Didis Bücherturm

Mittwoch, 30. November 2016

Neuer Kursus in Augsburg: "Das ist mein Leben"


Ein Kursus zum Thema "autobiografisches Erzählen und Schreiben"
- schriftstellerische Vorkenntnisse nicht erforderlich -
In diesem kleinen Kurs befassen wir uns mündlich und schriftlich mit erzählerischer Erinnerungsarbeit rund um die eigene Biografie:
Wer bin ich? Was hat mich geprägt? Welche Rolle spielen bestimmte Personen und Ereignisse in meinem Leben? Was ist mein Lebensthema? Kann ich mich auf meine Erinnerungen verlassen? Wie wecke ich Erinnerungen an Ereignisse, die ich offenbar vergessen habe? Was verraten mir meine Träume? Welche Rolle kann ein Tagebuch spielen? Was ist in meinem Leben wirklich wichtig für mich?



Zu diesem Thema verfassen wir kleine Texte und stellen sie einander vor - die Diskussion darüber wird allen Beteiligten neue Erkenntnisse bringen. Es muss nicht jeder Texte oder Gedichte über sich und sein Leben verfassen, es bringt uns auch weiter, wenn wir in der Gruppe über uns erzählen und darüber diskutieren.
Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer wird mit diesem Kurs unterschiedliche Ziele verbinden - die Bandbreite reicht vom Gewinnen interessanter Selbsterkenntnisse bis hin zum Aufschreiben der eigenen Lebenserinnerungen, um daraus ein Buch für Kinder, Enkel oder z.B. die Angestellten eines Kleinbetriebs, den man in neue Hände übergibt, zu machen.
Wer plant, seine ganze Lebensgeschichte aufzuschreiben, kann nach diesem Grundlagenkurs oder parallel dazu an einem gesonderten Arbeitskreis teilnehmen, der im Rahmen einer begrenzten Kleingruppe oder im Einzel-Coaching konkrete Hilfe bis zur Veröffentlichung der eigenen "Memoiren" als Buch anbietet.
Kosten: Für die Raummiete, schriftliche Handreichungen und sonstigen Ausgaben muss ein kleiner Beitrag erhoben werden.
Der Veranstaltungsort steht noch nicht ganz fest, aber es wird zumindest eine gut erreichbare Räumlichkeit in Augsburg sein. 
Teilnehmerzahl begrenzt. Reservierungen ohne Verpflichtung bei: viktorglass@gmx.de


Montag, 14. November 2016

eBook-Ratgeber



Dieses Jahr bekommen wahrscheinlich wieder Einige von Euch einen eBook-Reader zu Weihnachten geschenkt oder entschliesst sich, wegen der günstigen Sonderpreise, sich selbst einen zuzulegen, und vielleicht weiß der Eine oder Andere noch gar nicht, wie so etwas zu bedienen ist und wie man die richtigen eBooks findet, die zum Gerät passen. Es gibt noch eine Menge weitere Fragen: Kann man eBooks verschenken oder umtauschen? Wie kann man eBooks bei der Stadtbücherei ausleihen? Welches Gerät ist das Richtige für mich? Was ist ein "geschlossenes System"?
Diese und ähnliche Fragen bekommt man jetzt detailliert und gut verständlich beantwortet in dem Buch "E-Books Ratgeber für Einsteiger", das man bei venusbooks herunterladen kann (Link: www.venusbooks.de). Das ist ein Verlag für seriöse und gute erotische Literatur. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, sollte mal auf die Seite schauen. Ganz unten auf der Startseite findet ihr den Buchtitel, den man kostenlos herunterladen darf - als eBook. Für Leute, die noch keinen eBook-Reader haben, gibt es auch eine pdf-Datei, die man mit dem kostenlosen Acrobat-Reader® öffnen kann.

Freitag, 11. November 2016

Ein Schriftstellermorgen
















 Am Wochenende
Die Samstage und Sonntage unterscheiden sich sehr von den Wochentagen - sie beginnen meist ruhig. Da meine Tochter nicht zum Kindergarten muss, lasse ich sie schlafen, so lange sie möchte. Ich sitze dann selbst um fünf oder halb sechs am Schreibtisch und schreibe, was ich schreiben muss oder will. Ich schaffe viel. Irgendwann gegen neun kommt Teresa in mein Arbeitszimmer, verschlafen, den Teddy an sich gepresst, die Augen fast geschlossen, das Haar wild wie ein Engel. Sie klettert auf meinen Schoß, schlummert noch einen seligen Moment an meiner Schulter, bis sie zu schwer wird und ins Rutschen gerät. Dann steigt sie ab, sagt "Kakao!" und läuft, den Teddy jetzt an der Hand baumelnd, ins Wohnzimmer und kriecht auf dem Sofa unter meine noch ausgebreitete Schlafdecke. Sobald ich den Kakao fertig habe, beginnt ihr Tag, und meine Arbeit geht weiter, bis meine Frau aufwacht.

