Didis Bücherturm

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Befremdungen - Gastbeitrag von Angeline Bauer



Zum heutigen "Tag der Menschenrechte" sendet mir die Autorin und gute Freundin Angeline Bauer den folgenden Gastbeitrag. Ihr eigener empfehlenswerter Blog ist unter diesem Link zu finden.

Das sagt man so, dass Reisen bildet – und ja, ich finde, es stimmt. Nicht nur, was Geographie oder Geschichtswissen betrifft, auch Herzensbildung spielt da eine große Rolle. Wer oft im Ausland war und fremde Kulturen kennenlernen durfte, wird den Fokus seines Denkens erweitern.
Ich habe einige Länder dieser Welt bereist und einen leisen Einblick in unterschiedliche Kulturen nehmen dürfen. Ich habe viel Gastfreundschaft erlebt, aber auch vieles gesehen, das ich nicht gutheißen kann - dass Frauen nicht zur Schule gehen und sich nicht frei bewegen dürfen, dass Kinder arbeiten müssen zum Beispiel ...
Natürlich, wenn fremde Kulturen aufeinanderstoßen, kann das nicht ohne ‚Befremdungen‘ vor sich gehen! Aber trotz dieser Dinge, die einem das Herz vielleicht verengen könnten, bleiben Menschen Menschen, und solange sie nicht töten, quälen und vergewaltigen, verdienen sie als solche unseren Respekt. Das scheint mir, aber gerade auch jetzt zu Weihnachten sehr wichtig.
Aber wie kam ich noch drauf ...? Ach ja, richtig! Heute habe ich habe beim Warten an der Kasse ein Gespräch belauscht. Sagt der eine (ist Sozialarbeiter im hiesigen Asylheim) zum anderen (hat einen kleinen Malerbetrieb):
„Einer der Asylbewerber aus Afrika und hat jetzt seine Duldung erhalten. Der hatte zu Hause einen kleinen Betrieb im Baugewerbe. Du suchst doch einen Anstreicher, kannst du ihn nicht einstellen?“
Der andere mit hörbarem Entsetzen in der Stimme: „Was denkst du bloß, ich kann doch keinen Neger zu meinen Kunden schicken!“
Das hat mir am Abend noch immer in den Ohren geklingelt, zumal derjenige der diese Antwort gab sehr häufig in die Kirche geht. Und dann fiel mir ein, dass es in genau dieser Kirche bis vor zwei Jahren noch einen Kaplan gab, der aus Sri Lanka kam und sehr dunkelhäutig war, und dass es in eben dieser Kirche auch einen Ministranten gibt, der Afrikaner ist. Tja, und dann ist da im Kreiskrankenhaus noch dieser Arzt, der ebenfalls aus Afrika stammt. Was wäre, wenn oben genannter Malermeister nach einem Unfall auf den OP-Tisch käme und dieser Arzt müsste ihn operieren oder er würde verbluten? Würde er „nein danke“ sagen und lieber sterben, als sich von schwarzen Händen behandeln zu lassen?
Hm ... sollte ich dem Mann mal wieder begegnen, werde ich ihn das fragen.

Die gefährlichste aller Weltanschauungen
ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nicht angeschaut haben.
Alexander von Humboldt (1769-1859)

Freitag, 5. Dezember 2014

Meine Autobiografie - ich und mein Ghostwriter

Hin und wieder erreichen mich Fragen wie: „Wenn du biografische Romane schreibst, kannst du nicht mal meine Lebensgeschichte aufschreiben?“ Was soll ich darauf sagen? 
Wohl jeder Mensch hat in seinem Leben viel erlebt, hält sein Leben für einzigartig (was es ja auch ist) und möchte anderen Menschen - seinen Kindern und Enkeln, seinen Firmenangehörigen, oder aber auch völlig Fremden seine Erkenntnisse und Erfahrungen weitergeben oder auch einfach nur schildern, was in seinem Leben schön und interessant war. Warum auch nicht?

