Didis Bücherturm

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Unverschollen

Liebe Leserinnen und Leser!
Dieser Blog ist nicht untergegangen - ich bin noch da! Im Moment habe ich schrecklich viel zu tun - ein Unterhaltungsroman, der verspätet fertig wird, ein neues Exposé für einen historischen Kriminalroman, Verhandlungen mit meiner neuen alten Agentur, Mailprobleme mit einem Verlag, dessen Post bei mir nicht eintrifft und meine nicht bei ihm, neue Roman-Pläne - und ein Umzug. Mein künftiges Domizil ist der Laden einer ehemaligen Bäckerei im gleichen Hause, so dass sich an meiner Adresse nichts ändert.
Hintergrund ist eine private Trennung, bei der unser Kind möglichst wenig vom Stress mitbekommen soll. Das Ganze belastet mich sehr, und ich komme viel zu wenig zum Schreiben. Ich packe Bücher, die ich behalten will, und biete die übrigen zum Verkauf.
Dabei entdecke ich so manche Schätzchen wieder, die ich vermisst habe, so zu Beispiel "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux, das ich demnächst auf meinem wieder auferstandenen Reiseblog vorstellen werde (noch erhältlich über das ZVAB oder über booklooker). Ein tolles Buch von einem amerikanischen Reiseschriftsteller, der mit der Eisenbahn von Boston bis an die Südspitze Argentiniens reist, Städte, Landschaften und vor allem Menschen kennenlernt und unterwegs eine Menge amerikanische Literatur liest. Bis jetzt gefällt mir am besten eine Szene, in der er gerade Poe's Arthur Gordon Pym gelesen hat und dann in Panama ein Leichenhaus besichtigt und sich mit einem Einbalsamierer unterhält. Ich werd's empfehlen und hier melden, wenn die Besprechung im Reiseblog erscheint. Bleibt mir treu, auch wenn es lange Pausen gibt!























Ach ja, und noch etwas zum Titel dieses Beitrags. Man kann ja verschollen sein, aber nicht unverschollen. Dann ist man einfach "da". Aber wie nennt man das, wenn einer gerade verschwindet? Verschillt oder verschellt er dann? Wie lautet der Infinitiv von "verschollen"? Verschellen, oder wie? Wer mir den besten begründeten Vorschlag macht, bekommt im kommenden Frühjahr das erste signierte Exemplar meines nächsten Romans. Geschenkt und portofrei. 

Donnerstag, 29. September 2016

Mein Reiseblog

Darf ich Euch zu meinem persönlichen Reiseblog einladen? Kurz- und Fernreisen, Städte, Sprachen, Hintergründe und mehr. Schaut doch mal hier:
http://didiunterwegs.blogspot.de/



 

Sonntag, 4. September 2016

Viren, Hacker und ein neuer Blog


Gestern habe ich einen Brief vom Staatsanwalt bekommen - das Verfahren gegen den Hacker, der vor einiger Zeit meinen PC zerstört und viel von meiner Arbeit vernichtet hat, ist eingestellt worden, weil der Täter nicht auffindbar ist. Klar, diese Leute sind nie zu finden. Solange es da keine internationale Zusammenarbeit gibt, können diese Kriminellen weiter ihre Untaten genießen.
Und dies war nicht der einzige Angriff auf meinen PC (siehe entsprechende Einträge weiter unten in diesem Blog).
Lange Zeit habe ich mich gewundert, dass ich auf viele eMails, die ich versendet habe, gar keine Antwort bekam. Ich habe immer eine Weile gebraucht, um anzurufen, weil ich oft am Telefon Probleme mit dem Hören habe. Als jetzt nach diesem hinterhältigen Angriff auf meinen Computer uralte Mails auftauchten, die verschlüsselt in einem tiefen Cache verborgen lagerten, war ich völlig überrascht - über fünfhundert Mails, die ihren Empfänger nicht erreicht hatten. In einem Fall habe ich geglaubt, der Verlag hätte mich abserviert - in einem anderen Fall ist das tatsächlich geschehen.
Der Schaden, den solche Viren und bösartige Hacker-Angriffe offenbar trotz Firewall (!) und regelmäßigem Scannen verursachen können, ist immens. Ich bin in allen meinen Plänen um Wochen zurückgeworfen. Erst habe ich gedacht: "Warum gerade ich!" Inzwischen weiß ich, dass ich nicht der einzige bin, den es trifft. Manche Zeitungen sprechen von einem "Hacker-Sturm" oder sogar von einem "Hacker"-Krieg, der gerade über Europa hereingebrochen ist.
Doch ich lasse mich nicht unterkriegen. immerhin habe ich es geschafft, nach meinen beiden kleinen Sommerreisen auf Pinterest eine Menge Material für meinen geplanten Reiseblog zu sammeln und sogar den Blog bereits zu starten: Schaut mal HIER!

