Didis Bücherturm

Sonntag, 12. Juni 2016

Eine häufige Frage



Es gibt etliche Fragen, die auf Lesungen immer wieder zu hören sind.
Haben Sie das alles selbst erlebt?
Wie kommen Sie auf solche Ideen?
Wieviel verdienen Sie?
Wie lange haben Sie an diesem Buch geschrieben?
Schreiben ist mehr!
Dieser letzten Frage ist die Verlegerin und Autorenkollegin Martina Sevecke-Pohlen in ihrem Blog "Service rund um Ihr Buch" nachgegangen. Die Antwort war verblüffend - und einleuchtend: Diese Frage ist so nicht zu beantworten, denn zu einem Buch gehört viel mehr als nur das eigentliche Schreiben. Hier ist der LINK zu diesem nicht allzu langen, aber tollen Beitrag. Es lohnt sich übrigens, nach dem Lesen noch auf dem Blog zu verweilen und ein wenig herumzustöbern.




Samstag, 16. April 2016

Wenn die Recherche nicht ausreicht - Teil 2

(Bitte lies zuerst den übernächsten Beitrag weiter unten, "Was tun, wenn die Recherche nicht ausreicht, Teil 1)



Wie wird man Gaststudent an den besten Unis der Welt?
Ich habe erst einmal klein angefangen, um mich im Umgang mit Online-Kursen sicher zu fühlen. Für jemanden, der erst damit anfängt, ist es einfacher, erst mit einem nicht ganz so hochkarätigen Kurs zu beginnen , oder aber mit etwas, was einen ohnehin interessiert oder was man braucht. Ich stand zum Bespiel vor der Situation, plötzlich meine Buchführung selbst zu machen (was zunächst gründlich schief ging - zum Glück sprang da mein Bruder ein). Inzwischen habe ich die Gratis-Kurse beim WEB-KOLLEG gefunden. Da gibt es Sprachkurse, Programmierkurse und sogar Kurse für Gehörlose. Für mich interessant war in dieser Situation natürlich der BUCHFÜHRUNGSKURS.

Ähnlich aufgebaut ist auch die KARRIEREBIBEL mit Links zu einigen kostenlosen Kursen. Wie auch beim Webkolleg führen einige der dortigen Links zu kostenpflichtigen Kursen. Das ist nicht verwunderlich - immerhin kostet es eine Menge Zeit und Geld, einen solchen Kurs aufzubauen, zu gestalten und zu betreuen. Aber unter den Gratiskursen findet sich schon Einiges, was interessant ist.
Auf den genannten Plattformen findet sich ein interessanter Begriff, der mir bis vor Kurzem unbekannt war: MOOC - "Massive Open Online Courses" (Erklärung: WIKIPEDIA). Und hier stehen wir am Tor zur großen, weiten Universitäts-Welt. Fast alle Kurse sind kostenlos, aber ich empfehle, unbedingt die Anmelde-Bedingungen zu lesen. Die meisten Kurse sind auf Englisch, man kann aber auch mit der Suchfunktion welche in anderen Sprachen finden.

Ähnlich ist die Open Education Database OEDb aufgebaut - hier finden sich ungefähr zehntausend Kursangebote.

Fremdsprachen
Manchmal spielt ein Roman, den du schreiben willst, nicht in Deutschland, sondern irgendwo im Ausland. Was mich betrifft, wähle ich Schauplätze, an denen ich schon gewesen bin oder solche, die ich gern mal bereisen möchte. Ich habe mir auch umfangreiche Foto- und Linksammlungen auf Pinterest angelegt. Hier mein Beispiel für meine BARCELONA-Recherche. Jedes Bild dort kann man anklicken, dann wird es vergrößert, und darunter erscheint rechts unten der Button "besuchen" - das ist dann der Link zu vielfältigen weiteren Informationen, meist zu der Internet-Seite, von der das Bild stammt. So holt man sich eine Menge landeskundliche Informationen zusammen.