Einfach alles aufschreiben?
Am schönsten ist es, wenn man das alles selbst aufschreiben kann. Aber wer kann schon so einfach Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden? Wer weiß, wie die Erlebnisse aufeinander folgen und sich logisch bedingen? Unsere Erinnerung ist nämlich ein Scherzkeks und versucht immer, uns auszutricksen. Und warum ist meine Jugend so kurz gewesen? Klar, da lässt die Erinnerung einfach nach oder gaukelt uns etwas vor. Jedes Gedächtnis sortiert Dinge aus, die es nicht mehr zu brauchen glaubt, und wenn man es eines Tages doch abfordert, wird das Vergessene ersetzt durch eine Erklärung, die logisch erscheint. Manchmal werden intensive Träume so realistisch, dass das Gedächtnis sie als wahre Erinnerung einstuft. Wenn man sich mit seinen Freunden oder Verwandten über bestimmte gemeinsame Erlebnisse unterhält, stellt sich heraus, dass die Erinnerungen völlig unterschiedlich sind.
Natürlich schreibe ich für mich die Dinge so auf, wie ich selbst sie im Gedächtnis habe. Aber wenn es andere lesen sollen, soll es interessant und spannend sein. Formulierungen wie: „Am xx yy 19zz erblickte ich mit dem zwölften Glockenschlag das Licht der Welt und schrie die Hebamme an, weil sie mich gehauen hatte“ sind Gemeinplätze, wurden schon Tausende von Malen geschrieben oder erzählt. Das lässt jeden Leser stöhnend zur Zimmerdecke blicken.
Wie strukturiert man so ein umfangreiches Werk? Wie verhindert man, dass es ausfasert und irgendwo im Nirwana endet. Muss eine Autobiografie mit dem Tod enden - und wie schildere ich den?
Und warum will ich das alles aufschreiben? Habe ich wichtige Erkenntnisse, die andere Menschen weiterbringen? Oder will ich nur schildern, wie ich bei Uromas Tod um meine Erbschaft gebracht wurde? Und wieder - wo fange ich dann an, wo höre ich auf, und was mache ich, damit mich niemand verklagt?

Biografie-Kurse
Wer sich umhört oder im Internet umschaut, stellt fest, dass es unzählige Anleitungen und Kurse gibt, die mehrere Dinge gemeinsam haben: Sie sind vor allem zu umfangreich und zu teuer. Warum soll ich mich ein, zwei oder drei Jahre weiterbilden, zu Kurspreisen zwischen tausend und viertausend Euro, wenn ich nur meine eigenen Erinnerungen aufschreiben will (was nach Beendigung des Kurses ja auch noch geschehen muss - vielleicht habe ich nach all der investierten Zeit gar keine Kraft mehr, jetzt noch selbst ans Werk zu gehen)?

Jemand anderen für mich schreiben lassen
Da kommt der Gedanke, das jemanden für mich tun zu lassen, gerade recht. Warum soll ich so viel Zeit investieren? In der Zeitung wurde gerade ein Schriftsteller erwähnt, der ein Buch über Mozarts Großmutter und ihre Arthritis geschrieben hat. Dem kann ich doch ein viel interessanteres Thema anbieten: Mich! Also rufe ich ihn an.
Und bin verblüfft. Der will Geld! Ist das denn Arbeit? Ich schenke ihm doch was, nämlich meine Erinnerungen! Der könnte Millionär werden, wenn wir uns den Erlös teilen! Bezahlen soll ich? Na, dann eben nicht. Dann mache ich das selbst: „Am xx yy 19zz erblickte ich mit dem zwölften Glockenschlag das Licht der Welt und schrie die Hebamme an, weil sie mich gehauen hatte…“