Wochentags
Da kommt es auf den Schichtdienst meiner Frau an. Hat sie Frühschicht, muss sie um sechs los. Ich stehe um vier Uhr zwanzig auf, mache ihr Frühstück, mir einen Kaffee, beantworte Mails von gestern, wecke Analyn um fünf, arbeite noch ein bisschen, lege mich noch einmal hin, wenn sie geht. Um viertel vor sieben wecke ich Teresa, dann in kürzeren Abständen immer wieder - sie kommt schwer hoch. Ich bereite ihr Frühstück zum Mitnehmen, mache ihren Kakao, dann kommt sie - zuerst auf das Sofa, kuschelt sich unter meine Decke, trinkt ihren Kakao. Dann das Übliche - Anziehen, Weg zum Kindergarten. Wenn ich zurückkomme, schwanke ich vor Müdigkeit, mache mir einen Kaffee zum Kaltwerden, lege mich noch einmal hin - mit einem Buch, schlafe dabei aber oft noch einmal für ein paar Minuten ein. Aber das Buch brauche ich - im Moment habe ich sonst wenig geistige Anregung. Nach einer Stunde guter Lektüre geht die Arbeit wie von selbst.

Lesen
Leseliste und Lesestapel umfassen Neueres und Älteres - im Moment eher Zwanzigstes Jahrhundert. Eigentlich komme ich nur in dieser Morgenstunde zum Lesen, ansonsten muss ich mich aufs Klo zurückziehen. Auf baldige Lektüre warten: "Das Kind von Morgen" von Ray Bradbury, "Die grüne Stute" vom Marcel Aymé, "Hinter jenen Bergen" von Thomas Wolfe, "Die Haut" von Curzio Malaparte.
Kürzlich gelesen: "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux (siehe Reiseblog), "Kolbe" von Andreas Kollender und "Duft nach Weiss" von Stefanie Gregg.
Zur Zeit lese ich Henry Miller, "Der Koloss von Maroussi" (und höre dabei Musik von Alexandros Karozas: "Hommage à Konstantinos Kavafis"). Eine beeindruckende Reise und eine großartige Schilderung - wahrscheinlich das beste, was Miller je geschrieben hat.
Wie immer, verlängert sich beim Lesen meine Leseliste, statt kürzer zu werden. In diesem Fall kommen hinzu: Lawrence Durrell natürlich (werde mir als Zypernfan zuerst "Bittere Limonen" besorgen), dann unbedingt, nach Millers unglaublichen Schilderungen: Giorgos Katsimbalis. Am Ende von Millers Buch, in dem Katsimbalis eine große Rolle spielt, gibt es einen Brief von Lawrence Durrell, der wohl die humorvollste Personenbeschreibung eines griechischen Dichters überhaupt enthält. Sie hat auch das Titelbild meiner Ausgabe (rororo 758, August 1965 bis März 1976) angeregt, nehme ich an.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Ein Reiseroman

Kürzlich, am 12. Oktober, versprach ich hier in diesem Blog, ein Buch zu besprechen, das ich gerade las, nämlich "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux, das nicht mehr im Handel ist, jedenfalls nicht als Neuerscheinung. Ist inzwischen gelesen und vorgestellt - siehe unten!


Ich habe diese Besprechung allerdings in meinem kürzlich erst angelegten Reiseblog untergebracht (wo er besser hinpasst), so dass ich Euch bitten möchte, doch einmal dort vorbeizuschauen, bei "Didi unterwegs".  Der Blog (heute sagt man "das Blog", aber ich weiß nicht, ob ich mich umgewöhnen möchte) ist erst im Aufbau und soll nicht nur Reiseerlebnisse schildern, und über Land und Leute, Geschichte, Geografie und andere wissenswerte Einzelheiten informieren, sondern auch auf interessante Bücher zum Thema Reisen hinweisen - diesmal eben auf "Der alte Patagonien-Express", eine Reiseerzählung, die mir sehr viel gegeben hat. Es steht noch nicht viel in diesem Reiseblog, aber scrollt doch einfach mal nach unten und klickt auch  "Ältere Posts" an. Dieses kleine Reise-Lesebuch, das noch ganz am Anfang steht, sollte Euch gefallen.

