Eine eher ungewöhnliche Liebesgeschichte findet sich in "Ich erbe einen Mann": Sarah, eine junge, widerstrebende Beamtin aus Bochum erbt ein Haus in der Südsee, verlässt ihren ungeliebten Job und reist erst einmal hin. Gleich weht ihr ein eisiger Wind entgegen - auf der Insel regiert der Bauxit-Bergbau, und sie wird die einzige Frau unter raubeinigen Männern. Was macht man da? Man eröffnet eine Kneipe, klar! Doch bald wird ihr mulmig - ihr Onkel ist auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen, und er ist nicht der Einzige. Seltsame Dinge geschehen. Was für ein Spiel spielen die drei eingeborenen Frauen? Wer treibt sich nachts in ihrem Haus herum? Und was hat dieser seltsame Doktor im Sinn?
Ein etwas düsterer, aber doch ein Liebesroman mit dem obligatorischen Happy End, eine Geschichte in einer fernen, unwirklichen Landschaft. Spannung und Leidenschaft in einem außergewöhnlichen Setting.
Erhältlich in verschiedenen E-Book-Shops, zum Beispiel HIER.
Beiträge über Alltag und Arbeit, über meine Bücher und mein Leben. Wenn die Kommentare nicht klappen, bitte über das Kontaktformular senden. Wenn im Betreff "Kommentar" steht, füge ich ihn ein.
Donnerstag, 20. August 2015
Donnerstag, 6. August 2015
Vom Schreiben leben - wie schaffe ich mein Arbeitspensum?
So ein Lotterleben!
Viele Leute denken, als
Schriftsteller habe man es leicht. Man schläft morgens aus, frühstückt
ausgiebig, macht einen Spaziergang und notiert hinterher, was einem so
eingefallen ist. Irgendwann wird daraus ein Roman, der dann gedruckt erscheint
und das große Geld bringt. So das gängige Klischee. Manchmal kommt der Gedanke
hinzu, dass der Autor noch irgendwo Lesungen veranstaltet, bei Buchhandlungen,
in Altenheimen oder auf Geburtstagen von Freunden - und natürlich weder von der
Stadtbücherei noch von den Buchhändlern honoriert werden muss, denn man macht
mit Lesungen ja eine immense Werbung für sein Buch, und damit verdient man doch
mehr als genug, oder?
Wenn’s denn so wäre!
Mein Mindestlohn!
Wenn man vom Schreiben leben
will, muss man darauf achten, dass regelmäßig Geld hereinkommt, und zwar
genügend. Ich habe, um meinen Mindestverdienst zu ermitteln, aufgelistet, was
ich im Monat brauche - Miete, Strom, Gas, Telefon, Abzahlungen, Fernsehgebühr, Lebensmittel,
Kleidung, Steuern usw. Einen Posten für Unvorhergesehenes und fürs Sparen habe
ich auch vorgesehen.
Dann rechne ich zusammen, immer
Weihnachten (die Jahresabrechnung der Stadtwerke mit den Nachforderungen kommt immer
am Tag davor), und erschrecke jedes Mal, wie hoch meine festen Kosten
inzwischen geworden sind. Den Betrag teile ich durch 30,5 (weil die Monate halt
unterschiedlich lang sind), und diesem stelle ich dann die Honorare meiner
„festen Auftraggeber“ gegenüber, um auszurechnen, wie viele Seiten bzw. Zeichen
ich pro Tag schreiben muss, um meinen persönlichen Mindestlohn zu erhalten.
Darin steckt dann noch nichts für Freizeitbedürfnisse. Freie Tage habe ich mir
zunächst einmal gar nicht zugestanden.
Selbstkontrolle
Um das Ganze im Blick zu
behalten, schreibe ich in eine Tabelle, wie viele „Anschläge“ (so nannte man das
im Zeitalter der Schreibmaschine) ich täglich geschafft habe. Hier ein
Beispiel, das ich darunter erläutere:
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| Mein tägliches Morgen- und Abendritual |
Jeden Monat beginne ich eine
neue Seite in meinem kleinen Statistik-Block (in der Schweiz bei Manor oder bei
Migros gekauft, wegen des handlichen Formats, das nicht genau DIN A 6 ist - ich
liebe die Schweizer Formate). Die Spalten zeichne ich mit dem Bleistift selbst.
Die Spalte ganz links zeigt das Tagesdatum an. Daneben kommt der Projektname.