Was für mich noch ganz wichtig ist, ist ein Gefühl für die Sprache. Wie klingt sie? Wie ist sie aufgebaut? Was sind die wichtigsten Phrasen, die ich vielleicht in meinen Roman einbauen könnte, um ein bisschen Atmosphäre zu schaffen. Ich verwende dazu oft Sprachkurse, zum Beispiel die von der BBC (LINK HIER), die aber auf der Grundlage des Englischen unterrichten. In vierzig Sprachen gibt es die "Essential 40 phrases  der jeweiligen Sprache zu hören. Ich selbst bevorzuge Sprachenlernen24 (LINK HIER), da man dort Schnellkurse, Vollkurse und spezifische Kurse (Flirt-, Auswanderer- oder Business-Kurse) wählen kann. Diese Kurse kosten Geld, sind aber recht preiswert, und wenn man den Newsletter bestellt, bekommt man häufig stark ermäßigte Sonderangebote. Ein Probezugang zu den Kursen ist kostenlos, denn man soll die neuartige Lernmethode (mit ausgezeichnetem Gedächtnistraining) zuerst mal kennenlernen.

Weitere Links
Es gibt noch viele weitere Lernangebote, und wenn man erst mal danach sucht, ist man erstaunt, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, sich Wissen anzueignen und seine Recherche auf eine gute Grundlage zu stellen. Hier nur zwei weitere als Beispiele:
IVERSITY bietet berufsorientierte Kurse in verschiedenen Sprachen an,
ONLINE-VORLESUNGEN sind interessante Einzelvorlesungen aus diversen Fachbereichen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und viel Erfolg für Eure gut recherchierten Bücher!

Neu gestaltet

Bald: Mein eigenes Zimmer!
Wer sich jetzt auf Booklooker nach meinem Angebot an gebrauchten Büchern umschaut, findet die Seite neu gestaltet - man hat zwar immer noch oben links den Zugang zu meinen Titeln und den diversen Sparten, kann aber auch ohne die Seite zu wechseln ein Stück nach unten scrollen und ist dann gleich bei den ersten Titeln - immer noch viel Interessantes dabei, und ich habe vergangene Nacht noch weitere Titel eingestellt - Unterhaltung, Kriminalromane, Klassiker und Vieles mehr. Der 10%-Rabatt auf alle Bücher über 1 Euro gilt weiter, und ich verlängere den 3:2-Rabatt noch bis Ende Juli (Lesestoff für die Sommerferien - wer 3 Bücher bestellt, bekommt das preiswerteste kostenlos).
Im Moment gibt es viele Interessenten. Bald kann ich endlich meinen Arbeitsplatz verkleinern, und unsere Tochter Teresa bekommt  ihr eigenes Zimmer. 

Freitag, 1. April 2016

Was tun, wenn die Recherche nicht ausreicht? - Teil 1


Manchmal genügt es nicht, wenn du für einen Roman oder ein Sachbuch die Fakten nachforschst und ein wenig Literatur liest. Du hast dann zwar Detailkenntnisse, die oft beeindruckend sind, aber du hast trotzdem das Gefühl, das da etwas fehlt. Häufig ist es gerade der Gesamtüberblick, das Gefühl für den Gegenstand, die Seele des Ganzen, an dem es deinem Text mangelt. Der Leser empfindet diesen Text dann als hölzern, erkennt das Zusammengesuchte der Fakten. Dann hilft nur eins: Du musst zum Experten werden.