Montag, 22. August 2016

Korrekturaufträge



Heute wollte ich hier einen kleinen Beitrag über fehlerhafte Rechtschreibung in Blogs einstellen, sozusagen als Dankeschön für die vielen Aufrufe und die Korrekturaufträge, die mir mein Beitrag "Wie teuer ist ein Korrektorat" gebracht hat, da stelle ich bei einer kleinen Zusatzrecherche fest, dass "Leseratz" das Thema schon auf den Punkt gebracht hat. Schaut mal HIER. Da geht es zwar in erster Linie um Bücherblogs, ist aber auch auf andere übertragbar. Es lohnt sich, den Beitrag zu lesen!

Freitag, 12. August 2016

Zehn Schritte zum eigenen Buch!



Als  Schreibanfänger und Fortgeschrittener finden man im Internet Hunderte, ja Tausende von Anleitungen, wie man schreiben kann oder sollte, und oft sind solche Anleitungen von Leuten geschrieben, die noch nicht einmal ein erstes eigenes Buch begonnen haben. Es ist nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Am besten, man hält sich an die, die nicht zu viel versprechen. Ich habe zum Beispiel auf "Wtite to Done" einen Blogbeitrag gefunden, der nicht verspricht, das ich in zehn Tagen zum Bestsellerautor werde, sondern einen Aspekt des Schreibens herausgreift. Behandelt wird die Organisation eines Projekts, vornehmlich eines Sachbuches, von der Planung bis zum Zeitmanagement. In "The Ultimate 10 Step Guide to write a book" findet Ihr in präzisen Schritten, was Ihr dazu braucht. 
Ich fand diesen Artikel brauchbar und empfehle ihn euch HIER weiter. 
Der Weg zum (Sach-)buch wird hier in zehn überschaubare Schritte eingeteilt, die dann jeweils einzeln und nachvollziehbar beschrieben werden. Es lohnt sich, in diesem Blog auch zu stöbern - ich habe eine Menge Interessantes und Bedenkenswertes gefunden. Deswegen schaue ich gern immer wieder einmal hinein und lasse mich inspirieren.



 

Dienstag, 5. Juli 2016

Kennst du den Bestseller-Algorythmus?

Wie kommt es, dass das eine Buch ein Bestseller wird, das andere, das nicht einmal schlechter ist, aber nicht?
Die britische Zeitung The Independent glaubt, das herausgefunden zu haben und nennt bestimmte Reizwörter, die auf den Leser einwirken. Eine interessante Theorie - nachzulesen HIER!




Sonntag, 3. Juli 2016

Wie teuer ist ein Korrektorat?



Neulich hatte ich ein Buch zu rezensieren, einen Reiseführer, der aus dem Englischen übersetzt war und der verquere oder gar völlig unverständliche Sätze enthielt. Was soll man von solchen Formulierungen halten:
"Windmühlen stellten eine wertvolle Quelle für die Stadt Amsterdam dar, um Wind zur Industriemacht umzuwandeln, um Wasser vom Land zu dränieren, um Körner zu mahöen, und auch als eine Sägemühle zu verwenden" oder: "Das Museum Het Rembrandt auch bekannt als Museum Rembrandt Haus erlaubt einem, in die Umgebung des ehemaligen Hauses dieses berühmten Künstlers zugelangen." Ich muss und darf das Werk hier als Quelle nennen, da es bereits für 3,09 Euro zum Verkauf angeboten wird (keine Angst, ich stelle sonst niemanden an den Pranger): Es ist der "Amsterdam Reiseführer" von eTips LTD und verspricht fehlerfroh bereits im Beschreibungstext: "Der Reiseführer basiert auf die Empfehlungen von unseren Kunden. Anderes als andere Reiseführer können wir versichern, dass wir bereits alle Orte in den Städten besucht haben und wir unsere Kenntnisse an Sie weitergeben." Der LINK ist hier.
 Wie man unschwer erkennt, wurde der Text automatisch mit einem Übersetzungsprogramm übertragen und danach nicht mehr gelesen oder gar korrigiert. Die Leser fühlen sich verschaukelt und betrogen. Man ist enttäuscht, dafür über drei Euro ausgegeben zu haben, denn verwenden lässt sich dieser Städteführer nicht. Wer will sich schon auf Schritt und Tritt ärgern und sich den Urlaub vermiesen?

