Didis Bücherturm

Donnerstag, 29. August 2013

Stilvolle Erotik-Lesung

Huwebes, Agosto 29, 2013
2013年8月29日星期四
Lesung in München am 16.09.2013 im Il Sorriso
Liebe Freunde der erotischen Literatur,
am 16.09.2013 hält die Münchner Autorin Aveleen Avide im Il Sorriso, Gotthardstr. 8 in 80686 München eine Lesung ganz besonderer Art.
Es wird ein Abend mit lukullischen Genüssen, was die Speisen und Getränke (herausragende Weine!) betrifft. Dazu gibt es zwischen den drei Gängen mehr zum Thema Erotik und natürlich wird die Autorin auch lesen. Zeit: 19-22.30 Uhr, Anmeldeschluss 06.9.2013 (Teilnehmerzahl begrenzt). Kostenbeitrag 79,00 Euro.
Näheres unter http://www.aveleen-avide.com/ (dort auch eine Vorschau auf die angeboteten Weine, die Anmeldeadresse, Hinweise auf die Bücher der Autorin und Vieles mehr.
(Hinweis: Formulierungen aus einem XING-Beitrag der Autorin übernommen) 
Vor einiger Zeit habe ich eines ihrer Bücher rezensiert – meine damalige Besprechung gebe ich hier wieder:

Erotika sind ja heute durchaus salonfähig – sogar der seriöse Rowohlt-Verlag wagt sich, nicht zum ersten Mal, an dieses Thema. Von der bereits durch "Samtene Nächte" bekannten Münchner Autorin Aveleen Avide liegt mir jetzt das Bändchen "Purpurne Lust" vor. In sechs Erzählungen schildert die Autorin weibliche Erotik-Fantasien. Es sind lustvolle Tagträume, ausführlich geschildert – sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ohne dabei aber vulgär zu sein. In romantischen Settings (Augsburg, Miami, Everglades, aber auch in einem traumhaften Mittelalter) folgen wir originellen erotischen Eskapaden, die in ihren Schilderungen nichts zu wünschen übrig lassen. Als Männer erfahren wir, wie weibliche Wunschvorstellungen von einem Mann aussehen, und wir haben es natürlich befürchtet: Er ist erst einmal reich, dann gut aussehend, trainiert, hat einen ganz ansehnlichen Penis und ist darüber hinaus sehr aufmerksam, weil er sich mit weiblichen Wünschen auskennt und sie vorausahnt. Wenigstens einen Teil davon sollten wir Männer uns zum Vorbild nehmen, auch wenn wir nicht immerzu in der A-Klasse agieren können. Tröstend ist, dass die weibliche Fantasien den männlichen durchaus entsprechen – Einfallsreichtum und Kreativität sind gefragt. Vielleicht wäre es ganz spannend, die gleichen Geschichten mal aus männlicher Sicht zu schreiben und die Ergebnisse miteinander zu vergleichen.
Das Ganze ist in einem flüssigen, gut lesbaren Stil geschrieben, und die Spannung in den jeweiligen Geschichten verleitet dazu, sie gleich zu Ende zu lesen, wenn man sie erst einmal begonnen hat – insgesamt ein schönes Taschenbuch für verträumte und entspannende Stunden, das sich am besten zu zweit liest.
Aveleen Avide: Purpurne Lust. Erotische Geschichten. Rowohlt Verlag (www.rororo.de), 237 Seiten, ISBN 978-3-499-25776-6, Preis 8,99 €

Mittwoch, 28. August 2013

Normseite formatieren

Es gibt tatsächlich Autoren, die haben noch nie von einer Normseite gehört. Dabei ist diese beim Einreichen eines Manuskripts wichtig für die Verlage, um den Umfang (und die Kosten) eines Projekts schneller kalkulieren zu können. Hier erfährt man, wie’s gemacht wird:
https://www.schreiblabor.com/basics/standardpage/
Ach ja, wer sich das nicht auf Anhieb merken kann, findet bei Sandra Uschtrin ein Frühstücksbrettchen, da steht alles genau drauf: http://www.uschtrin.de/ ein wenig nach unten scrollen).

Dienstag, 27. August 2013

Teresa - und ein Hinweis


Im Innsbrucker Hofgarten
Bin in den letzten Tagen ziemlich im Stress - die Tagesmutter, die unsere Teresa betreut, ist in Urlaub, und nun ist die Kleine den ganzen Tag daheim. Das ist schön, weil sie zur Zeit große Entwicklungsschritte macht, aber es ist auch ein wenig stressig, weil sie sich ständig in Gefahr begibt - macht alle Schubladen auf und leert sie (ja, trotz Kindersicherungen), klettert auf Kommoden, Fensterbänke und Tische, schaltet Geräte ein oder aus, kommt an die Lichtschalter - man muss sie halt ständig im Auge haben, und so komme ich immer nur morgens um sechs oder abends nach neun zum Schreiben, wenn ich eigentlich zu müde dazu bin. Aber es macht Spaß, Teresa zu erleben - sie hat ihre Papieresser-Phase hinter sich und knabbert keine Bücher mehr an. Ihr Lieblingsbuch "Friedolin Fisch" habe ich nicht entsorgt, sondern sie hat es in seiner ganzen Zerstörtheit vor Augen. Sie lernt allmählich, mit Büchern umzugehen - sie blättert vorsichtig um und zerreißt nur noch wenig, und sie kann minutenlang aufmerksam sein, wenn wir gemeinsam lesen.
Ihr Blog: http://teresadiana.blogspot.de.