Ganz viel recherchiert. Und nun?
Wie werde ich zum Experten?  
 Das kann auf verschiedene Weise geschehen. Oft bist du ja schon Experte, z.B. in deinem erlernten Beruf oder in deinem Hobby. Oder es fasziniert dich ein Thema so sehr, dass du unbedingt darüber schreiben möchtest. Du hast vielleicht schon recherchiert oder dir eine Pinwand bei Pinterest angelegt. Aber wie kannst du deine Kenntnisse erweitern, vertiefen und festigen? Natürlich kannst du dir jede Menge Bücher ausleihen oder gar anschaffen, aber es gibt noch eine ganz besondere Möglichkeit, die ich hier vorstellen möchte:

 Werde Gaststudent!
 Fast alle Universitäten haben schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit im Angebot, sich als Gasthörer anzumelden. Davon wurde häufig Gebrauch gemacht - besonders ältere Leute, die nach Rentenbeginn im Leben noch Sinnvolles tun wollten, schrieben sich ein, saßen als Gäste in Vorlesungen oder, wenn sie Platz fanden, in Seminaren und entschlossen sich vielleicht sogar zu einem richtigen Vollzeitstudium mit Abschluss.
Heute sind die meisten Hochschulen aber überbelegt. Viele Hochschulen und Fachschulen machen aus der Not eine Tugend - und bieten Online-Kurse an. Das "Fernstudium" daheim am PC erfordert zwar Disziplin und es ist anstrengend, eröffnet aber immense Möglichkeiten! Wir haben plötzlich nicht mehr die Gasthörerkarte von der Uni Bochum, sondern wir sind Kursteilnehmer am Massachusetts Institute of Technology! Den Türkischkurs machen wir nicht auf zwanzig Semester verteilt an einer wichtigtuerischen Volkshochschule in Augsburg oder Düsseldorf, sondern lernen in einem Intensivkurs direkt in Ankara, Bursa oder Istanbul. Vom heimischen PC aus - und das auch noch kostenlos!
Wie das geht, verrate ich Euch in den nächsten Tagen - schaut doch mal wieder herein!
(Die Fortsetzung deses Artikels findest du zwei Beiträge weiter oben)

Montag, 29. Februar 2016

Ganz am Anfang: Gute Recherche ist die halbe Arbeit!



Wenn ich mit einem neuen Projekt beginne, z.B. einem historischen Roman, liegt am Anfang… nein, nicht Google, sondern erst einmal eine Liste. Ich schreibe auf, was mir zu einem Thema spontan einfällt, völlig unsortiert, nicht zu dicht zusammen, denn beim Durchlesen fallen mir zu den ersten Begriffen oft noch weitere ein. Man kann die Wörter, Sätze und Halbsätze einfach untereinander schreiben und einen kleinen Strich davor setzen, oder man schreibt sie wie beim Mindmapping über das ganze Blatt verteilt. nichts ist zu unwichtig, um hier nicht notiert zu werden, und es können ruhig mehrere Seiten werden. Es gibt im Schreibwarenhandel große Doppelbögen, die auf DIN A 4 zusammengefaltet sind. Die sind auch sehr praktisch. Anschließend unterstreiche ich die Ausdrücke, die mir wichtig erscheinen.

Erst jetzt kommt Google ins Spiel. Ich schlage die unterstrichenen Ausdrücke nach. Bei Google und in der Wikipedia finden sich geordnete Informationen, und vielleicht ergibt sich daraus schon mein erster Plan. Ich gebe nicht nur die Begriffe ein, sondern auch einfach mal nur die Jahreszahl, und auf diese Weise bekomme ich viel zeitgeschichtlichen Hintergrund.

Auf jeden Fall bekomme ich eine Menge Links und Literaturhinweise, denen ich nachgehen kann - auf Reisen durchs Internet und bei Besuchen in der Bibliothek. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich mir ein ausreichendes Bild von meinem Thema gemacht habe, stelle ich die vorläufige Gliederung zusammen, mache mir einen Zeitablaufplan der Geschichte, schreibe das Exposé. Wenn der Verlag nichts daran auszusetzen hat, ist das mein Gerüst beim Schreiben.
Fehlen noch die Namen. Bei historischen Romanen sind die Namen fest vorgegeben. Entstammt die Handlung dagegen meiner Fantasie, muss ich mir Namen überlegen, die zur Geschichte passen, aber auch zu der Zeit, in der sie spielt. Ich lege mir für jeden Roman einen Vorrat von weiblichen und männlichen Namen an für den Fall, dass ich Nebenfiguren auftauchen lassen muss. Es gibt eine Menge "Namens-Generatoren" - die Augsburger Hebammen des Josefinums (in meiner Nachbarschaft) haben einen eigenen: http://www.hebammen-josefinum.de/babynamensgenerator/index.php . Da habe ich z.B. "Uljana Schmitzke" gefunden. Könnte glatt mein neues Pseudonym für absurde Romane sein!

