Diesen Sommer gibt es ein tolles Angebot für Flugreisende, die Bücher aus dem stationären Buchhandel mit in den Urlaub nehmen wollen. Die Buchhandelsaktion "Vorsicht Buch" und die Lufthansa-Tochter Condor bieten einen Aufkleber für den Koffer an, mit dem ein Kilo zusätzliches Freigepäck zulässig ist. Einfach nur zeigen, dass ein "Buch an Bord" ist! Wie ihr an den Aufkleber kommt, erfahrt ihr HIER aus dem "Börsenblatt".
Beiträge über Alltag und Arbeit, über meine Bücher und mein Leben. Wenn die Kommentare nicht klappen, bitte über das Kontaktformular senden. Wenn im Betreff "Kommentar" steht, füge ich ihn ein.
Dienstag, 21. Juni 2016
Sonntag, 12. Juni 2016
Eine häufige Frage
Es gibt etliche Fragen, die auf Lesungen immer wieder zu
hören sind.
Haben Sie das alles selbst erlebt?
Wie kommen Sie auf solche Ideen?
Wieviel verdienen Sie?
Wie lange haben Sie an diesem Buch geschrieben?
![]() |
| Schreiben ist mehr! |
Dieser letzten Frage ist die Verlegerin und Autorenkollegin
Martina Sevecke-Pohlen in ihrem Blog "Service rund um Ihr Buch"
nachgegangen. Die Antwort war verblüffend - und einleuchtend: Diese Frage ist
so nicht zu beantworten, denn zu einem Buch gehört viel mehr als nur das
eigentliche Schreiben. Hier ist der LINK zu diesem nicht allzu langen, aber
tollen Beitrag. Es lohnt sich übrigens, nach dem Lesen noch auf dem Blog zu
verweilen und ein wenig herumzustöbern.
Samstag, 16. April 2016
Wenn die Recherche nicht ausreicht - Teil 2
(Bitte lies zuerst den übernächsten Beitrag weiter unten, "Was tun, wenn die Recherche nicht ausreicht, Teil 1)
Wie wird man Gaststudent an den besten Unis der Welt?
Ich habe erst einmal klein angefangen, um mich im Umgang mit
Online-Kursen sicher zu fühlen. Für jemanden, der erst damit anfängt, ist es
einfacher, erst mit einem nicht ganz so hochkarätigen Kurs zu beginnen , oder
aber mit etwas, was einen ohnehin interessiert oder was man braucht. Ich stand
zum Bespiel vor der Situation, plötzlich meine Buchführung selbst zu machen
(was zunächst gründlich schief ging - zum Glück sprang da mein Bruder ein). Inzwischen
habe ich die Gratis-Kurse beim WEB-KOLLEG gefunden. Da gibt es Sprachkurse, Programmierkurse und
sogar Kurse für Gehörlose. Für mich interessant war in dieser Situation
natürlich der BUCHFÜHRUNGSKURS.
Ähnlich aufgebaut ist auch die KARRIEREBIBEL mit Links zu
einigen kostenlosen Kursen. Wie auch beim Webkolleg führen einige der dortigen
Links zu kostenpflichtigen Kursen. Das ist nicht verwunderlich - immerhin
kostet es eine Menge Zeit und Geld, einen solchen Kurs aufzubauen, zu gestalten und zu betreuen.
Aber unter den Gratiskursen findet sich schon Einiges, was interessant ist.
Auf den genannten Plattformen findet sich ein interessanter
Begriff, der mir bis vor Kurzem unbekannt war: MOOC - "Massive Open Online
Courses" (Erklärung: WIKIPEDIA). Und hier stehen wir am Tor zur großen,
weiten Universitäts-Welt. Fast alle Kurse sind kostenlos, aber ich empfehle,
unbedingt die Anmelde-Bedingungen zu lesen. Die meisten Kurse sind auf
Englisch, man kann aber auch mit der Suchfunktion welche in anderen Sprachen
finden.
Ähnlich ist die Open Education Database OEDb
aufgebaut - hier finden sich ungefähr zehntausend Kursangebote.
