Didis Bücherturm

Montag, 28. August 2017

Fertig!

Lange habe ich an meinem neuen Roman geschrieben - ein halbes Jahr länger als geplant. Ich habe nicht nur mehr recherchiert als sonst, um die richtige Atmosphäre zu treffen, war viel unterwegs, habe viel gelesen, viel im Internet überprüft.Ich habe versucht, in die Zeit um 1890/1900 einzutauchen, und es hat mich viel Nerven gekostet, immer und immer wieder unterbrochen zu werden. (Dass ich immer noch nicht mit voller Konzentration arbeite, zeigt dieser Beitrag, der im Folgenden ins Private abschweift - über meine Arbeit schreibe ich im nächsen Beitrag, den ihr weiter oben findet.)

Alte Keltenschanze bei Horgau, ein Schauplatz meines Romans




Privates
Normalerweise ist es nicht meine Art, hier Persönliches darzustellen, aber ich möchte meinen Lesern schon mitteilen, wieso es seit drei Jahren kein neues Buch von mir gibt. Es sind  eine Menge unvorhergesehender Dinge passiert - zum Beispiel die Trennung von meiner Frau, die mit unserem Kind und ein paar wenigen Sachen ausgezogen ist. Nun, es ist schade, dass diese Beziehung auseinander gegangen ist, aber wenn sie glaubt, uns allein finanziert zu haben, irrt sie. Ich habe mich nicht nur überwiegend um die Kleine gekümmert, ich habe ihr auch viel beigestanden bei einem Buchführungskurs, bei dem sie ständig Verständnisfragen hatte, ich habe die Hausaufgaben korrigiert, gescannt oder in pdf verwandelt und versandt, habe allen Behördenkram erledigt, einschließlich Steuererklärung (obwohl sie nach dem Buchführungslehrgang besser dafür qualifiziert gewesen wäre), dazu gings dann um Bewerbungen, Besuche auf Jobmessen (immer mit dem sprachlichen Argument, denn sie ist - oder war! - Ausländerin, hat aber jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Natürlich nicht ohne Zeitaufwand meinerseits). Fast täglich kochen, einkaufen, Wege zum Kindergarten. Dortige Termine habe ihnehin immer ich wahrgenommen, genau wie die zeitaufwändigen Fahrten zum Kinderarzt. Führerschein. Autokauf mit Besuchen in mehreren Autohäusern. Kreditanträge. Und dann die ewigen Streitereien darum, dass ich meine Romane nicht fertig bekam (die Carl-Zeiss-Biografie ging völlig den Bach runter, ebenso mehrere andere Terminaufträge). Hin und wieder habe ich mich in die Stadtbücherei geflüchtet, um da zu arbeiten, aber mein Laptop pfeift mittlerweile auf den letzten Löchern. Nichts bekam ich mehr pünktlich hin.
Housesitting und Arbeit lassen sich gut kombinieren
 Arbeit
Jetzt geht es aufwärts. Ich habe zeitweise unsere Tochter bei mir (und zwar gern - sie ist mein großes Glück im Leben). Es ist aber wie eine Befreiung, dass ist jetzt manchmal mehrere Stunden an einem Stück arbeiten kann, ohne jederzeit mit Unterbrechungen rechnen zu müssen (oft kamen die alle zehn Minuten oder häufiger, so dass ich die Zeiten, in denen meine Frau arbeiten war, mit einem Wust von häuslichen Aufgaben und überflüssigen Korrespondenzen wie dem Umtausch von Fehlkäufen, aber vor allem mit Korrekturen der gestern "verbrochenen" Manuskriptseiten verplempern musste, statt Neues zu schreiben). Jetzt habe ich zum ersten Mal wieder einen Roman abgeliefert, habe wieder die Möglichkeit, zu lesen oder Freunde zu treffen, habe wieder "input", der ja fürs Schreiben unerlässlich ist. Meine Tage sind im positiven Sinne "ausgefüllt". Ich habe zwar aufgrund der Trennung auch wieder eine Menge Papierkram (dessen Ende absehbar ist), komme aber mehr zum Schreiben als bisher, da ich meine kreativen Momente genau dafür verwenden kann.   
Neue Pläne machen
 Pläne
Ich habe noch drei Romanaufträge zu bearbeiten, verwende danach dann mein unfertiges Zeiss-Manuskript, um daraus noch etwas zu machen, und es  kommen wieder jede Menge Ideen. Ich habe noch einen Korrekturauftrag, den ich nebenher machen kann, aber zu meiner Absicherung übernehme ich Arbeit an Messeständen (habe ich früher oft gemacht), aber auch Housesitting und Korrektorate. Das lässt sich alles gut miteinander verbinden. Wer meine günstigen Preise für Korrekturen erfahren will, sollte sich mal einen älteren Beitrag  in diesem Blog anschauen.



 

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