Zum Schluss noch ein Hinweis:
Preissenkung für zwei meiner E-Books: „Der Tod der Schamanen“ (Leseprobe hier) und „Am Tag nach der Ewigkeit“ (Leseprobe hier). 

Mittwoch, 31. Juli 2013

Petersens Homepage

Seit einiger Zeit biete ich über meine Homepage www.viktorglass.com diverse Dienstleistungen für Autoren an: Korrektur, Lektorat, Betreuung bis zur Veröffentlichung. Zu meinen ersten Kunden zählen Laura und Luke Petersen, ein Romane schreibendes Paar aus Tasmanien. Ihre E-Books, die bei Klarant in Bremen erschienen, sind jetzt auf einer kleinen Homepage zu finden, die beim nächsten Titel weiter ausgebaut wird: www.llpetersen.wseonline.de. Laura, die ursprünglich aus Husum stammt, schreibt unterhaltsame, witzige Liebesromane, die alle irgendwie am Meer spielen, Luke verfasst abenteuerliche Romane mit Liebesgeschichten vor der grandiosen Kulisse ferner, exotischer Länder. Also - hin und wieder mal auf die Seite schauen, empfehle ich.

Freitag, 5. Juli 2013

Freies Geleit für Edward Snowden

... fordert der Augsburger Autor Andreas Nohl in einem offenen Brief an den Bundespräsidenten. Der Brief erschien zuerst bei "betterson"
 (http://betterson.de/welt/freies-geleit-fur-edward-snowden/) und wird ab Montag auch im "Augsburger Satyr" zu finden sein.

Dienstag, 21. Mai 2013

Lesung im Augsburger "Samocca"

Am kommenden Samstag lese ich im Café Samocca, Kaffeerösterei und Deli, Augsburg, Halderstr. 8 (Nähe Königsplatz) aus meinem Buch "Im Tal des weißen Tigers", das unter neuem Titel und Pseudonym im Klarant-Verlag als E-Book neu erschienen ist. Beginn 17 Uhr, Ende ungefähr 18.30 Uhr, Eintritt 5 Euro, aber dafür gibt es auch eine Portion guten, frisch gerösteten Kaffees.
Es wird Zeit und Gelegenheit zum Gespräch sein, und ich werde auch gern Auskunft geben über meine Erfahrungen mit E-Books.
Das Samocca ist eine Einrichtung, die speziell Behinderten einen Arbeitsplatz gibt. In Augsburg setzt es sich gerade als gemütlicher Treffpunkt durch.

Montag, 6. Mai 2013

Gedenken an die Bücherverbrennungen 1933

Lizenz: Creative Commons, Bundesarchiv, Bild 102-14597 / CC-BY-SA
Am kommenden Samstag, den 11. Mai, findet um 19.30 Uhr in der Bücherei Horgau eine Lesung zur Erinnerung an die Bücherverbrennungen in Deutschland zur Zeit der Nationalsozialisten statt. Ich bin gestern kurzfristig dazu eingeladen worden, auch einen Beitrag zu geben - ich muss mir auf die Schnelle einen Autor suchen, den ich vorstelle, und eine Textstelle, die ich als Beispiel lese. Arnold Zweig? Carl von Ossietzky? Ich dachte zuerst an Heinrich Heine, aber der steht gar nicht in der Liste. Vielleicht Arnold Zweigs "Beil von Wandsbek", auch wenn es lange nach 33 geschrieben wurde. Aber alles von Zweig war ja auch später noch aus den Bibliotheken verbannt, und nachhaltig auch aus den Köpfen.
So, und nun zurück an die Arbeit: Das Blättern in Arnold Zweigs Werken, das Festlesen hier und da (z.B. in den Szenen aus dem 1. Weltkrieg, besonders Verdun, hat mir viel für meine jetzige Aufgabe mitgegeben - kein verlorener Tag also.

Samstag, 20. April 2013

Arbeit, Arbeit, Arbeit!