Fremdsprachen
Manchmal spielt ein Roman, den du schreiben willst, nicht in
Deutschland, sondern irgendwo im Ausland. Was mich betrifft, wähle ich
Schauplätze, an denen ich schon gewesen bin oder solche, die ich gern mal
bereisen möchte. Ich habe mir auch umfangreiche Foto- und Linksammlungen auf
Pinterest angelegt. Hier mein Beispiel für meine BARCELONA-Recherche. Jedes
Bild dort kann man anklicken, dann wird es vergrößert, und darunter erscheint rechts
unten der Button "besuchen" - das ist dann der Link zu vielfältigen
weiteren Informationen, meist zu der Internet-Seite, von der das Bild stammt.
So holt man sich eine Menge landeskundliche Informationen zusammen.
Was für mich noch ganz wichtig ist, ist ein Gefühl für die
Sprache. Wie klingt sie? Wie ist sie aufgebaut? Was sind die wichtigsten
Phrasen, die ich vielleicht in meinen Roman einbauen könnte, um ein bisschen
Atmosphäre zu schaffen. Ich verwende dazu oft Sprachkurse, zum Beispiel die von
der BBC (LINK HIER), die aber auf der Grundlage des Englischen unterrichten. In
vierzig Sprachen gibt es die "Essential 40 phrases der jeweiligen Sprache zu hören. Ich selbst
bevorzuge Sprachenlernen24 (LINK HIER), da man dort Schnellkurse, Vollkurse und
spezifische Kurse (Flirt-, Auswanderer- oder Business-Kurse) wählen kann. Diese
Kurse kosten Geld, sind aber recht preiswert, und wenn man den Newsletter bestellt,
bekommt man häufig stark ermäßigte Sonderangebote. Ein Probezugang zu den
Kursen ist kostenlos, denn man soll die neuartige Lernmethode (mit
ausgezeichnetem Gedächtnistraining) zuerst mal kennenlernen.
Weitere Links
Es gibt noch viele weitere Lernangebote, und wenn man erst
mal danach sucht, ist man erstaunt, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es
gibt, sich Wissen anzueignen und seine Recherche auf eine gute Grundlage zu
stellen. Hier nur zwei weitere als Beispiele:
IVERSITY bietet berufsorientierte Kurse in verschiedenen Sprachen an,
ONLINE-VORLESUNGEN sind interessante Einzelvorlesungen aus diversen Fachbereichen.
IVERSITY bietet berufsorientierte Kurse in verschiedenen Sprachen an,
ONLINE-VORLESUNGEN sind interessante Einzelvorlesungen aus diversen Fachbereichen.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und viel Erfolg für
Eure gut recherchierten Bücher!
Neu gestaltet
| Bald: Mein eigenes Zimmer! |
Im Moment gibt es viele Interessenten. Bald kann ich endlich meinen Arbeitsplatz verkleinern, und unsere Tochter Teresa bekommt ihr eigenes Zimmer.
Freitag, 1. April 2016
Was tun, wenn die Recherche nicht ausreicht? - Teil 1
Manchmal genügt es nicht, wenn du für einen Roman oder ein
Sachbuch die Fakten nachforschst und ein wenig Literatur liest. Du hast dann
zwar Detailkenntnisse, die oft beeindruckend sind, aber du hast trotzdem das
Gefühl, das da etwas fehlt. Häufig ist es gerade der Gesamtüberblick, das
Gefühl für den Gegenstand, die Seele des Ganzen, an dem es deinem Text mangelt.
Der Leser empfindet diesen Text dann als hölzern, erkennt das Zusammengesuchte
der Fakten. Dann hilft nur eins: Du musst zum Experten werden.
![]() |
| Ganz viel recherchiert. Und nun? |
Wie werde ich zum Experten?