Mittwoch, 17. Februar 2016

Die Freuden des Aufbruchs


Es geht wohl jedem im Leben, ob privat, im Beruf oder überhaupt, mal so: Es muss irgendwie weitergehen, und man weiß nicht, wo man anfangen soll. Man gerät in Panik, und das "Weitergehen" ist erst einmal blockiert.
Das war mein Stand vor ein paar Tagen. Der "Datencrash" vor ein paar Wochen war ein größerer Einschnitt in meine Arbeit, als ich vorher gedacht habe. Er bedeutet einen Neuanfang und eine damit verbundene Aufbruchstimmung. Zuerst war ich versucht, alles, was jetzt zu tun ist, auf einmal zu erledigen und hatte dadurch bei jeder Aufgabe das Gefühl, nicht genug zu schaffen.

Feste Strukturen
Jetzt habe ich mir eine Liste angelegt, um der ganzen Sache Struktur zu verleihen. Die sieht bei mir so aus:
Ø      Roman 1
Ø      Steuererklärung
Ø      Roman 2
Ø      Roman 3
Ø      München-Tag (neuer Verlag und alte Freunde)
Ø      Exposés
Ø      neuer Roman
Ø      neuer Roman
Ø      usw.
Dazwischen: am Mittag und am Abend eine Stunde für Mails und Social Media, und täglich eine Stunde lesen.
Das mag bei jedem anders aussehen, aber wichtig ist, dass überhaupt ein fester Rahmen geschaffen wird. Die Struktur ist das Baugerüst, das dem Ganzen einen Halt gibt.

Pausen sind wichtig
Auch das habe ich gelernt: Man darf nicht ohne Pausen arbeiten, denn sonst geht einem die Puste aus, Ideen und ihre Ergebnisse werden blasser und wirken lustlos.
Also heute - ein Roman ist abgeliefert - ist ein Pausentag. Ich räume im Arbeitszimmer auf und habe mir meine "Elpmas"-CD von MOONDOG aufgelegt. Zur Musik räume ich auf, mache Schreibtisch und Gehirn frei, knabbere Süßes, stelle aussortierte Bücher, die noch brauchbar und lesenswert sind, in mein BOOKLOOKER-Verkaufsregal und stöbere bei Pinterest und in den Blogs anderer Leute. Gerade habe ich einen Beitrag auf "dariadaria" gefunden, der auch euch interessieren dürfte: "Ich bin jung und brauche das Geld" - darin geht es um angemessene Honorare für kreative Leistungen. Solltet Ihr unbedingt lesen und weiterempfehlen! Der direkte Link zum Artikel ist HIER.

Die Gedanken sind frei
- und bewegen sich frei, solange man sie nicht in eine bestimmte Richtung zwingt. Beispiel - in den letzten Tagen habe ich unterschwellig, während ich an einem anderen Text schrieb, schon überlegt, wie ich den neuen Roman am besten anfange. Heute, wo ich die Gedanken einigermaßen frei schweifen lassen kann, war die zündende Idee da. Ich scharre schon in den Startlöchern - morgen früh um 6 geht's los.

Sonntag, 14. Februar 2016

Der große Umbau



Nach der Viren-Katastrophe im letzten Monat (ich weiß noch immer nicht, ob es wirklich ein Virus war, sondern ein Fehler in meinem Kopierprogramm) arbeite ich wieder - unter ziemlichem Zeitdruck - an Manuskripten, die ihren Termin versäumt haben. Bis Mitte April will ich alle ausstehenden Ablieferungen erfüllt haben. Dafür habe ich mir einen kleinen Kalender aus dem Net herunter geladen, in den ich Tagesvorgaben eingetragen habe - bis jetzt auch eingehalten.