2013年4月20日星期六
Sabado, Abril 20, 2013
Die Zeit rennt mir mal wieder davon. Eine langwierige Erkältung hat mich mal wieder aus der Schiene geworfen - zum Glück sind es überwiegend solche Infektionen, auch wenn die Diesmalige ganz schön anstrengend war - erst hatte Teresa (und hat noch) Husten und Halsschmerzen, dann bekam ich sie, dann hatte ich heftige Gliederschmerzen (Teresa wahrscheinlich auch, konnte nur nicht davon erzählen), war völlig benommen, habe zwei Tage fast nur geschlafen und kaum gegessen, und nun, da ich allmählich wieder klare Gedanken fassen kann, sehe ich, was sich alles angestaut hat - ein großartiger Auftrag zur Überarbeitung eines Roman-Manuskripts (Zeit: Erster Weltkrieg, meine Zeit dafür: weniger als vier Wochen), die Korrektur eines kleinen, aber interessanten chinesischen Textes (und die Suche nach einem bestimmten, möglicherweise unpassend übersetzten Begriff hat mich verschiedene Werke von Lu Xun durchsehen lassen und meine alte Begeisterung wieder geweckt), und natürlich mein monatlicher Gelderwerbs-Unterhaltungsroman. Außerdem – zwei Überarbeitungen von agenturfreien Romanen, die als E-Books im Bremer Verlag Klarant erscheinen werden. Jede Menge zu tun, also - und Pläne, Pläne, Pläne! Tut mir Leid, dass ich meine Blogs vorübergehend vernachlässigt habe – dabei gibt es täglich Neues zu berichten.
Interessant ist, dass sich in früheren Jahren bereits im April die "Sommerdepression" ankündigte, wo es immer weniger zu tun gab, die Verlage sich nur um ihr bereits feststehendes Herbstprogramm kümmerten und für neue Autoren überhaupt kein Platz war. Na klar, ich habe das Falsche angeboten - was wollen die um diese Zeit mit einem neuen Manuskript? Korrektur, Außenlektorat, Zusatzrecherche - das ist es, was man als Freiberufler um diese Zeit anbietet. Und wer die Möglichkeit hat, sollte sich auf sein sommerliches Schreibseminar vorbereiten, das er mindestens schon im Januar vorbereitet hat!  

Samstag, 30. März 2013

Erhängt in der Zelle - Justizselbstmord in Deutschland


2013年3月30日星期六
Sabado, Marso 30, 2013
Im Braunschweiger Gefängnis hat sich einer dapd-Meldung (über t-online) zufolge ein 75jähriger Mann erhängt, der angeblich seine Ehefrau erdrosselt haben soll. Fragt sich, wie sich das Erhängen in einer Gefängniszelle eigentlich praktisch gestalten lässt, und warum der Mann das getan haben könnte. Hat er seine Frau wirklich umgebracht? Oder war er verzweifelt, weil jemand anderes sie getötet und ihm die Schuld zugeschanzt hat? Näheres hätte sicher die Gerichtsverhandlung ergeben. Doch dazu ist es nicht gekommen.
Die Folge der Todesmeldung in der Presse war eine Flut von Häme und Gehässigkeit seitens der Leser. Niemand ist davon ausgegangen, dass der alte Mann unschuldig gewesen sein und ein anderer den Verdacht auf in gelenkt haben könnte. Es gibt sie also noch, die Kopf-Ab-Nazis, sie innerlich mit großem Genuss ein Todesurteil schon dann fällen, wenn jemand lediglich beschuldigt wird. Vielleicht war der Sachverhalt ja völlig anders? Wozu haben wir die Gerichte, die alles Für und Wider erwägen und den Sachbeweisen auf den Grund gehen? Die meisten Richter gehören zu den wenigen engagierten Hütern unserer immer mehr abflachenden Menschenrechte. Gewiss nicht alle. Aber ein Angeschuldigter, der gleich am ersten Tag in der Zelle "verstirbt", tut das sicher nicht, um irgendwelchen dummen Kommentatoren eine Freude zu machen. Erhängen in der Zelle ist so gut wie immer ein von der Justiz geduldeter (und häufig erwünschter) Mord. Ich schrieb in den Kommentar-Thread (bei T-Online-News):
Ziemlich schräge Kommentare hier. Bevor Ihr Eure persönliche Sau rauslasst, überlegt mal, dass jeder, der angeklagt wird, so lange als unschuldig zu gelten hat, bis er verurteilt ist. Außerdem ist der Tod "Erhängen in der Zelle" so gut wie nie freiwillig. Man bekommt Gürtel, Schnürsenkel und jeglichen Privatbesitz abgenommen, wenn man in U-Haft kommt. Wenn sich jemand in den Schrank gehängt, unter dem Waschbecken stranguliert oder an den senkrechten Fenstergittern aufgehängt hat, dann hat nahezu immer "jemand" nachgeholfen, denn - Neuzugänge bekommen so gut wie niemals gleich das Privileg einer Einzelzelle. Die Knäste sind allenthalben überbelegt.