?

Das ist eine Frage, die ich immer wieder gestellt bekomme (oder man sagt zu mir: "Du musst ja ungeheuer reich sein bei deinem Erfolg"). Jetzt habe ich im Blog der Kinderbuch-Autorin Antje Herden (Namen bitte Anklicken) eine Schilderung der tatsächlichen Lage der meisten Autoren und Autorinnen gefunden. Liebe Kollegin, das kann ich nur unterstreichen. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht!
Weiterhin viel Erfolg!