Das sagt der Autor
(Jetzt kommt eine andere Perspektive, nämlich die des Autors)
Da ruft mich jemand an. Ein Schweizer, der von seinem Bruder um den ertragreichen Bauernhof betrogen wurde. Ein Schwarzwälder, der einer Luzifer-Sekte angehörte und entkommen ist. Eine Esoterikerin, die den Aufruhr im siebten Chakra zu besiegen weiß. Ein Manager, der unglaublich schnell zum Multimillionär geworden ist und jetzt, kurz vor Ende seiner siebenjährigen Haftstrafe, mit seinem Wissen dazu beitragen möchte, dass auch ich zum Multimillionär werde.
Ich soll einfach ihre Lebensgeschichte aufschreiben, sagen diese Anrufer. Das wird ein Bestseller! Honorar oder gar einen Vorschuss können sie nicht geben. Immerhin bekomme ich ja die Hälfte des Reinerlöses! Ehrlich gesagt, darauf kann ich lange warten. Einmal hat mich ein Typ über Monate belästigt, der nicht einmal seine Identität preisgeben wollte, weder Namen noch Wohnort, und ein Buch machen wollte, dessen Druckkosten ich vorschießen sollte. Ohne dass ich wusste, wer das war. Irgendwann später wollte er sich mit mir am Frankfurter Hauptbahnhof treffen und mir dann einen Anteil von zehntausend Mark (!) vom Gewinn übergeben.
Ich bin eigentlich gern bereit, für Leute, die das Bedürfnis haben, die Lebensgeschichte aufzuschreiben und meine Erfahrung zur Verfügung zu stellen. Aber so geht das nicht.
Ich leiste richtige Arbeit, lasse dafür manch andere Arbeit, die meine Familie und mich ernährt, liegen, und ich muss den Einkommensverlust auffangen. Manchmal riskiere ich den Verlust eines Auftrages. Wie für jeden, der selbstständig arbeitet, fallen für mich Kosten an: Steuern. Krankenkasse. Raummiete. Versicherung. Kopier- und sonstige Bürokosten. Und leben muss ich mit meiner Familie in der Zeit, die ich auf diese Aufgabe verwende, auch. Wir beanspruchen nicht einmal Luxus.
Wenn ich einen Stundenlohn von acht Euro (für einen Akademiker herzlich wenig) zugrunde lege, kommt dabei ein Mindestbedarf von 36 Euro heraus. Wenn ich dann eine Querrechnung mit Aufträgen, die mir dafür entgehen, zugrunde lege, brauche ich allerdings 40 Euro pro Stunde, um keinen Verlust zu erleiden. Gewinn habe ich dann allerdings auch nicht.


Was zahlt man für einen Ghostwriter?
Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Wenn ich für Sie Ihre Lebens- oder Firmengeschichte „aufschreiben“ soll (das ist immer deutlich mehr als bloßes Aufschreiben!), müssen Sie mit folgenden Kosten rechnen:
Vorbereitung: Bevor wir anfangen, bekommen Sie Hinweise zum Vorgehen, Tipps und schriftliche Materialien zur Erinnerungsarbeit, und es gibt eine ganze Reihe von informativen Telefonaten oder E-Mails, bevor es überhaupt losgeht. Pauschal: 150,00 Euro
Interviews: Es sollten mindestens drei Interviews mit je drei Stunden Gesprächsaufzeichnung auf „Band“ stattfinden. Die eigentlichen Gespräche sind wesentlich länger und dehnen sich oft bis in den späte Abend aus - und länger, da es oft in persönliche Dinge geht. Kosten: 150,- Euro pro Termin, plus Anfahrt (preiswertestes Bahnticket, keine Berechnung der Anfahrtszeit, falls unter 400 km).
Schreibzeit: je nach Umfang - pro Stunde die genannten 40 Euro. Sie bekommen ein fertiges, durchkorrigiertes und ablieferbares Manuskript - gegen einen geringen Aufpreis bin ich Ihnen, falls gewünscht, bei der Veröffentlichung behilflich und stelle Ihnen auch da meine Erfahrung zur Verfügung.
Anfragen bitte unter dwalter300@t-online.de .

Donnerstag, 27. November 2014

Was mache ich beim Bloggen falsch?

Ein Herbstfoto aus dem Hirblinger Hof, wo ich im Januar lese
Das habe ich mich oft bei Blogs gefragt, die überhaupt nicht laufen. Dieser Blog hier, den Ihr jetzt lest, hat hingegen seine Eigendynamik entwickelt, und ich bekomme täglich mehr Leser, obwohl ich sehr viel über mich selbst und meine Arbeit schreibe. Aber ich habe auch etwas zu bieten - z.B. hin und wieder einen guten Link und Verweise auf interessante Inhalte von anderen. Die Eigenwebung beschränke ich auf ein Minimum. Diese Richtung zeigt mir genau den richtigen Weg, und nun habe ich sogar von einem erfolgreichen Marketing-Spezialisten Rückendeckung bekommen: Vladislav Melnik bestätigt mich gleich in zweien seiner Blogartikel:
LINK 1
und
LINK 2
Und noch etwas habe ich geschafft: Ich habe endlich herausgefunden, warum niemand bei mir Kommentare abgeben kann - es ist einfach ein falsch gesetzter Klick! Schaut bitte mal hier oben rechts unter "Hinweise zu Kommentaren" nach (zurück am besten über die Zeile "Startseite").
Und nun freue ich mich auf Eure Kommentare!