Wenn da ein Vorname steht, „Sonja“ oder „Achim“ usw., heißt das, es handelt
sich um einen Unterhaltungsroman - da nehme ich immer den Namen der Hauptperson
als Arbeitstitel. Ich arbeite fast immer an mehreren Projekten gleichzeitig -
wenn ich bei einem eine Blockade habe, wechsle ich auf ein anderes Projekt.
Morgens rufe ich alle meine
laufenden Projekte auf und gehe auf die WORD-Funktion „Wörter zählen“. Diese
Zahl trage ich in die nächste Spalte ein. Am Abend wird gezählt, was ich
geschafft habe, dann werden diese beiden Zahlen verglichen; die Differenz
ebenfalls eingetragen. Wenn ich das dann durch 1800 teile (Anschlag-Zahl einer
Normseite), sollte eine Zahl mit zwei Stellen vor dem Komma, also mindestens
10, dabei herauskommen (bei allen Tagesprojekten zusammen). In der Abbildung
ist also ein miserables Ergebnis zu sehen , das ich dann unbedingt bis zum
Monatsende ausgleichen muss. Ehrlich gesagt, so eine Seite versetzt mich in
Panik, wenn ich nicht nebenher anderweitig etwas verdient habe, z.B. durch eine
öffentliche oder eine Wohnzimmerlesung. Manchmal habe ich auch ein schwieriges
Projekt, das viel Recherche erfordert, so wie ich es beim „Einblick in meineWerkstatt“ in diesem Blog geschildert habe.
Siehe auch:
Montag, 13. Juli 2015
Bloggen: Willst Du mehr Besucher oder mehr Geld verdienen? Oder Beides?
Dass wir Autoren für unser Fortkommen einen Blog brauchen, steht mittlerweile außer Frage. Aber wie machen wir das, damit er auch gelesen wird?
![]() |
| Bild: pixabay.com |
Für diejenigen, die gerade erst anfangen, ist die "Blogkiste" am interessantesten. Einfache Hinweise und Anleitungen, "gestandene" Erfahrungen und zahlreiche Tipps wechseln sich ab. Aber auch wer seinen Blog schon länger betreibt, findet hier noch Gutes zum Verwerten!
Seit Längerem beobachte ich erfolgreiche Blogs und versuche,
daraus zu lernen, was ich mit meinem besser machen kann. Unter Anderem habe ich
den Blog der kanadischen Schriftstellerin Rebecca A. Emrich abonniert, die viel
über ihren Alltag und ihre Arbeit schreibt und in letzter Zeit immer
professioneller geworden ist, einerseits mit ihren zahlreichen guten Tipps zum
Schreiben, andererseits auch im Erscheinungsbild ihres Blogs. Toll, was sich da
mit der Zeit getan hat. Einfach mal einen der vielen brauchbaren und
interessanten Beiträge ansehen - zum Beispiel HIER.
Affenstark ist auch der „Affenblog“ von Vladislav Melnik, in
dem es viele wichtige Hinweise zur Verbesserung von Blogs gibt. Im Moment läuft
eine Serie über „Search Engine Optimizing“ mit etlichen Gastbeiträgen von
Experten - alles gut verständlich und nachvollziehbar dargestellt. Auch hier
ein BEISPIEL.
Hinweis: Es kommt zuerst ein Popup, in dem ein Kurs
angeboten wird. Der ist kostenlos und lohnt sich! Wer das Popup geblockt hat, findet
den Zugang zum Kurs noch an mehreren anderen Stellen. Mit wenig Zeitaufwand
lernt man da eine ganze Menge. Im Blog und im Kurs ist viel die Rede vom „Verkaufen“,
aber das kann auch im übertragenen Sinne auch für uns Schriftsteller verstanden
werden - schließlich wollen wir uns ja als Marke etablieren und unsere Bücher
zu Bestsellern machen, oder?
Donnerstag, 9. Juli 2015
Zwei Links für historisch Schreibende
- Ein Recherche-Tool für alle, die übers 18. Jahrhundert schreiben - Währungen, Maße und Gewichte, Einkommensverhältnisse in verschiedenen Ländern - und Umrechnungsmöglichkeiten. Schaut mal hier!
- Weitere historische Recherche-Möglichkeiten für Roman-Autoren findet Ihr unter diesem Link - hier werden Informationen zu den unterschiedlichsten Alltags-Themen präsentiert: Geschichte der Vatikanstadt ebenso wie die Geschichte des Eiskrems oder des iPods... :-). Tipp: Die Kategorien finden sich ziemlich weit unten rechts, noch unter der Werbung. Es gibt auch eine Suchfunktion.