Unkorrigiert - geht gar nicht!
Zum Glück sind nicht alle Selbstpublikationen so schlimm. Manche sind sorgfältig bearbeitet und ediert, so dass es eine Freude ist, sie zu lesen.
In fast allen Anleitungen für Selfpublisher kann man nachlesen, dass ein richtiges Korrekturlesen unerlässlich ist. Ein unkorrigiertes Rohmanuskript ist ein schwerer Qualitätsmangel, eine Ohrfeige ins Gesicht des Kunden, der für das Buch bezahlt hat. Oft ist sogar ein weitergehendes Lektorat erforderlich. Für Romane würde ich Beides empfehlen. Die Leserinnen und Leser erwarten Qualität, zu Recht. Wer sich mit seinem Buch behaupten will, muss Gutes liefern. Es kann auch bei einem korrigierten Text noch der eine oder andere Fehler auftauchen - kein Mensch ist perfekt - aber wenn von dreißig- oder vierzigtausend Wörtern gerade mal zwei oder drei fehlerhaft sind oder ein einzelnes Komma an zweifelhafter Stelle steht, dann sieht das die Leserschaft als Flüchtigkeitsfehler an und schaut darüber hinweg.
Stellt Euch vor, Ihr kauft Euch einen Krimi mit einer spannenden Geschichte, und ihr könnt ihn von vorn bis hinten störungsfrei lesen. Oder ihr wollt ein Kinderbuch verschenken, und es ist gut und fehlerfrei geschrieben. Dann seid Ihr doch zufrieden und glücklich, oder? Gönnt also dieses Erlebnis auch Euren Lesern. Wenn sie das nächste Mal Euren Namen auf einem Buch lesen, erinnern sie sich daran und kommen wieder, denn der Name wird schnell zu einer Garantie für Qualität.
Für Bachelor-, Diplom- oder Doktorarbeiten ist eine saubere Korrektur ohnehin unerlässlich.

Aber ist ein Korrektorat nicht verdammt teuer?
Manch einer glaubt, er käme mit der automatischen Korrektur seines Schreibprogramms hinreichend klar. Das ist ein Irrtum - es gibt viele Dinge, die ein Korrekturprogramm nicht erfasst. Es lohnt sich wirklich, ein weiteres Augenpaar über den Text gehen zu lassen.
Es gibt Angebote ab einem Euro pro Normseite, aber da ist immer mit Zuschlägen zu rechnen: Fremdwörterzuschläge, Umformatierungs-Zuschläge, Express-Zuschläge und viele andere. Die Anbieter sind da kreativ. Man rechnet heute mit drei bis fünf Euro pro Normseite (1800 Anschläge inklusive Leerzeichen), bei wissenschaftlichen Texten oder solchen mit hohem Fremdsprachenanteil muss man Aufschläge zahlen. Das Gleiche gilt für Texte, die umgearbeitet werden müssen (z.B. wenn Deutsch nicht Deine Muttersprache ist oder Dein Stil so miserabel, dass Dir jeder von der Veröffentlichung abraten würde). Dann fallen schon mal Kosten von zehn Euro und mehr pro Seite an.

Zum Preisvergleich:
… und viele andere, die über google leicht zu finden sind.