Montag, 17. Oktober 2016

Bullet-Journal oder: Die Organisation des Alltags

 Ich habe einen großen Schreibtisch, aber zum Arbeiten wird er mir manches Mal zu eng. Überall liegen Erledigungslisten, Papierstapel, Notizzettel und allerhand Unfertiges. Es gibt Karteikästen und eine Box mit unerledigter Post. Einen Emaille-Pinkelpott voller Kugelschreiber und Schreibstifte. Bildschirmspray, Asthmaspray, Kameraspray. Und Vieles mehr! Dabei klappt meine Arbeit am besten, wenn mein Schreibtisch frei ist und ich mein Recherche-Material für mein aktuelles Buch ausbreiten oder meine Steuererklärung machen kann. Deshalb versuche ich immer wieder, meinen Zettelkram zu verdichten und in ein Buch oder einen Kalender einzutragen. Herausgestellt hat sich daraus:

 Mein persönliches Ordnungssystem
Termine und andere merk-würdige Dinge trage ich in Kalender und Notizbücher ein. Ja, die Mehrzahl ist richtig. Ich habe einen Jahreskalender aus dicker Pappe mit rotem Rand, darauf kommen die Fern- und regelmäßigen Termine (z.B. Geburtstage). In einen Buchkalender kommen die täglichen Verabredungen und aktuellen Verpflichtungen wie geplante Anrufe und Treffen. Dann gibt es noch ein kleines Buch in Form eines Taschenkalenders für To-Do-Listen und für alles, was ich mir als Autor merken muss - kleine Erlebnisse, Beobachtungen und Ideen. "Zibaldone" nannte man das früher im Italienischen.
Dann habe ich, für umfangreichere Einträge wie Exposé-Entwürfe, Szenenpläne oder allgemeine Notizen für Arbeit und Alltag meine Ideenbücher - als Paperback gebundene dunkelblaue Leerbücher aus dem Wißner-Verlag. Die quadratische Form (etwa zwei Drittel DIN A 4) und die Taschenbuchdicke sind gerade mal ideal für mich, und ich bin dem Verlag ewig dankbar dafür, dass ich bei einer Lesung im Augsburger Hoffmannkeller einen ganzen Stapel davon geschenkt bekommen habe. Ich nutze sie intensiv!


Das Bullet-Journal
Manchmal passiert es, dass man mit einem Wort, das man früher noch nie gehört hat, gleich an einem Tag mehrfach konfrontiert wird. So passierte es, dass ich heute den Begriff "Bullet-Journal" zum ersten Mal und gleich mehrfach las - bei facebook, Pinterest und twitter. Neugierig geworden, gugelte ich den Begriff und erwartete etwas Texanisches, etwa ein Tagebuch, das von einem Geschoss, einem "bullet", durchbohrt war, damit man es an einem elastischen Kabel über dem Schreibtisch aufgehängt immer wieder zu sich herunterziehen konnte, sobald man es brauchte. Na ja, wo man es aufhebt, bleibt einem natürlich selbst überlassen, aber im Grunde entspricht es einem Notiz- und Ordnungssystem, das meinem eigenen sehr ähnlich ist, allerdings auf ein einziges Büchlein beschränkt. Man kann es sich ganz leicht selbst anlegen, aber ich fürchte, spätestens in einem oder zwei Jahren wird es das auch vorgedruckt geben: ein fantastisches Merk- und Organisationssystem.
Ich hätte es gern hier ausführlich geschildert, aber damit würde ich jemand anderem einen großen Verdienst wegnehmen. Besser als "Bröselchen" (Namen bitte anklicken!) hätte ich es wirklich nicht machen können.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Unverschollen