Sonntag, 5. Juli 2015
iReader! Nur heute!
Von einer Verlosung habe ich noch ein paar einzelne Gutscheincodes für E-Books übrig - leider nur für iBook-Lesegeräte. Wer interessiert ist, schaut bitte unter diesem Link nach:
iBook-Gutscheine!
iBook-Gutscheine!
Freitag, 5. Juni 2015
„Wie ein fernes Lied“ - der neue Roman von Micaela Jary
Zeitgeschichte gegenwärtig zu machen, nicht nur in Fakten,
sondern auch persönlich, ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. In einer
Vorschau auf der Homepage des Piper-Verlages fand ich nun eine atmosphärisch
dichte Leseprobe, die mich sofort faszinierte - den Anfang eines Romans, der in
mehreren Zeitebenen ein bewegendes Schicksal und eine große Liebe beschreibt.
Die gut ausgewählte Leseprobe umfasst zwei Szenen, in die ich sofort
hineingezogen wurde - man weiß, wann und wo das passiert, man ist mitten dabei,
sieht Farben, riecht Gerüche, erlebt das Geschehen von ganz nah, aus dem
Innersten der handelnden Personen heraus. Vor allem: Man hört und spürt die Musik,
die dem Ganzen unterliegt. Man ist mittendrin und will einfach weiterlesen. Beswingt
tanzend, mit dem aufgeschlagenen Buch in der Hand. Ich wünschte, ich könnte so
hautnah schreiben. Der Roman heißt „Wie ein fernes Lied“ - ein Titel, der die ganze
Melancholie der Sehnsucht umfasst, die diesen Roman durchzieht.
Die Autorin, Micaela Jary, von der ich schon Einiges gelesen habe, schafft all diese mitreißende
Atmosphäre durch ihren Fleiß, ihr Können, ihre außerordentlich gute Recherche
und nicht zuletzt durch ihren einfühlsamen Stil. Genau deshalb ist sie eine
Erfolgsautorin, die schon jetzt zu den großen Unterhaltungsschriftstellerinnen
unserer Zeit zählt, in der treffsicheren Recherche mit Simmel vergleichbar, in
Stil und Virtuosität häufig darüber hinausgehend. Ich wünsche mir noch viele
großartige Romane von ihr, aber erst einmal wünsche ich diesen komplett zu lesen, sobald er herauskommt. Das wird am 10.
August sein. Ich freu mich drauf.
Aber jetzt schaut bitte erst einmal mal in die Leseprobe!
Donnerstag, 4. Juni 2015
Carl Zeiss: Ankündigung
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| zum Vergrößern bitte anklicken. |
Mir gefällt das Titelbild - es ähnelt dem Umschlag meines ersten Buches dieser Reihe über "soziale Unternehmer", meines biografischen Romans über Rudolf Diesel, der leider zur Zeit vergriffen ist.
Wichtiger Hinweis:
Dieses Bild und die darin enthaltenen Elemente bitte nicht kopieren (es sind mehrere Copyrights zu beachten). Bei Fragen dazu bitte an viktorglass (at) gmx.de schreiben. Ich leite die Anfrage dann weiter.
Sonntag, 17. Mai 2015
Wohnzimmer-Lesungen
In Basel
Es ist schon ein paar Jahre her, da las ich in einer
Buchhandlung im Basler Ortsteil Bachletten aus einem meiner Bücher. Ich war für
zwei Wochen in der Stadt und hatte in einem Café am Barfüßerplatz eine kleine
Erzählung geschrieben, die in Basel spielte und die ich bei dieser Gelegenheit
dem Publikum vorstellte. Ich war froh, dass sie so gut ankam.
Nach der Lesung gab es einen kleinen Imbiss. Eine Frau trat
auf mich zu und sagte, die Geschichte habe ihr gefallen, und es wäre schade,
dass ihre Mutter diese nicht hören könnte. Die Dame sei fast neunzig, aber
geistig sehr rege und könne wegen einer Behinderung nicht aus dem Haus. Ob ich
nicht bei ihr zu Hause noch einmal aus meinem Buch und dann diese Geschichte
vorlesen könne? Ich überlegte nur kurz und sagte zu - von der Buchhandlung
hatte ich ein gutes Honorar bekommen und hatte gute Laune.