Das kann auf verschiedene Weise geschehen. Oft bist du ja
schon Experte, z.B. in deinem erlernten Beruf oder in deinem Hobby. Oder es
fasziniert dich ein Thema so sehr, dass du unbedingt darüber schreiben
möchtest. Du hast vielleicht schon recherchiert oder dir eine Pinwand bei
Pinterest angelegt. Aber wie kannst du deine Kenntnisse erweitern, vertiefen
und festigen? Natürlich kannst du dir jede Menge Bücher ausleihen oder gar
anschaffen, aber es gibt noch eine ganz besondere Möglichkeit, die ich hier
vorstellen möchte:
Werde Gaststudent!
Fast alle Universitäten haben schon seit Jahrzehnten die
Möglichkeit im Angebot, sich als Gasthörer anzumelden. Davon wurde häufig
Gebrauch gemacht - besonders ältere Leute, die nach Rentenbeginn im Leben noch
Sinnvolles tun wollten, schrieben sich ein, saßen als Gäste in Vorlesungen
oder, wenn sie Platz fanden, in Seminaren und entschlossen sich vielleicht
sogar zu einem richtigen Vollzeitstudium mit Abschluss.
Heute sind die meisten Hochschulen aber überbelegt. Viele
Hochschulen und Fachschulen machen aus der Not eine Tugend - und bieten
Online-Kurse an. Das "Fernstudium" daheim am PC erfordert zwar
Disziplin und es ist anstrengend, eröffnet aber immense Möglichkeiten! Wir
haben plötzlich nicht mehr die Gasthörerkarte von der Uni Bochum, sondern wir
sind Kursteilnehmer am Massachusetts Institute of Technology! Den Türkischkurs
machen wir nicht auf zwanzig Semester verteilt an einer wichtigtuerischen
Volkshochschule in Augsburg oder Düsseldorf, sondern lernen in einem
Intensivkurs direkt in Ankara, Bursa oder Istanbul. Vom heimischen PC aus - und
das auch noch kostenlos!
Wie das geht, verrate ich Euch in den nächsten Tagen - schaut doch mal wieder herein!
(Die Fortsetzung deses Artikels findest du zwei Beiträge weiter oben)
(Die Fortsetzung deses Artikels findest du zwei Beiträge weiter oben)
Montag, 29. Februar 2016
Ganz am Anfang: Gute Recherche ist die halbe Arbeit!
Wenn ich mit einem neuen Projekt
beginne, z.B. einem historischen Roman, liegt am Anfang… nein, nicht Google,
sondern erst einmal eine Liste. Ich schreibe auf, was mir zu einem Thema spontan
einfällt, völlig unsortiert, nicht zu dicht zusammen, denn beim Durchlesen
fallen mir zu den ersten Begriffen oft noch weitere ein. Man kann die Wörter,
Sätze und Halbsätze einfach untereinander schreiben und einen kleinen Strich
davor setzen, oder man schreibt sie wie beim Mindmapping über das ganze Blatt
verteilt. nichts ist zu unwichtig, um hier nicht notiert zu werden, und es
können ruhig mehrere Seiten werden. Es gibt im Schreibwarenhandel große
Doppelbögen, die auf DIN A 4 zusammengefaltet sind. Die sind auch sehr
praktisch. Anschließend unterstreiche ich die Ausdrücke, die mir wichtig
erscheinen.
Erst jetzt kommt Google ins
Spiel. Ich schlage die unterstrichenen Ausdrücke nach. Bei Google und in der
Wikipedia finden sich geordnete Informationen, und vielleicht ergibt sich
daraus schon mein erster Plan. Ich gebe nicht nur die Begriffe ein, sondern
auch einfach mal nur die Jahreszahl, und auf diese Weise bekomme ich viel
zeitgeschichtlichen Hintergrund.
Auf jeden Fall bekomme ich eine
Menge Links und Literaturhinweise, denen ich nachgehen kann - auf Reisen durchs
Internet und bei Besuchen in der Bibliothek. Wenn ich den Eindruck habe, dass
ich mir ein ausreichendes Bild von meinem Thema gemacht habe, stelle ich die
vorläufige Gliederung zusammen, mache mir einen Zeitablaufplan der Geschichte,
schreibe das Exposé. Wenn der Verlag nichts daran auszusetzen hat, ist das mein
Gerüst beim Schreiben.