Liebe Leserinnen und Leser!
Dieser Blog ist nicht untergegangen - ich bin noch da! Im Moment habe ich schrecklich viel zu tun - ein Unterhaltungsroman, der verspätet fertig wird, ein neues Exposé für einen historischen Kriminalroman, Verhandlungen mit meiner neuen alten Agentur, Mailprobleme mit einem Verlag, dessen Post bei mir nicht eintrifft und meine nicht bei ihm, neue Roman-Pläne - und ein Umzug. Mein künftiges Domizil ist der Laden einer ehemaligen Bäckerei im gleichen Hause, so dass sich an meiner Adresse nichts ändert.
Hintergrund ist eine private Trennung, bei der unser Kind möglichst wenig vom Stress mitbekommen soll. Das Ganze belastet mich sehr, und ich komme viel zu wenig zum Schreiben. Ich packe Bücher, die ich behalten will, und biete die übrigen zum Verkauf.
Dabei entdecke ich so manche Schätzchen wieder, die ich vermisst habe, so zu Beispiel "Der alte Patagonien-Express" von Paul Theroux, das ich demnächst auf meinem wieder auferstandenen Reiseblog vorstellen werde (noch erhältlich über das ZVAB oder über booklooker). Ein tolles Buch von einem amerikanischen Reiseschriftsteller, der mit der Eisenbahn von Boston bis an die Südspitze Argentiniens reist, Städte, Landschaften und vor allem Menschen kennenlernt und unterwegs eine Menge amerikanische Literatur liest. Bis jetzt gefällt mir am besten eine Szene, in der er gerade Poe's Arthur Gordon Pym gelesen hat und dann in Panama ein Leichenhaus besichtigt und sich mit einem Einbalsamierer unterhält. Ich werd's empfehlen und hier melden, wenn die Besprechung im Reiseblog erscheint. Bleibt mir treu, auch wenn es lange Pausen gibt!























Ach ja, und noch etwas zum Titel dieses Beitrags. Man kann ja verschollen sein, aber nicht unverschollen. Dann ist man einfach "da". Aber wie nennt man das, wenn einer gerade verschwindet? Verschillt oder verschellt er dann? Wie lautet der Infinitiv von "verschollen"? Verschellen, oder wie? Wer mir den besten begründeten Vorschlag macht, bekommt im kommenden Frühjahr das erste signierte Exemplar meines nächsten Romans. Geschenkt und portofrei. 

Donnerstag, 29. September 2016

Mein Reiseblog

Darf ich Euch zu meinem persönlichen Reiseblog einladen? Kurz- und Fernreisen, Städte, Sprachen, Hintergründe und mehr. Schaut doch mal hier:
http://didiunterwegs.blogspot.de/



 

Sonntag, 4. September 2016

Viren, Hacker und ein neuer Blog


Gestern habe ich einen Brief vom Staatsanwalt bekommen - das Verfahren gegen den Hacker, der vor einiger Zeit meinen PC zerstört und viel von meiner Arbeit vernichtet hat, ist eingestellt worden, weil der Täter nicht auffindbar ist. Klar, diese Leute sind nie zu finden. Solange es da keine internationale Zusammenarbeit gibt, können diese Kriminellen weiter ihre Untaten genießen.
Und dies war nicht der einzige Angriff auf meinen PC (siehe entsprechende Einträge weiter unten in diesem Blog).
Lange Zeit habe ich mich gewundert, dass ich auf viele eMails, die ich versendet habe, gar keine Antwort bekam. Ich habe immer eine Weile gebraucht, um anzurufen, weil ich oft am Telefon Probleme mit dem Hören habe. Als jetzt nach diesem hinterhältigen Angriff auf meinen Computer uralte Mails auftauchten, die verschlüsselt in einem tiefen Cache verborgen lagerten, war ich völlig überrascht - über fünfhundert Mails, die ihren Empfänger nicht erreicht hatten. In einem Fall habe ich geglaubt, der Verlag hätte mich abserviert - in einem anderen Fall ist das tatsächlich geschehen.
Der Schaden, den solche Viren und bösartige Hacker-Angriffe offenbar trotz Firewall (!) und regelmäßigem Scannen verursachen können, ist immens. Ich bin in allen meinen Plänen um Wochen zurückgeworfen. Erst habe ich gedacht: "Warum gerade ich!" Inzwischen weiß ich, dass ich nicht der einzige bin, den es trifft. Manche Zeitungen sprechen von einem "Hacker-Sturm" oder sogar von einem "Hacker"-Krieg, der gerade über Europa hereingebrochen ist.
Doch ich lasse mich nicht unterkriegen. immerhin habe ich es geschafft, nach meinen beiden kleinen Sommerreisen auf Pinterest eine Menge Material für meinen geplanten Reiseblog zu sammeln und sogar den Blog bereits zu starten: Schaut mal HIER!

Montag, 22. August 2016

Korrekturaufträge



Heute wollte ich hier einen kleinen Beitrag über fehlerhafte Rechtschreibung in Blogs einstellen, sozusagen als Dankeschön für die vielen Aufrufe und die Korrekturaufträge, die mir mein Beitrag "Wie teuer ist ein Korrektorat" gebracht hat, da stelle ich bei einer kleinen Zusatzrecherche fest, dass "Leseratz" das Thema schon auf den Punkt gebracht hat. Schaut mal HIER. Da geht es zwar in erster Linie um Bücherblogs, ist aber auch auf andere übertragbar. Es lohnt sich, den Beitrag zu lesen!