Pläne

Nebenbei mache ich aber auch neue Pläne, die ich zwar jetzt schon vorbereite, die ich aber erst nach Mitte April bei Verlagen anbieten kann. Als Vorbereitung werde ich den größten Teil meiner Blogs umbauen, wobei der kleinste wahrscheinlich gelöscht wird.

Zur Zeit betreute Blogs:

Dieser Blog ist überwiegend der Vorstellung von Unterhaltungsromanen gewidmet und hat nicht viele Kontakte gebracht, vor allem: keine neuen. Ich werde ihn in der kommenden Woche löschen, und niemand wird ihn vermissen.

Das ist ein privater Blog mit Fotos von unserer kleinen Tochter, hauptsächlich gedacht für Freunde, die in ganz Deutschland verteilt wohnen, und für die Familie meiner Frau - auf den Philippinen, in Hongkong und Singapur. Es gibt nicht viele Besucher, aber für den begrenzten Kreis werde ich ihn weiterführen.

Hier geht es um die Philippinen - Reisen, Brauchtum, Geschichte, Literatur, Politik. Ich bin noch nicht sehr weit damit gekommen, weil das Ganze noch ziemlich unstrukturiert ist. Dieser Blog wird ausgebaut. Hier werden Fotos, aktuelle Meldungen und besser recherchierte Hintergründe kommen.

Das ist dieser Blog, in dem ihr gerade lest - Erscheinungsweise viel zu unregelmäßig, das gebe ich zu. Meine Arbeit, private Hintergründe dazu, Einiges über meine Lektüre, meine Pläne, meine Pannen und Hoffnungen - es mag sporadisch aussehen, aber viele von Euch haben mir zu verstehen gegeben, dass diese Buntheit gut ankommt. Es wird wieder mehr über Bücher zu lesen geben, Schreibtipps und Links, aber auch Privates. Was bisher fehlte, ist die Regelmäßigkeit. Es wird also jeden Montag einen ausführlichen Hauptbeitrag geben (vielleicht auch schon am Sonntagabend), und zur Mitte der Woche einen kleineren Beitrag - eine Buchvorstellung oder einen Beitrag aus meiner Serie "Auf meinem Schreibtisch", die ich gerade vorbereite.

Wo war noch gleich mein Laptop? Ah, da!
(um Irrtümern vorzubeugen: Aufnahme ist von pixabay)
Auf meinem Schreibtisch

Da tummeln sich diverse Gegenstände - ein Leuchtturm, Steine und Muscheln, ein Nachttopf, in dem meine Stifte stehen, ein Richterhämmerchen, ein paar Bücher - die Zusammenstellung wechselt, aber viele Dinge haben ihre eigene Geschichte, und die werde ich in Wort und Bild vorstellen. Manchmal wird sogar eine Geschichte aus meinem Leben daraus. Es wird also pro Woche zwei Beiträge geben, auf die ihr Euch freuen könnt. Und als Bonus einen Link der Woche!





Mittwoch, 27. Januar 2016

Die Katastrophe




Alles weg!

Ich brauchte ein paar Sekunden, um zu begreifen, was da passierte. Während ich dabei war, Sicherungskopien meiner Arbeitsdateien auf eine externe Festplatte zu schieben, begannen plötzlich meine Icons auf dem Desktop einer nach dem anderen zu verschwinden - Programme, Links zu den aktuellen Arbeitsdateien usw. Sofort versuchte ich, den Kopiervorgang abzubrechen - ging nicht. PC herunterfahren - ging nicht. Ich war schon in Panik, als mir einfiel: Netzstecker! Ich schaltete sofort die ganze Steckerleiste ab. Puh!

Quelle: www.pixabay.com - Danke!
