Die Atmosphäre
Am Samstag fuhr ich dann mit dem „Trämli“ Nummer sechs nach
Allschwil hinaus - die Adresse, die ich bekommen hatte, war nicht weit von der
Endhaltestelle. Ein wenig war ich besorgt, ob ich die Lesung meistern würde -
die Frau, die mich angesprochen hatte, hatte angekündigt, ihre Mutter werde ein
paar Freundinnen hinzubitten, denen sie auch das Erlebnis einer „Dichterlesung“
vermitteln wolle.
Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass fast dreißig Leute
in dem geräumigen Wohnzimmer gedrängt saßen. Jeder hatte Kuchen, Salate und
Getränke mitgebracht, so dass es ein kleines Buffet gab. Das Publikum war
zwischen 30 und 90: Lehrer, Hausärztin, Verwandtschaft, Physiotherapeut,
Pfarrerin - die alte Dame hatte telefonisch alles zusammengetrommelt, was sie
erreichen konnte.
Meine Gastgeberin wirkte nicht wie neunzig, sondern eher
zehn Jahre jünger. Sie stellte mir alle Besucher vor und hatte sogar kleine
Anekdoten über jeden parat. Sie war stolz und glücklich, dass ich tatsächlich
gekommen war.
Die Lesung
Man hörte mir aufmerksam zu. Niemand schwatzte im
Hintergrund. Ich hatte mehrere Erzählungen und einen kurzen Romanausschnitt
ausgewählt. Ich saß etwas erhöht auf dem Tisch einer alten Nähmaschine. Ein
Mikrofon brauchte ich hier nicht. Zu allen Texten kamen Fragen, und es gab kleinere
oder auch längere Diskussionen. Die Leute redeten und fragten freimütiger, als
es in einer Buchhandlung möglich gewesen wäre. Hier war man ja nicht in der
Öffentlichkeit, sondern unter sich. Anfangs hatte ich noch gedacht, nach einer
oder höchstens zwei Stunden säße ich wieder in der Straßenbahn, aber es wurde
zwei Uhr nachts - sechs Stunden! Und es lag nicht am Wein, sondern an der
Offenheit der Fragen und des Gesprächs überhaupt, dass ich mich immer wohler
fühlte.
Ich wurde von einem der Gäste mit dem Auto in meine
Unterkunft gebracht (die Gastgeberin hatte mich auch mit Salaten und Kuchen für
den nächsten Tag eingedeckt). Am Schluss der Veranstaltung - niemand war früher
gegangen! - reichte die Gastgeberin eine Schüssel herum, für’s Honorar. Ich war
von den Socken, als dann fast fünfhundert Franken zusammenkamen. Es war aber
die Atmosphäre, nicht nur das gute Honorar, das mich veranlasste, künftig
weitere solche Veranstaltungen zu planen. Ich wusste gleich, eine solche Summe
würde ich wohl sonst nirgendwo erhalten.
Mein Angebot
Ich habe beschlossen, weitere solche Lesungen zu veranstalten, und
in den letzten Jahren wurde ich immer wieder dazu eingeladen. Jede war anders,
natürlich, und das ist das Spannende daran. Gemeinsam war allen die offene
Atmosphäre. Die Leute reden freier als in der Buchhandlung vor fremden
Besuchern. Bei diesen „Wohnzimmerlesungen“ gab es immer gute, auch für mich
fruchtbare Gespräche. Ich habe inzwischen verschiedene solche Lesungen gemacht
- in einer Party-Straßenbahn, in einer Wochenend-Hütte, sogar im Wartezimmer
einer Arztpraxis - oder eben in Wohnzimmern, die groß genug waren für acht bis
zehn Leute oder mehr.
Ich biete solche Lesungen nun auch aktiv an - zu sehr
günstigen Konditionen. Wer mich einlädt, macht für seine Gäste, sich selbst und
mich eine Kleinigkeit zu essen, hat einen leckeren Wein da, bezahlt meine An-
und Abreise (im weiteren Umkreis von Augsburg brauche ich ja keine
Übernachtung), erlaubt mir eventuell, signierte Bücher aus meinem
„Bücherkoffer“ zu verkaufen, lässt einen Hut fürs freiwillige Honorar kreisen -
und empfiehlt mich, wenn’s gefallen hat, auch weiter. Interessiert? Dann finden
Sie Kontakt-Informationen auf meiner Homepage www.viktorglass.com - u.a. im Impressum.
Samstag, 16. Mai 2015
Ein Interview mit Kerstin Gier
... habe ich gerade im Kölner Stadtanzeiger gefunden. Kerstin Gier spricht unter anderem über das Schreiben von Bestsellern und die Wahl ihrer Schauplätze. Gut zu lesen, und es lohnt sich!
Hier der LINK.
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