Fehlen noch die Namen. Bei
historischen Romanen sind die Namen fest vorgegeben. Entstammt die Handlung
dagegen meiner Fantasie, muss ich mir Namen überlegen, die zur Geschichte
passen, aber auch zu der Zeit, in der sie spielt. Ich lege mir für jeden Roman
einen Vorrat von weiblichen und männlichen Namen an für den Fall, dass ich
Nebenfiguren auftauchen lassen muss. Es gibt eine Menge
"Namens-Generatoren" - die Augsburger Hebammen des Josefinums (in
meiner Nachbarschaft) haben einen eigenen: http://www.hebammen-josefinum.de/babynamensgenerator/index.php . Da habe ich z.B. "Uljana
Schmitzke" gefunden. Könnte glatt mein neues Pseudonym für absurde Romane
sein!
Mittwoch, 17. Februar 2016
Die Freuden des Aufbruchs
Es geht wohl jedem im Leben, ob privat, im Beruf oder überhaupt, mal so: Es muss irgendwie weitergehen, und man weiß nicht, wo man anfangen soll. Man gerät in Panik, und das "Weitergehen" ist erst einmal blockiert.
Das war mein Stand vor ein paar
Tagen. Der "Datencrash" vor ein paar Wochen war ein größerer
Einschnitt in meine Arbeit, als ich vorher gedacht habe. Er bedeutet einen
Neuanfang und eine damit verbundene Aufbruchstimmung. Zuerst war ich versucht,
alles, was jetzt zu tun ist, auf einmal zu erledigen und hatte dadurch bei
jeder Aufgabe das Gefühl, nicht genug zu schaffen.
Feste Strukturen
Jetzt habe ich mir eine Liste
angelegt, um der ganzen Sache Struktur zu verleihen. Die sieht bei mir so aus:
Ø
Roman 1
Ø
Steuererklärung
Ø
Roman 2
Ø
Roman 3
Ø
München-Tag (neuer Verlag und alte Freunde)
Ø
Exposés
Ø
neuer Roman
Ø
neuer Roman
Ø
usw.
Dazwischen: am Mittag und am
Abend eine Stunde für Mails und Social Media, und täglich eine Stunde lesen.
Das mag bei jedem anders aussehen,
aber wichtig ist, dass überhaupt ein fester Rahmen geschaffen wird. Die
Struktur ist das Baugerüst, das dem Ganzen einen Halt gibt.
Pausen sind wichtig
Auch das habe ich gelernt: Man
darf nicht ohne Pausen arbeiten, denn sonst geht einem die Puste aus, Ideen und
ihre Ergebnisse werden blasser und wirken lustlos.
Also heute - ein Roman ist
abgeliefert - ist ein Pausentag. Ich räume im Arbeitszimmer auf und habe mir
meine "Elpmas"-CD von MOONDOG aufgelegt. Zur Musik räume ich auf,
mache Schreibtisch und Gehirn frei, knabbere Süßes, stelle aussortierte Bücher,
die noch brauchbar und lesenswert sind, in mein BOOKLOOKER-Verkaufsregal und
stöbere bei Pinterest und in den Blogs anderer Leute. Gerade habe ich einen
Beitrag auf "dariadaria" gefunden, der auch euch interessieren
dürfte: "Ich bin jung und brauche das Geld" - darin geht es um
angemessene Honorare für kreative Leistungen. Solltet Ihr unbedingt lesen und
weiterempfehlen! Der direkte Link zum Artikel ist HIER.
Die Gedanken sind frei
- und bewegen sich frei, solange
man sie nicht in eine bestimmte Richtung zwingt. Beispiel - in den letzten
Tagen habe ich unterschwellig, während ich an einem anderen Text schrieb, schon
überlegt, wie ich den neuen Roman am besten anfange. Heute, wo ich die Gedanken
einigermaßen frei schweifen lassen kann, war die zündende Idee da. Ich scharre
schon in den Startlöchern - morgen früh um 6 geht's los.