Dienstag, 25. November 2014

Arbeitsalltag

Wachwerden zwischen 6 und 7 in der Früh - eine Stunde schreiben oder zwei, dann kommt meine kleine Tochter zu mir ins Arbeitszimmer, lässt sich in meine Arme fallen und eine Weile hin und her wiegen. Ein wunderschönes Guten Morgen! Dann muss ich mitkommen und ihr das Frühstück machen - erst einmal eine warme Milch.
Sie ist dann in ihrem Zimmer, spielt, und für mich ist dann Zeit für facebook, twitter und meine Mails. Allgemeines Frühstück um neun, falls Analyn Spätschicht hat. Dann: Arzttermine, Behördengänge, Post, Anrufe. Kochen. Mittagessen, ein halbes Stündchen schlafen. Und dann:  Schreibzeit, mit zahlreichen Unterbrechungen.
Nachmittags Spaziergänge mit Teresa, diverse Windelwechsel, Einkäufe, kochen für abends. Teresa ins Bett bringen, anfangen zu arbeiten - wenn ich längst zu müde dazu bin. Dazu das Gefühl, für Teresa und Analyn wieder mal zu wenig Zeit gehabt zu haben.
Manchmal wache ich zwischen 3 und 4 Uhr auf (hoher Blutdruck) und setze mich eine Stunde an den Schreibtisch. Jetzt, in der Stille und Kälte der Nacht, gelingen mir die Szenen, die ich irgendwann erdacht habe, auf Anhieb. 

Montag, 24. November 2014

Wahlen in Rumänien

Es ist ein paar Tage her, dass in Rumänien Wahlen gewesen sind. Für uns in Deutschland war das vieleicht eine nebensächliche Meldung, die unter vielen anderen untergegangen ist. Vielleicht hat der Eine oder Andere mitbekommen, dass der Wahlsieger einen Deutsch klingenden Namen hat - aber das war's dann schon. Wir kennen Rumänien nur von früher - von den billigen Urlaubsmöglichkeiten oder der öffentlichen Hinrichtung eines wahnsinnigen Diktators und seiner Frau - und dann gewahrtenwir lange Zeit nichts. Dann tauchten (und tauchen immer noch) Bettler in unseren Fußgängerzonen auf (die aber in meinen Augen auch das Recht haben, dort zu sitzen und ihre Armut als Ware zur Befriedigung unseres satten Gewissens anzupreisen - und dafür immerhin ihr Schamgefühl unserer westlichen Überheblichkeit als Opfer darbringen müssen), und gleich schrie die ganze mischdeutsche Nation auf: Sozialschmarotzer! Und unser Bild von Rumänien wandelte sich.

Früher:
Heimat der Siebenbürgen, tolle Landschaften, historisches Erbe, eventuell noch "unterdrücktes Volk". In Anführungszeichen, weil wir ja wirklich nicht wussten oder wissen wollten, was da ablief. Wir hätten es wissen können. In Erinnerung haben wir nur ein paar verblassende Bilder von Kinderheimen mit verschmachtenden kleinen Wesen, die das Herz von Adoptionssüchtigen rührten und Pädophile dazu brachten, sich ominösen Hilfsorganisationen anzuschließen.

Heutige Vorstellung:
 Armes Land, das sich unter diversen Vortäuschungen in unsere Wagenburg namens EU geschmuggelt hat und das uns mit Busladungen von Bettlern und Sozialschmarotzern überschwemmt. Zigeuner!
Rumäne und Roma - ist das nicht dasselbe?
Ach Leute, hier bricht der alte Rassismus durch, der seine Wurzeln schon viele, viele Jahre vor der Nazizeit hatte und dann "nur" kulminierte.

Rumänien
 - war früher ein Land unserer Sehnsucht, das uns Abenteuer und oft auch ein undefiniertes Glück versprach. Karpaten! Romantik pur! Vampire! Ich sollte sagen: Ein Land, von dem wir selbst uns Sehnsucht versprachen und in Liedern, Büchern und Operetten weiter romantisierten.