Vorsicht, Falle!
Vereinbare auf jeden Fall vorher einen Festpreis, sonst kannst du dein blaues Wunder erleben. Für Selfpublisher und Studenten werden im Schnitt zwei Euro verlangt. Lass Dir einen Kostenvoranschlag machen, und wenn Du mit dem Preis einverstanden bist, unterschreibst Du die Vereinbarung. Dazu musst Du die Länge angeben (z.B. über "Wörter zählen" unter "Extras" in MS-Word, dann "Zeichen mit Leerzeichen"), auf fremdsprachige Passagen, Tabellen usw. hinweisen. In Korrekturaufträgen sind in der Regel die Textformatierungen, Umbruch, Einbindung von Grafiken usw. nicht enthalten. Ebenso fällt die Erfassung handschriftlicher Änderungen oder Korrekturen ins Gewicht.
Manche Anbieter, die überwiegend wissenschaftliche Texte bearbeiten (Diplomarbeiten, Doktorarbeiten) gehen von einer Normseite mit 1500 Anschlägen aus (wegen der vorschriftsmäßigen Randbreite).
Gib bei der Anforderung des Kostenvoranschlags an, bis wann Du den Text zurück haben musst (z.B. bei Diplomarbeiten mit Abliefertermin). Auch die Umformatierung in ein E-Book kostet extra, es sei denn, Du arbeitest mit einem Selfpublishing-Dienstleister zusammen, der die Umformatierung mit im Angebot hat (BoD, epubli usw.)

Mein Angebot:
Ich habe langjährige Erfahrung im Korrigieren von literarischen wie wissenschaftlichen Texten und habe als Korrektor bei Zeitungen und Buchverlagen gearbeitet. Rund dreißig Diplomarbeiten sind erfolgreich durch meine Hände gegangen.
Für Selfpublisher, Kleinverlage und Studenten biete ich die Korrektur einer Normseite (1800 Zeichen inkl. Leerzeichen) für 2,00 Euro an, ohne ein Lektorat. Ich kann nur Arbeiten nehmen, die mit MS WORD bewältigt werden können.
Wünscht Ihr zusätzlich ein Lektorat (also stilistische und inhaltliche Bearbeitung), kommt ein Aufschlag von 1,00 Euro dazu (d.h., korrigieren und lektorieren zusammen 3,00 Euro pro Normseite). Seiten mit mehr als 10% fremdsprachigem Text (Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch) kommen noch einmal 0,50 Euro teurer, andere Fremdsprachen bleiben unkorrigiert.
Eilzuschläge: Wenn ich Sonntags- oder Nachtarbeit bieten muss, kommt ein Zuschlag dazu, der gesondert vereinbart wird. Keine Sorge, ich bin kein Wucherer.
Mehrwertsteuer fällt bei mir nicht an.
Lasst euch von mir einen Kostenvoranschlag machen! Nennt mir dazu die voraussichtliche Textlänge und die Zeit, die ich für die Gesamtarbeit ansetzen darf. Sendet mir drei Normseiten zur Probe. Diese korrigiere ich kostenlos. Die Korrekturen und Anmerkungen werden im WORD über die Funktion "Änderungen verfolgen" angebracht, wenn nicht anders vereinbart. Schickt die Anfrage bitte an dwalter3000@t-online.de.

Übrigens: Dies ist der 250. Post in diesem Blog. Danke für Eure Treue!

Dienstag, 21. Juni 2016

Flugreise? Extra Freigepäck für Bücher!

 Diesen Sommer gibt es ein tolles Angebot für Flugreisende, die Bücher aus dem stationären Buchhandel mit in den Urlaub nehmen wollen. Die Buchhandelsaktion "Vorsicht Buch" und die Lufthansa-Tochter Condor bieten einen Aufkleber für den Koffer an, mit dem ein Kilo zusätzliches Freigepäck zulässig ist. Einfach nur zeigen, dass ein "Buch an Bord" ist! Wie ihr an den Aufkleber kommt, erfahrt ihr HIER aus dem "Börsenblatt".




Sonntag, 12. Juni 2016

Eine häufige Frage



Es gibt etliche Fragen, die auf Lesungen immer wieder zu hören sind.
Haben Sie das alles selbst erlebt?
Wie kommen Sie auf solche Ideen?
Wieviel verdienen Sie?
Wie lange haben Sie an diesem Buch geschrieben?
Schreiben ist mehr!
Dieser letzten Frage ist die Verlegerin und Autorenkollegin Martina Sevecke-Pohlen in ihrem Blog "Service rund um Ihr Buch" nachgegangen. Die Antwort war verblüffend - und einleuchtend: Diese Frage ist so nicht zu beantworten, denn zu einem Buch gehört viel mehr als nur das eigentliche Schreiben. Hier ist der LINK zu diesem nicht allzu langen, aber tollen Beitrag. Es lohnt sich übrigens, nach dem Lesen noch auf dem Blog zu verweilen und ein wenig herumzustöbern.