Sonntag, 14. Februar 2016
Der große Umbau
Nach der Viren-Katastrophe im
letzten Monat (ich weiß noch immer nicht, ob es wirklich ein Virus war, sondern
ein Fehler in meinem Kopierprogramm) arbeite ich wieder - unter ziemlichem
Zeitdruck - an Manuskripten, die ihren Termin versäumt haben. Bis Mitte April
will ich alle ausstehenden Ablieferungen erfüllt haben. Dafür habe ich mir
einen kleinen Kalender aus dem Net herunter geladen, in den ich Tagesvorgaben
eingetragen habe - bis jetzt auch eingehalten.
Pläne
Nebenbei mache ich aber auch
neue Pläne, die ich zwar jetzt schon vorbereite, die ich aber erst nach Mitte
April bei Verlagen anbieten kann. Als Vorbereitung werde ich den größten Teil
meiner Blogs umbauen, wobei der kleinste wahrscheinlich gelöscht wird.
Zur Zeit betreute Blogs:
Dieser Blog ist überwiegend der
Vorstellung von Unterhaltungsromanen gewidmet und hat nicht viele Kontakte
gebracht, vor allem: keine neuen. Ich werde ihn in der kommenden Woche löschen,
und niemand wird ihn vermissen.
Das ist ein privater Blog mit
Fotos von unserer kleinen Tochter, hauptsächlich gedacht für Freunde, die in
ganz Deutschland verteilt wohnen, und für die Familie meiner Frau - auf den
Philippinen, in Hongkong und Singapur. Es gibt nicht viele Besucher, aber für
den begrenzten Kreis werde ich ihn weiterführen.
Hier geht es um die Philippinen
- Reisen, Brauchtum, Geschichte, Literatur, Politik. Ich bin noch nicht sehr
weit damit gekommen, weil das Ganze noch ziemlich unstrukturiert ist. Dieser
Blog wird ausgebaut. Hier werden Fotos, aktuelle Meldungen und besser
recherchierte Hintergründe kommen.
Das ist dieser Blog, in dem ihr
gerade lest - Erscheinungsweise viel zu unregelmäßig, das gebe ich zu. Meine
Arbeit, private Hintergründe dazu, Einiges über meine Lektüre, meine Pläne,
meine Pannen und Hoffnungen - es mag sporadisch aussehen, aber viele von Euch
haben mir zu verstehen gegeben, dass diese Buntheit gut ankommt. Es wird wieder
mehr über Bücher zu lesen geben, Schreibtipps und Links, aber auch Privates.
Was bisher fehlte, ist die Regelmäßigkeit. Es wird also jeden Montag einen
ausführlichen Hauptbeitrag geben (vielleicht auch schon am Sonntagabend), und
zur Mitte der Woche einen kleineren Beitrag - eine Buchvorstellung oder einen
Beitrag aus meiner Serie "Auf meinem Schreibtisch", die ich gerade
vorbereite.
Auf meinem Schreibtisch
Da tummeln sich diverse
Gegenstände - ein Leuchtturm, Steine und Muscheln, ein Nachttopf, in dem meine
Stifte stehen, ein Richterhämmerchen, ein paar Bücher - die Zusammenstellung
wechselt, aber viele Dinge haben ihre eigene Geschichte, und die werde ich in
Wort und Bild vorstellen. Manchmal wird sogar eine Geschichte aus meinem Leben daraus. Es wird also pro Woche zwei Beiträge geben, auf die
ihr Euch freuen könnt. Und als Bonus einen Link der Woche!
Mittwoch, 27. Januar 2016
Die Katastrophe
Alles weg!
Ich brauchte ein paar Sekunden,
um zu begreifen, was da passierte. Während ich dabei war, Sicherungskopien
meiner Arbeitsdateien auf eine externe Festplatte zu schieben, begannen
plötzlich meine Icons auf dem Desktop einer nach dem anderen zu verschwinden -
Programme, Links zu den aktuellen Arbeitsdateien usw. Sofort versuchte ich, den
Kopiervorgang abzubrechen - ging nicht. PC herunterfahren - ging nicht. Ich war
schon in Panik, als mir einfiel: Netzstecker! Ich schaltete sofort die ganze
Steckerleiste ab. Puh!