Ich wartete einen Moment, bis ich wagte, den PC wieder einzuschalten. Drei Viertel aller Icons waren verschwunden. Die anderen reagierten nicht. Nun, dachte ich, das sind ja in erster Linie Links. Die Programme und Dateien müssten ja noch da sein.
Ich ließ zuerst einen Virenscanner laufen, bevor ich etwas anderes anfing. Ich habe zwar einen, der ständig mitläuft, wenn ich online bin - der kostet Geld und ist es normalerweise auch wert, reicht offensichtlich aber nicht. Nun musste erst einmal die Festplatte gereinigt werden. Es fanden sich gleich zwei der bösartigen Angreifer und wurden getilgt.

Noch zu retten?
Jetzt versuchte ich, über die Dateiverwaltung, meine Dateien aufzurufen. Weg! Ganze Verzeichnisse waren leer, andere in „Links“ verwandelt, die offenbar irgendwo hin in die Weiten des Webs gegangen waren. Anzuklicken waren sie nicht.
Langsam wurde mir klar, dass Vieles wirklich verschwunden war. Zuerst Programme, die ich zuletzt verwendet hatte. Word. Excel. Grafikprogramme. Ein kompletter, kürzlich erst begonnener Sprachkurs.
Dann die Dateien, an denen ich gearbeitet hatte. Alles, was mit Word oder Excel in den letzten Tagen bearbeitet worden war.
Waren die vielleicht nur in andere Verzeichnisse verschoben? Nach stundenlangem Suchen, die ganze Nacht, war mir klar - da brauch ich Hilfe.
Und die brachte mir Klarheit: Weg ist weg. Nichts mehr da. Futsch. Verloren.

Quelle: pixabay.com - Danke!



















Zum Glück waren da die Sicherungsdateien. Word und Excel sind wieder auf der Festplatte, und fast alle Arbeiten. Meine Linkliste, mühselig angelegt, ist gestorben. Meine Kontaktadressen! Zum Glück gibt es noch externe Listen bei t-online und gmx, damit lässt sich eine neue aufbauen. Doch mehrere aktuelle Arbeitsdateien sind nicht mehr ganz aktuell - lediglich auf einem älteren Stand. Offenbar hat der Schädling auch auf die Festplatte zugegriffen, auf die ich gerade speicherte. Mehrere Word-Dateien sind dort verschwunden, Excel-Dateien komplett. Korrespondenz! Buchführung! Wahrscheinlch hat die Schadsoftware „gewartet“, bis ich die Datensicherung machte, um erst in diesem Moment zuzuschlagen.
Tagelang war ich wie gelähmt. Was sollte ich denn jetzt machen? Da sind Terminarbeiten, die zum Teil schon überfällig sind! Romanablieferungen. Steuererklärung. Und jetzt blockierte ich erstmal total. Der Berg Arbeit, der vor mir lag, schien unüberwindlich.

Neuanfang
Aber es muss weitergehen. Ich erfasse die Buchführungsbelege neu. Ich schreibe an den Geschichten da weiter, wo sie vor einiger Zeit unfertig gesichert worden waren. Wenigstens etwas. Ein enormer Zeitverlust, aber immerhin ist nicht alles verloren. Und Datensicherung wird jetzt doppelt gemacht - auf der externen Platte und auf DVD. Hinter allem noch die große Frage: Wie konnte das passieren? Ein Virus kommt nicht von allein. Der ist von irgendwem hergestellt und auf die Reise geschickt worden, um möglichst großen Schaden anzurichten. Wer macht so was? Schüler, die sich einen Spaß erlauben? Der russische oder rumänische Geheimdienst? Da geraten wir jetzt in den Bereich der Verschwörungstheorien.

Stau in Manila - aber es geht weiter... (eigene Aufnahme)


Freitag, 25. Dezember 2015

Frohes Fest!

Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes, geruhsames Weihnachtsfest - und denen, die diese stillen Tage (nach all dem Trubel) nutzen wollten, um entdlich das zu schaffen, was sie schon längst geschafft haben wollen, ein gutes Gelingen! Ihr seid nicht allein damit!