Die Rumänen
- sind in Wahrheit eine Nation, die es geschafft hat, eine brutale Diktatur zu stürzen, sich selbst zu befreien, nationale Minderheiten weitgehend zu integrieren, Natur, Landschaft und Kulturerbe zu bewahren - unserer selbstgefälligen "Hilfe" zum Trotz.   
Rumänien ist jetzt Teil der EU. Wir sind jetzt ein Land, haben eine Regierung, ein Parlament, eine Währung. Aber wir fürchten uns vor Bettlern, den angeblichen Schmarotzern. Dabei sind die Schmarotzer in Wahrheit wir, denn wir profitieren von einem Volk von Intellektuellen - Dichtern, Malern, Fotografen, Architekten, Journalisten, Philosophen, klugen Studenten und vielen anderen.

Und von Frau Orleanu. Es lohnt sich ein Blick in ihren Blog.
http://ioanaorleanu.blogspot.de/2014/11/der-tag-dem-wir-erwacht-sind-ziua-in.html

Sonntag, 16. November 2014

Chinesisch

Ein Auszug aus meinem Roman "Goethes Hinrichtung" ist in der chinesischen Ausgabe von "Tales of two Cities" erschienen - ein 136-Seiten-Buch mit einem tollen Titelbild:
Es zeigt oben ein Motiv aus der Gegend von Jinan (Provinz Shandong), unten den Goldenen Saal in Augsburg - deswegen, weil es aus der Zusammenarbeit von Augsburger Schriftstellern und Autoren aus Jinan entstanden ist - allesamt hochkarätige Literaten.








 Hier mein Beitrag:







Diese Anthologie gibt es auch auf Deutsch - "Tales of Two Cities: Augsburg - Jinan", herausgegeben von Andreas Nohl und Sebastian Seidel, Maro-Verlag, ISBN 978-3-87512-463-7, Preis 10,00 Euro
Darin vertretene Autoren in der Reihenfolge ihrer Texte:
Lydia Daher,
 Haicheng,
Peter Dempf,
Liu Zhaoru,
Viktor Glass,
 Zhang Ke,
 Eva Lepprand,
Zhu Wenxing,
Andreas Nohl,
 Sun Guozhang,
Sebastian Seidel,
 Hou Lin, Thomas von Steinaecker und
Jian Mo.


Sonntag, 9. November 2014

Eindrucksvolle Bilder, wundervolle Texte



Einen schönen Blog mit Reisefotos und Reiseerlebnissen, philosophischen Einsichten und diversen Nachrichten aus der Bücherwelt findet ihr unter http://angeline-bauer.de/blog/ - zuletzt mit einem herrlichen Herbstfoto aus dem Chiemgau. Wer etwas tiefer geht, kann sich über Erlebnisse und großartige, eindrucksvolle Bilder aus der Karibik freuen oder auf eine Fahrradtour quer über die Alpen (mit Hund im „Gepäck“) bis nach Venedig, wo die Autorin (und Profi-Fotografin) für ihren tollen Stadtführer recherchierte. Es lohnt sich, immer mal wieder in diesen Blog zu schauen, der im Übrigen auch sehr liebevoll gestaltet wurde!

Samstag, 1. November 2014

Was mich ärgert, was mich freut



 Ärgerlich:
E-Books und Selfpublishing bieten dem Autor heute viele Möglichkeiten - unter anderem die, den Leser zu betrügen. Ein Beispiel - ich kaufte vor einiger Zeit ein E-Book, das mir einen spannenden Lesegenuss versprach. Titel und Titelbild ließen mich einen mitreißenden Thriller erwarten. Was ich dann in meinen virtuellen Händen hielt, war ein kurzes Büchlein von weniger als 100 Seiten. Nun ja, dachte ich, und ließ die Seiten durch den Reader laufen, hielt hier und da an - was ich las, war nicht gerade gut. Der Hammer kam am Schluss - der Fall wurde nicht gelöst, sondern der „Roman“ endete mit der Bemerkung „Fortsetzung im zweiten Band“. Tja, den wollte ich nicht auch noch kaufen. Ich vermutete, dass auch darin der Bösewicht noch nicht die Weltherrschaft erlangte. Tatsächlich tauchte ein halbes Jahr später ein dritter Band bei Amazon auf, dann ein vierter. Alle „Bücher“ übrigens mit jeweils anderem Titel - nur durch den Untertitel, ganz winzig an den unteren Rand der Vorderseite geschrieben, stand „Band III der beliebten XXYY-Serie“. Selbst wenn das auf dem ersten E_Book oder im Verkaufstext gestanden hätte - unter einer Serie verstehe ich eine Reihe abgeschlossener Romane mit übergreifenden Personal oder Hintergrund. Aber einen Roman scheibchenweise zu verkaufen, das ist Nepp. Ich nehme an, dieser Roman ist noch nicht einmal zu Ende geschrieben, und niemand kann mir garantieren, dass die Autorin das jemals schafft. Ich werde mir jedenfalls kein weiteres Kapitel anschaffen. Wenn ich einen Roman kaufe, dann will ich einen ganzen, keinen halben. Ich kaufe ja auch keine halben Tomaten.