![]() |
| Quelle: www.pixabay.com - Danke! |
Ich wartete einen Moment, bis
ich wagte, den PC wieder einzuschalten. Drei Viertel aller Icons waren
verschwunden. Die anderen reagierten nicht. Nun, dachte ich, das sind ja in
erster Linie Links. Die Programme und Dateien müssten ja noch da sein.
Ich ließ zuerst einen
Virenscanner laufen, bevor ich etwas anderes anfing. Ich habe zwar einen, der
ständig mitläuft, wenn ich online bin - der kostet Geld und ist es
normalerweise auch wert, reicht offensichtlich aber nicht. Nun musste erst
einmal die Festplatte gereinigt werden. Es fanden sich gleich zwei der
bösartigen Angreifer und wurden getilgt.
Noch zu retten?
Jetzt versuchte ich, über die
Dateiverwaltung, meine Dateien aufzurufen. Weg! Ganze Verzeichnisse waren leer,
andere in „Links“ verwandelt, die offenbar irgendwo hin in die Weiten des Webs
gegangen waren. Anzuklicken waren sie nicht.
Langsam wurde mir klar, dass
Vieles wirklich verschwunden war. Zuerst Programme, die ich zuletzt verwendet
hatte. Word. Excel. Grafikprogramme. Ein kompletter, kürzlich erst begonnener
Sprachkurs.
Dann die Dateien, an denen ich
gearbeitet hatte. Alles, was mit Word oder Excel in den letzten Tagen
bearbeitet worden war.
Waren die vielleicht nur in
andere Verzeichnisse verschoben? Nach stundenlangem Suchen, die ganze Nacht,
war mir klar - da brauch ich Hilfe.
Und die brachte mir Klarheit:
Weg ist weg. Nichts mehr da. Futsch. Verloren.
![]() |
| Quelle: pixabay.com - Danke! |
Zum Glück waren da die
Sicherungsdateien. Word und Excel sind wieder auf der Festplatte, und fast alle
Arbeiten. Meine Linkliste, mühselig angelegt, ist gestorben. Meine
Kontaktadressen! Zum Glück gibt es noch externe Listen bei t-online und gmx,
damit lässt sich eine neue aufbauen. Doch mehrere aktuelle Arbeitsdateien sind
nicht mehr ganz aktuell - lediglich auf einem älteren Stand. Offenbar hat der
Schädling auch auf die Festplatte zugegriffen, auf die ich gerade speicherte.
Mehrere Word-Dateien sind dort verschwunden, Excel-Dateien komplett.
Korrespondenz! Buchführung! Wahrscheinlch hat die Schadsoftware „gewartet“, bis
ich die Datensicherung machte, um erst in diesem Moment zuzuschlagen.
Tagelang war ich wie gelähmt.
Was sollte ich denn jetzt machen? Da sind Terminarbeiten, die zum Teil schon
überfällig sind! Romanablieferungen. Steuererklärung. Und jetzt blockierte ich
erstmal total. Der Berg Arbeit, der vor mir lag, schien unüberwindlich.
Neuanfang
Aber es muss weitergehen. Ich
erfasse die Buchführungsbelege neu. Ich schreibe an den Geschichten da weiter,
wo sie vor einiger Zeit unfertig gesichert worden waren. Wenigstens etwas. Ein
enormer Zeitverlust, aber immerhin ist nicht alles verloren. Und Datensicherung
wird jetzt doppelt gemacht - auf der externen Platte und auf DVD. Hinter allem
noch die große Frage: Wie konnte das passieren? Ein Virus kommt nicht von
allein. Der ist von irgendwem hergestellt und auf die Reise geschickt worden, um
möglichst großen Schaden anzurichten. Wer macht so was? Schüler, die sich einen
Spaß erlauben? Der russische oder rumänische Geheimdienst? Da geraten wir jetzt in den
Bereich der Verschwörungstheorien.
| Stau in Manila - aber es geht weiter... (eigene Aufnahme) |
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