Erfreulich:
Dies ist mein zweihundertster Blogeintrag. Seit Dezember 2008 melde ich mich auf diesen Seiten mehr oder weniger sporadisch - ein pünktlicher, regelmäßiger Turnus, wie ich ihn mir vorgenommen hatte, ist nicht zu halten - das liegt einerseits an meiner Arbeit, die unregelmäßig anfällt und sich schon mal „staut“, wenn die Termine drängen, als auch an meinem unregelmäßigen Privatleben - zur Zeit hat unsere kleine Tochter Teresa (http://teresadiana.blogspot.de) eine Phase, in der sie besonders viel Aufmerksamkeit braucht. Es macht mir besonders viel Freude, wie sie sich nach und nach die Welt erschließt, und täglich gibt es Neues mit ihr zu erleben.
Mein Blog wächst auch so langsam weiter. Zuerst hatte ich nur wenige Besucher, wie das so ist am Anfang. Es wurden nur allmählich mehr. Dann kam ein Troll, der mit seinen besserwisserischen Kommentaren die Leute vertrieb, und ich musste die Kommentarfunktion sperren. Trotzdem kamen immer mehr Besucher - inzwischen habe ich über 18.200 Aufrufe. Die Besucher kommen aus vielen Ländern, was mir in einer Wochenstatistik angezeigt wird. Mit Abstand die meisten Gäste habe ich aus der Russischen Föderation - danach folgen die USA, Deutschland, Frankreich, England, Kanada. Das wechselt. Die meisten Aufrufe habe ich aber immer aus Russland, deshalb hier meine besten Grüße nach dort. Willkommen!
Dieser Gruß gilt natürlich auch allen anderen Besuchern.
So sieht beispielsweise die Statistik der vergangenen Woche aus:


 Oft werden ältere Blogeinträge aufgerufen - wahrscheinlich über Suchmaschinen. Der beliebteste Eintrag ist dieser:
Zur Feier des Tages habe ich diesem Blog ein neues, munteres Image verpasst - und die Kommentarfunktion wieder eingeschaltet. Ich freue mich schon auf ein reges Echo!
Und wenn ihr dann noch Lust habt, klickt euch doch mal durch meine Homepage www.viktorglass.com und genießt die Leseproben!

Samstag, 25. Oktober 2014

Blog-Archäologie

Heute habe ich für ein Literaturarchiv, das nicht nur Werke von bestimmten Autoren, sondern auch Nachlässe (z.B. Tagebücher und Korrespondenz) sammelt und das mich eigens anschrieb, eine biografische Übersicht verfasst und dabei auch sämtliche aktuellen und früheren Blogs aufgeführt. Bei der Überprüfung der Links habe ich festgestellt, dass zwei längst aufgegebene Blogs noch immer existieren und auch besucht werden, obwohl die letzten Einträge etwa fünf Jahre zurückliegen. Heute betrachtet ist das wie das Blättern in alten Tagebüchern. Wer Lust hat, kann ja mal reinschauen (dort, bei "twoday" lief die Kommentarfunktion wesentlich leichter als hier bei "Blogger") - vielleicht sollte ich wenigstens den Reiseblog wieder aktivieren. Mal sehen, ob ich überhaupt wieder reinkomme. Wenn Ihr Lust habt, schaut doch mal unter http://didisreiseblog.twoday.net.
Unter http://buecherdidi.twoday.net findet Ihr den Vorläufer dieses Blogs hier. Erste Gehversuche... und vielleicht werde ich zumindest den Reiseblog wieder aktivieren. Es gäbe viel nachzutragen - eventuell in einer kleinen "Revue".